28. Landessynode – Berichterstattung, Vorlagen und Beschlüsse

28. Landessynode - Frühjahrstagung 2024

Sonnabend, 27. April 2024

Andacht im Kirchsaal

Die Morgenandacht zu Beginn des Thementages „Salz und Licht – Minderheit mit Zukunft“ hielten mit Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel und Kirchenrat Lüder Laskowski zwei Theologen aus dem Theologischen Grundsatzdezernat. Zum Gleichnis nach Matthäus 13,24-30 zur Begleitung der Aussaat bis zur Ernte sagte Oberlandeskirchenrat Dr. Daniel: „Vertraut der Aussaat. Fürchtet nicht zu rasch, was eingestreut sein mag. Es wird eine Ernte geben.“ Kirchenrat Lüder Laskowski ging auf den Jesajatext vom Wort Gottes, welches wie ein Korn in die Erde gesät ist (Jesaja 55,10-12), ein: „So selbstverständlich die Saat aufgeht, so gewiss wird Gottes Wort seinen Weg zu ihm zurück finden. Wenn wir da sind mit diesen Worten in uns, dann tun sie schon ihre Wirkung. Darin, wie wir zuhören, wie wir sprechen, wofür wir einstehen.“

Nach der  Andacht im Kirchsaal der Dreikönigskirche eröffnete Synodalpräsidentin Westfeld die öffentliche Sitzung der Landessynode.


Grußwort aus der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder

In ihrem Grußwort berichtete Pfarrerin Vlasta Groll aus der Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien von der guten Zusammenarbeit mit den Kirchen im Vogtland und Franken. So fänden in den Grenzregionen regelmäßige tschechisch-deutsche Gottesdienste statt . Sie lud die Landessynode schon jetzt zum tschechisch-deutschen Gemeindetag am 7. Juni 2025 in Chodov bei Karlsbad ein.


Eröffnung des Thementags „Salz und Licht – Minderheit mit Zukunft“

Dr. Kerstin Menzel, die als Theologin seit 2020 am Institut für Praktische Theologie an der Universität Leipzig forscht und seit April 2024 für ein Jahr die Professur für Praktische Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vertritt, fragte in ihrem Vortrag vor der Landessynode zunächst nach den Schmerzpunkten in einer kleiner werdenden Kirche. Einerseits sei da der Schmerz über die schwindenden und fehlenden Ressourcen sowie die daraus resultierenden Folgen: geringere finanzielle Mittel, Rückzug aus der Fläche, Überforderung der Mitarbeitenden, das Weglassen von Aufgaben. Es gebe aber noch einen anderen Schmerz – den über die fehlende Resonanz und das abnehmende Interesse an Kirche und Glauben in der Gesellschaft. Die gesellschaftliche Entwicklung schwindender Bindung an Institutionen treffe neben vielen anderen Institutionen auch die Kirche. Menschen seien nicht mehr wie früher Mitglied in der Kirche, weil es in der Familie Tradition sei oder weil es sich so gehöre. "Menschen verbinden sich dagegen heute mit anderen Menschen über ihre Interessen wie Sport oder Musik, andere über gemeinsame Projekte oder über so genannte Neo-Gemeinschaften", so Dr. Menzel. Diese Entwicklungen beträfen auch das Engagement und die Bindung an Kirche und Gemeinden.

Die Minderheitensituation sei aber für die meisten lutherischen Kirchen in Europa und der Welt kennzeichnend. Aus diesem Grund sei auch von der Gemeinschaft der Europäischen Kirchen in Europa (GEKE) schon zur Theologie der Diaspora gearbeitet worden. Dort sehe man die Beziehungen der Kirchen untereinander und in die Gesellschaft hinein als wichtig an und plädiere für die Öffnung statt die Eingrenzung von Kirche. Dabei werde das Bild des „Eingestreut seins von Christen in der Welt“ verwendet.

Oft sei in der Vergangenheit die Suche nach neuen Bildern, nach einer neuen Orientierung von Kirche in der Welt aufgrund einer Krisensituation angestoßen worden, so Dr. Menzel. An verschiedenen Beispielen benannte sie Ideen und Projekte, in denen Kirchgemeinden derzeit nach neuen Wegen suchten. Verbindend sei, dass sie an den Interessen von Menschen ansetzen, Menschen mit gemeinsamen Interessen zusammenbringen und für sie Angebote schaffen würden. Die Frage sei nicht mehr, wie man Menschen in die Kirche holen könnte, sondern was Kirche für einen Beitrag zum Gemeinwesenorientierung leisten könne. Es gehe darum, Verbindungen zu knüpfen ohne dies immer mit einem Zweck zu verknüpfen. Ein zweites Stichwort sei die Kontextualität – das genaue Schauen auf die örtlichen Kontexte, die Bedürfnisse und Aufgaben. Hier seien es vor allem diakonische Projekte, die einfache Zugänge zu Menschen vor Ort schaffen und das Zusammenwirken von Kirchgemeinden und Diakonie befördern könnten.

Die Kirche müsse aber, um Zeugnis des Evangeliums geben zu können, sich nicht nur mit anderen verbinden, sondern sich auch kritisch mit ihren Strukturen und Haltungen beschäftigen. Eine einladende Kirche dürfe Menschen nicht verletzen oder ausschließen, weshalb es künftig wesentlich auf die Bemühungen um Prävention sexualisierter Gewalt, Inklusion, Antirassismus u.a. ankomme.


In einem zweiten Impuls berichtete die südamerikanische Theologin Karla Steilmann von der Arbeit ihrer Kirche. Die Iglesia Evangélica del Río de la Plata, die sich aus einer deutschsprachigen Kirche in Argentinien, Uruguay und Paraguay entwickelt hat, umfasst das gesamte Gebiet dieser drei Länder. Die Gemeinden der Kirche arbeiteten in vielen diakonischen Projekten zusammen, dazu gehörten Projekte zur Unterstützung indigener Völker, zum Umweltschutz, zur musikalischen Bildung und vieles mehr, berichtet Steilmann. Sie erläuterte einzelne der Projekte und erklärte, warum die theologische Ausbildung nach der Auflösung der theologischen Fakultät in einem ökumenischen Netzwerk geschieht. Die aktuelle Herausforderung für die Kirche sei die hohe Inflation in Argentinien, die die Planung extrem schwierig mache. Insgesamt seien all diese Probleme für eine kleine Kirche nur noch in einem Netzwerk mit anderen Kirchen und gesellschaftlichen Organisationen und Initiativen zu lösen.

In der anschließenden Debatte gingen die beiden Referentinnen auf die zahlreichen Fragen aus dem Kreis der Synodalen ein. Dr. Kerstin Menzel warb für den Begriff der Volkskirche, weil er den öffentlichen Sendungsauftrag der Kirchen stark mache und wach halte. Die beiden Gegenbegriffe der Beteiligungskirche und der Bekenntniskirche hätten dagegen die Tendenz zur Selbstabschließung. Außerdem ermutigte sie nach der Suche nach ökumenischen Gemeinsamkeiten. Mit dem Hinweis auf die Tiefgründigkeit  der theologischen Debatten und Positionen der DDR-Kirchen im Blick auf den damaligen Kontext des DDR-Staates forderte sie wieder eine stärkere Berücksichtigung der heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen und deren wissenschaftliche Reflexion innerhalb der Kirche und Theologie. Karla Steilmann erzählte von den großen Distanzen, die innerhalb der Gemeinden ihrer Kirche überwunden werden müssten und machte deutlich: „Da gibt es nur einmal im Monat einen Gottesdienst, dann aber mit allem: mit Taufen, Abendmahl und dem gemeinsamen Essen!“


In der Podiumsdiskussion diskutierte die Moderatorin Maxi Konang mit Landesbischof Tobias Bilz, Superintendent Tilmann Popp (Bautzen), Pfarrer Justus Geilhufe (Großschirma) und den Synodalen Claudia Hultzsch (Dresden), Judith Baumann (Bautzen-Kamenz) und Barbara Pfeiffer (Vogtland) über die Frage, was das Thema „Salz und Licht – Minderheit mit Zukunft“ für sie bedeute.

Judith Baumann verglich die Kirche mit einem Rattan-Lampenschirm, aus dem mal mehr und mal weniger Licht nach außen falle. Es brauche drinnen einen warmen, angenehmen Raum, in dem sich Menschen wohl fühlten. Aber es brauche eben auch den Schein nach draußen. Pfarrer Justus Geilhufe griff dieses Bild auf und machte deutlich, dass es beides brauche – das Kümmern um die Gemeinschaft der Kirche und das Rausgehen aus dieser Gemeinschaft zu den anderen hin.

Barbara Pfeiffer wies darauf hin, dass viel Salz und viel Licht auch unangenehm sein könnten. Diese Bilder seien für sie symbolisch dafür, dass wir jede und jeder Einzelne als Christ wirken könne. Superintendent Tilmann Popp erinnerte sich an die Visitation in seinem Kirchenbezirk in der letzten Woche, wo ihm deutlich geworden sei, wie viel Licht eigentlich da sei in den einzelnen Projekten und Gemeinden. Claudia Hultzsch wies darauf hin, dass Licht auch reflektiert werden könne und solle – und dass Kirche sich sehr viel mehr um das kümmern sollte, was eigentlich für Reaktionen und Reflexionen zu uns zurück kommen.

Landesbischof Tobias Bilz griff den Impuls von Dr. Kerstin Menzel auf, viel stärker auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen als Kirche. Die Sorge, sich dabei zu verlieren, teile er nicht. Christen sollten wieder mehr in die Zusammenhänge hineingehen, in denen sie das Leben mit anderen Menschen teilten.Justus Geilhufe machte den Auftrag der Kirche stark, Menschen zum Glauben einzuladen und an den Taufstein und in die Gemeinde hinein zu begleiten. Dies gehe natürlich nicht, ohne die Menschen in ihren Kontexten wahrzunehmen, aber es brauche auch ein Bewusstsein des Auftrages. Claudia Hultzsch widersprach Justus Geilhufe, indem sie darauf hinwies, dass Mission „schicken“ und nicht „holen“ bedeute. Die Entscheidung zum Glauben sei eine sehr persönliche und Kirche dürfe diesen Menschen nicht übergriffig gegenüber treten. Justus Geilhufe antwortete ihr, dass es aber konkretes Zugehen auf die Menschen, konkrete Einladungen brauche, damit Menschen sich auf den Weg machten. Barbara Pfeiffer erzählte von ihrem Sozialprojekt mit niedrigschwelligen Angeboten, mit denen sie Menschen einlädt und mit ihnen ins Gespräch kommt. Landesbischof Tobias Bilz meinte, missionarische Arbeit sei auch eine Typfrage und es könne ganz unterschiedliche Situationen geben. Er mahnte, dass es auch die Möglichkeit geben müsse, ohne Zweck und einem Taufziel mit Menschen in Kontakt zu kommen. Superintendent Tilmann Popp schilderte den Unterschied zwischen Stadt und Land anhand der Erwartungen an Kirche, die auf dem Land noch eher existierten als in der Stadt.

Justus Geilhufe benannte als großen Vorteil der Landgemeinden, dass sich die Menschen dort kennen und lange dort wohnen blieben. Eine Herausforderung sei, dass es vielfach eine feste Zuordnung in kirchlich / nichtkirchlich gebe, die nur ganz schwer aufgebrochen werden könne. Dies bestätigte Landesbischof Bilz aus seiner Wahrnehmung aus seiner Landgemeinde – auf dem Land gelte es, die „Alle kennen sich“-Schwelle zu durchbrechen und anders zu sein als erwartet, in der Stadt dagegen sei die Schwelle der Anonymität das, was durchbrochen werden müsse. Claudia Hultzsch machte deutlich, dass es in der Stadt interessant wäre, kirchliche Gebäude und Gemeindehäuser für Initiativen im Stadtteil zu öffnen. Landesbischof Bilz wies darauf hin, dass es hierzu z.B. mit dem Westkreuz in Leipzig schon wunderbare Initiativen gebe. Er gab aber zu bedenken, dass die Mehrzahl der Kirchen und Gebäude zwar gut saniert sei, jedoch für unterschiedliche Nutzungsvarianten eher nicht gut geeignet sei. Hier müsse künftig kreativ nach Lösungen gesucht werden. Tilmann Popp berichtete, dass die abgebrannte Kirche in Großröhrsdorf für die Kirchgemeinde gerade eine Chance bedeute noch einmal inne zu halten und zu überlegen, was in der Region eigentlich gebraucht werde. Justus Geilhufe sah die Umnutzung von Kirchen mit großer Skepsis. Er würde sich wünschen, dass die gleiche Kraft, die man derzeit für die Umsetzung der Gebäudekonzeption einsetze, auch für den Aufbau der Kirche verwendet werde. 

Ein weiterer Gesprächsgang drehte sich um das Thema Kirche und Soziale Medien. Für Justus Geilhufe ist dabei Authentizität wichtig, er erlebe, dass gerade die authentischen und ungeschönten Inhalte bei vielen Menschen eine große Wirkung hätten. Tobias Bilz, der als Landesbischof einen eigenen Instagram und Facebook-Kanal hat, bestärkte diese Wahrnehmung und benannte es als eine Herausforderung, dass man als Person dazu bereit sein müsse sich zu öffnen und von sich zu erzählen. Judith Baumann, die den Instagram-Account ihrer Evangelischen Jugend pflegt, machte deutlich, dass es zwar viel Zeit koste, aber auch viele Menschen erreichen könne. Claudia Hultzsch berichtete, dass sie eher in freien sozialen Netzwerken unterwegs und hinsichtlich der sozialen Medien sehr zwiegespalten sei. Sie schaue sich aber gern gute Accounts von Menschen an, die Kirche auf großartige Weise präsentierten. Barbara Pfeiffer mahnte jedoch auch, dass alles, was Christen oder kirchliche Mitarbeitende privat posteten, auch eine öffentliche Wirkung hätte.

Auf die Frage, was er von den Minderheitenkirchen gelernt hätte, antwortete Landesbischof Bilz: „Gute Laune zu haben.“ Er hätte sich vorgenommen sich von dem Druck der Zahlen zu befreien und mutiger und fröhlicher Christ zu sein. Justus Geilhufe berichtete, dass innerhalb der Region im Kirchenbezirk Freiberg eine gute Zusammenarbeit und das Wahrnehmen der anderen Gemeinden erreicht worden sei, die es ohne den Strukturprozess nicht gegeben hätte. Er wies jedoch darauf hin, dass man die Zahlengläubigkeit immer nur im Blick auf missionarische Bemühungen kritisiere, aber alle Rückbaumaßnahmen in der Kirche sich knallhart an Zahlen orientierten. Landesbischof Bilz plädierte dafür, anstelle der Zahl der Gemeindeglieder die Zahl der Menschen, mit denen man in er Kirche unterwegs sei,  als Maßstab zu verwenden. Er warnte davor, Segen als Maßstab zu verwenden.

Hoffnung sahen die Teilnehmenden des Podiums in Gottes Möglichkeiten, in den Begegnungen in kirchlichen Räumen, in den vielfältigen Wegen von Menschen zum Glauben und im Engagement vieler Ehrenamtlicher und Jugendlicher in der Kirche.


Arbeitsgruppe Vakanzbewältigung

Bevor die Arbeitsgruppe Vakanzbewältigung ihr Impulspapier vorstellte, berichteten einige Mitarbeitende der Landeskirche in kleinen Videobotschaften darüber, wie sie für den kirchlichen Dienst geworben wurden oder andere geworben haben.

Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte erläuterte der Synode im Anschluss, wie die Arbeitsgruppe Vakanzbewältigung, bestehend aus Vertreter/innen aus Synode und Landeskirchenamt, gearbeitet hat. Als Grundlage seien beispielsweise die Ergebnisse des Zukunftstages „Nachwuchs“ am 4. Februar 2023 genutzt worden. Sie kündigte an, dass die Arbeitsgruppe die Unterstützung der Landessynode wünsche, um Impulse und Orientierung zur Weiterarbeit zu erhalten.

Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz stellte der Synode das Impulspapier vor, welches er zusammen mit Ulrich Gödecke im Auftrag der AG Vakanz erarbeitet hat. Dabei ging er auf die aktuelle Lage im Bereich Nachwuchs ein, die geprägt sei von dem Abbruch mancher Traditionen der Berufsweitergabe und einer Multi-Options-Situation, in der sich Jugendliche in der Berufswahl befänden. Es brauche einen ehrlichen Blick auf die Möglichkeiten und Grenzen der Steuerbarkeit von Nachwuchsgewinnung und auf Grundvoraussetzungen für einen gelingenden Weg - aber vor allem eine positive Grundstimmung der aktuellen Mitarbeitenden gegenüber der Kirche und ihrem Beruf.

Im Blick auf Handlungsmöglichkeiten gelte es verschiedene weiche Faktoren wieder stärker zu berücksichtigen. Zum Beispiel sollte wieder stärker über Beruf und Berufung gesprochen, positive Narrative geprägt und die eigenen Haltungen im Blick auf Nachwuchsgewinnung reflektiert werden.

Zu den „harten“ Faktoren gehörte die Koordination von Erfahrungen und Maßnahmen der Nachwuchsgewinnung, die an vielen Stellen schon geschehe. Es sollte außerdem eine Professionalisierung der Werbung im Social-Media-Bereich angestrebt und Multiprofessionalität gefördert werden. Ausbildungswege sollten gestärkt (bsp. durch Schnupperstudium, Stipendien, Begleitung) sowie Quereinstiege weiter ausgebaut und gefördert werden. Vorgeschlagen wurden im Impulspapier u.a. auch eine Kooperation mit staatlichen Berufsförderungsinstitutionen, eine regelmäßige Nachwuchsgewinnungskonferenz, die Förderung von Praktika und eine Stellenbörse für alle kirchlichen Berufsfelder. Im Anschluss an die Vorstellung des Impulspapiers arbeiten die Synodalen in Gruppen zu den einzelnen Fragen weiter.


Erste Beratung eines Kirchengesetzes

Am Nachmittag beriet die Landessynode in erster Lesung den Entwurf eines Kirchengesetzes zur Änderung der Kirchgemeindeordnung, mit dem in der Kirchgemeindeordnung zwei Sätze zum Urkundenerfordernis gestrichen werden sollen. Die Landessynode stimmte dem Kirchengesetz in erster Lesung einstimmig zu.

Nominierung und Wahl zur Mitarbeit in Ausschüssen

Die Landessynode beriet im Folgenden über die Vorschläge des Nominierungsausschusses zur Nominierung der drei neuen Synodalen für die Mitarbeit in Ausschüssen. Die Landessynode stimmte den Vorschlägen zu und wählte die drei Synodalen einstimmig in folgende Ausschüsse: Der Synodale Stefan Heine wird künftig im Theologischen Ausschuss mitarbeiten, die Synodale Dorothea Sehrer im Sozial-Ethischen Ausschuss und die Synodale Katrin Wasner im Finanzausschuss und Rechnungsprüfungsausschuss.


Weitere Anträge

Im Nachgang der Arbeit zu den Impulsen der AG Vakanzbewältigung beriet die Landessynode über verschiedene selbständige Anträge zum Thema.

Mit der einstimmigen Zustimmung zu einem Antrag bat die Landessynode das Landeskirchenamt bis zur Herbsttagung 2024 zu prüfen, ob eine eigenständige landeskirchliche Stellenbörse oder die Nutzung der EKD-Stellenbörse sinnvoll erscheint, welche Sach- und Personalkosten notwendig sind und wie eine angemessene Reichweite der Stellenbörse erreicht werden kann. Der Abstimmung ging eine Diskussion über die Aspekte voraus, die bei der Prüfung zu berücksichtigen sein sollten.

Weiter beriet die Landessynode über einen Antrag zur Schaffung einer Personalstelle für Nachwuchsgewinnung für kirchliche Berufe. Nachdem ein Geschäftsordnungsantrag zur Überweisung in den Finanzausschuss mit 35 Gegenstimmen abgelehnt worden war, stimmte die Landessynode dem Antrag einstimmig zu. Sie bat damit das Landeskirchenamt, die Einrichtung einer solchen Stelle vorzubereiten, die sich um u.a. um Recruiting (Ansprechstelle bei Praktikums-, Ausbildungs- und Berufssuche), Netzwerkarbeit, die Nutzung von berufsrelevanten Social-Media Plattformen sowie Coaching und Lobbyarbeit für kirchliche Berufe (Präsenz auf Ausbildungs- und Berufsmessen und bei Großveranstaltungen der Jugendarbeit) kümmern und Impulsgeber für aktuelle Entwicklungen in der Personalgewinnung sein soll.

Damit endete die öffentliche Sitzung. Am Abend fanden weitere Beratungen in den Ausschüssen statt.

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