Mitteilungen

Zum Umgang mit der Coronavirus-Pandemie

Stand: 02.04.2020 / 18.00 Uhr
(Die Seite wird fortlaufend ergänzt.)

Kirchliches Leben in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Auf einer Sonderseite haben wir für Sie zusammengestellt und erweitern ständig:

  • Abendgebet mit dem Landesbischof (Mo-Fr 18 Uhr)
  • Geistliches Wort des Landesbischofs in Wort und Bild
  • Livestream-Gottesdienste der Landeskirche
  • Übersicht zu Online-Angeboten aus den Kirchgemeinden
  • Gebete für zu Hause 
  • Verweis auf Angebote innerhalb und außerhalb unserer Landeskirche

Informationen der Landeskirche / FAQs (thematisch)

Die Hinweise auf dieser Seite richten sich vorrangig an Kirchgemeinden und ihre Mitarbeitenden. Sie sollen eine Orientierung im Umgang mit der aktuellen Situation bieten. Viele Fragen müssen jedoch vor Ort im konkreten Einzelfall und im seelsorgerlichen Ermessen getroffen werden.

Kirchgemeindeglieder bitten wir daher, sich mit ihren Fragen direkt an die Kirchgemeinden vor Ort zu wenden. Alle Mitarbeitenden der Kirchgemeinden, insbesondere die Pfarrerinnen und Pfarrer, stehen Ihnen für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Ihre Kirchgemeinde finden Sie über unsere Gemeindesuche.

Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche werden dringend gebeten, auch weiterhin auf alle Gottesdienste zu verzichten. Kasualien erfolgen in der Verantwortung der Kirchgemeinde und des Seelsorgers vor Ort.

Das Übertragen von Gottesdiensten und Andachten aus Kirchen im Radio, TV oder online ist jedoch unter Einhaltung der dafür vorgegebenen Rahmenbedingungen erlaubt. Dazu heißt es im FAQ-Katalog des Freistaates Sachsen: "Gottesdienste, Andachten o.ä. aus Kirchen, Moscheen, Synagogen und anderen Gebetshäusern dürfen im Radio, TV oder online übertragen werden, soweit nur die unbedingt notwendigen Personen wie Pfarrer, Priester, Imam, Rabbiner, Kantor, Organist, Lektor sowie das Technikpersonal mitwirken und dabei auf die Einhaltung des gebotenen Mindestabstandes von 1,5 Metern und der Hygieneregeln geachtet wird."

Für Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben, stehen die Fernseh- und Rundfunkgottesdienste weiter zur Verfügung. Darüber hinaus können Kirchgemeinden Sonntagspredigten oder kurze Andachten per Brief zu diesen Gemeindegliedern bringen.

Auf Abendmahlsfeiern sollte aufgrund der dringend gebotenen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutze aller derzeit verzichtet werden. In besonderen seelsorgerlichen Situationen kann auf Wunsch von Gemeindegliedern ein Hausabendmahl gefeiert werden. 

Auch für Veranstaltungen in Kirchgemeinden gilt, was in der aktuell geltenden Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen vom 31. März 2020 geregelt ist. Danach sind öffentliche wie nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden bis zum 20. April 2020 untersagt.

Einzelne Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten Plattformen mit Ideen für Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien in der aktuellen Situation. 

Die Konfirmationen werden in Sachsen laut Konfirmationsordnung zwischen Palmsonntag und Trinitatis gefeiert. Für das Jahr 2020 wurde dieser Zeitraum nun durch Beschluss des Kollegiums des Landeskirchenamtes bis zum Reformationstag (31. Oktober) verlängert. Die Verlegung des Termins der Konfirmation im Jahr 2020 bedarf eines Antrags durch die Kirchgemeinde, der Zustimmung des Superintendenten / der Superintendentin sowie der Genehmigung durch das Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens. Der Antrag kann formlos geschehen und per E-Mail erfolgen und gilt mit der Stellung als genehmigt. Es sollen damit keine zusätzlichen bürokratischen Hürden verbunden sein.

Ob Konfirmationsgottesdienste nach dem 20. April 2020 wieder möglich sein werden, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Kirchgemeinden werden gebeten, hier im Austausch mit den Mitarbeitenden in der Konfirmandenarbeit und den Familien der Konfirmanden eine für alle nachvollziehbare Entscheidung zu treffen. Es gilt zu beachten, dass die Konfirmandenarbeit / der Konfirmandenunterricht in geeigneter Weise bis zur Konfirmation fortgeführt wird. Gewiss haben Sie dieses Anliegen bereits im Blick, wie die Konfirmandenzeit, die nun verlängert ist, auf eine gute Weise gestaltet werden kann. Hinweise vom Theologisch-Pädagogischen Institut der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zur Konfirmandenarbeit in Zeiten von Corona.

Taufen und Trauungen erfolgen in der Verantwortung der Kirchgemeinde und des Seelsorgers vor Ort. Zu beachten ist jedoch, dass Taufen und Trauungen derzeit nicht mit einer großen Gottesdienstgemeinde vollzogen werden können. Geprüft werden sollte daher auch eine Verschiebung der Taufe oder Trauung.

Für viele Menschen ist jedoch in diesen Tagen der mit einer Taufe oder Trauung verbundene Segenszuspruch besonders wichtig. Daher sollten Taufen und Trauungen, die aus einem solchen dringenden Wunsch heraus erbeten werden, aus seelsorgerlichen Gründen ermöglicht werden. Es sollte jedoch unter Berücksichtigung der Hinweise des Robert-Koch-Instituts und der staatlichen Vorgaben abgewogen werden, ob eine Taufe im Familienkreis stattfinden kann. Dies gilt in gleicher Weise für Trauungen. Ob Haustaufen und gegebenenfalls Haustrauungen/Traujubiläen in häuslichem Rahmen eine Alternative sein können, ist dem seelsorgerlichen Ermessen des Pfarrers/der Pfarrerin anheimgestellt.

Abstände zwischen Personen müssen jedoch auch bei Taufen und Trauungen zum Schutz anderer eingehalten werden. Auch weitere Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden sind dringend zu beachten.

Beerdigungen (Erd- und Urnenbestattungen) können nur im engsten Familienkreis am Grab erfolgen (laut Allgemeinverfügung vom 31. März 2020 dürfen dies bis zu 15 Personen sein). Die Anwesenden werden gebeten, angemessene Abstände sowie weitere derzeit angeordnete Hygieneregeln einzuhalten. In Abstimmung mit dem vor Ort tätigen Bestattungsunternehmen sollte ein Kondolenzbuch mit Name und Anschrift geführt werden. Es können weitere Beschränkungen der örtlichen Gesundheitsämter zu beachten sein, zum Beispiel zur Anzahl von Trauergästen und zur Angabe von Kontaktdaten der Teilnehmenden.

Urnenbestattungen sollten verschoben werden.

Trauerfeiern sollten nach Möglichkeit nachgeholt werden. Eine kirchliche Trauerfeier kann gegebenenfalls in einem Gemeindegottesdienst nach Aufhebung der Allgemeinverfügungen nachgeholt werden.

In jedem Einzelfall ist der seelsorglichen Begleitung der Betroffenen besonderes Gewicht zu geben, da neben die Verarbeitung des konkreten Trauerfalls nun auch die Verunsicherung aufgrund der derzeitigen allgemeinen Krisensituation tritt.

Im Einzelfall und unter Beachtung der örtlichen Bedingungen können im Rahmen einer Beerdigung auch Trauerhallen, unter den gleichen Einschränkungen wie Kirchen, zum Gedenken und zum Gebet geöffnet werden (siehe unter "Kirchen").

Bei der Anmeldung und einer eventuellen Durchführung von Bestattungen achten Sie bitte auch auf den Selbstschutz: Es gilt eine Situation zu vermeiden, in der wir einzelne Friedhöfe für Bestattungen schließen müssen, weil vor Ort aufgrund von Quarantäne oder Erkrankung keine Mitarbeitenden mehr zur Verfügung stehen.

Den Friedhofsträgern empfehlen wir, öffentliche Toiletten und ähnliche Einrichtungen auf den Friedhöfen für Besucher zu schließen und, je nach personeller Situation vor Ort, unter Beachtung der Hygieneregeln nur für die Teilnehmenden an einer Beerdigung zu öffnen.

Es wird empfohlen, durch Aushang an den Friedhofseingängen an die Einhaltung der auch auf dem Friedhof zwingend geltenden Regelungen zur Kontaktbeschränkung hinzuweisen.

Auch wenn Zusammenkünfte und Gottesdienste in den Kirchen aufgrund der Regelungen des Freistaates momentan nicht möglich sind, so bedeutet dies nicht, dass Kirchen verschlossen bleiben müssen. Die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln sind jedoch auch dort zwingend einzuhalten, auf sie ist bereits am Eingang hinzuweisen. 

Krankenhaus-, Altenpflegeheim- und andere Seelsorgebereiche
Die mit der Krankenhaus- oder Altenpflegeheimseelsorge in unserer Landeskirche beauftragten haupt- oder nebenamtlich tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. Seelsorgerinnen und Seelsorger haben die fortlaufend aktualisierten Mitteilungen und Bestimmungen der Klinik- und Heimleitungen bzw. Gesundheitsämter der Landkreise zu beachten. Zudem ist es nötig, sich mit den Klinik- oder Einrichtungsleitungen zur Dienstwahrnehmung abzustimmen. Für die vielerorts eingerichteten Eingangskontrollen ist ein Dienstausweis notwendig bzw. eine Bescheinigung. Fragen der Erreichbarkeit und der Rufbereitschaft sind in dieser Situation besonders umsichtig zu klären und mit den Kollegen/-innen (in ökumenischer Verbundenheit) und dem Klinikpersonal zu kommunizieren. Das gilt in entsprechender Anwendung auch für andere Seelsorgebereiche.  

Besondere Anweisungen zum Gesundheitsschutz für sie persönlich und für andere sind zu beachten (bspw. Mundschutz, Handschuhe). Wer zu einer Risikogruppe gehört, möge in besonderer Weise auf sich achten und sich bei direkten Kontakten zurücknehmen. Auf Gottesdienste, Andachten und weitere Gruppenangebote in Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen muss derzeit verzichtet werden.

Räume der Stille
Umso wichtiger können – wo vorhanden - geöffnete Räume der Stille sein, in denen ermutigende Texte, biblische Worte und weitere hilfreiche Impulse ausliegen. In Einrichtungen ohne diese Möglichkeiten kann nach anderen angemessenen Zeichen der Aufmerksamkeit und Ermutigung geschaut werden. Wichtig ist, dass trotz aller notwendigen Einschränkungen deutlich wahrnehmbar bleibt, dass unsere Kirche in dieser Krisensituation den Kranken und Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und den Mitarbeitenden für seelsorgliche Kontakte zur Verfügung steht.

Seelsorgebesuche
Für Gemeindepfarrer sind Besuche in Alten- und Pflegeheimen derzeit nur sehr eingeschränkt, bspw. bei Sterbebegleitung zugelassen.

Für häusliche Besuche bzw. Kontakte gilt lt. Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung vom 31.3.2020, dass dringend erforderliche seelsorgerische Betreuung möglich bleibt bei hilfsbedürftigen Menschen, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen. Sterbende können begleitet werden. In jedem Fall ist der Schutz der betroffenen Personen durch die Abstands- und Hygieneregeln immer mit zu bedenken.

Da Patienten in Kliniken und Bewohner von Altenpflegeheim derzeit nicht oder nur sehr eingeschränkt von Angehörigen oder Freunden besucht werden können, können beauftragte Seelsorger zu Vermittlern werden, bspw. über die Herstellung von virtuellen Kontakten. Für Bewohner von Altenpflegeheimen können Besuchsdienstgruppen ermutigt werden, Telefonpatenschaften einzurichten.

Seelsorgekontakte per Telefon und anderen Medien
Telefonpatenschaften können auch für die Kontakte zu kranken, pflegebedürftigen, alten oder alleinlebenden Menschen in den Kirchgemeinden von großer Bedeutung sein. Denn ein regelmäßiger und verlässlicher telefonischer Kontakt kann entscheidend helfen, die Zeit der Beschränkungen zu bewältigen. Außerdem können so andere Dienste, bspw. Einkaufsdienste vermittelt werden. Empfohlen werden Hinweise an Helfergruppen in den Kirchgemeinden, mit hilfebedürftigen Menschen Kontakt aufzunehmen, um ihren Bedarf nach seelsorglicher Begleitung zu erfragen. Über gute Erfahrungen wird auch bei der Zusammenarbeit mit Pflegediensten zur Vermittlung seelsorglicher Kontakte berichtet. Zudem können Pfarrerinnen und Pfarrer Vorlagen für persönliche Hausandachten oder Lesevorlagen als Glaubenshilfe bereitstellen, die man jenen Personen zukommen lassen kann, die davon Gebrauch machen können.

Kontakte zu Menschen mit dementieller Erkrankung
Für dementiell erkrankte Menschen sind Bezüge zu früheren Lebensphasen wichtig. So können Grüße mit persönlichen Fotos oder Bilder von vertrauten Ansichten (bspw. Ortskirche) hilfreich sein. Bekannte Texte (Choraltexte, Psalm 23, Vaterunser) können mit einer entsprechenden Bitte den Heimleitungen zugeleitet werden.

Hinweise für Berufe im Verkündigungsdienst
Unter Nutzung der neuen medialen Möglichkeiten, können auch Gemeindepädagoginnen oder Kantoren im Kontakt mit Kindern und jungen Menschen bzw. Chormitgliedern und Mitgliedern von Instrumentalkreisen vielfältige Formen des Austauschs entwickeln, die seelsorglichen Charakter haben können.

Seelsorge in Kirchen
Kirchen sind zu bestimmten Zeiten geöffnet für Zeiten der Stille und für das persönliche Gebet. Dort sollten Hinweise zu den seelsorglichen Kontaktmöglichkeiten mit der zuständigen Pfarrerinnen bzw. dem Pfarrer zu finden sein.

Seelsorgeangebote für alle
In dieser Zeit sind Ängste allgegenwärtig und normal. Darüber sich auszutauschen hilft bei der Bewältigung. Wer dazu in der Lage ist, sollte ermutigt werden, selber zum Telefon zu greifen und bekannte Personen anzurufen oder die elektronischen Medien zum Austausch zu nutzen.

Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Beraterinnen und Berater der Ev.-Luth. Landeskirche, des Bistums Dresden-Meißen und der Diakonie Sachsen sind über ein ökumenisches „Corona-Seelsorgetelefon“ zu erreichen von Montag bis Freitag von 9.00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0351 / 89692890.

Damit wird der Dienst der bestehenden Telefonseelsorge ergänzt, der nach wie vor rund um die Uhr unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 zu erreichen ist.

Viele Kirchgemeinden veröffentlichen durch Aushänge und im Internet Hinweise zu seelsorglichem Beistand.  

Notfallseelsorge
Für Personen, die in der Notfallseelsorge tätig sind, gilt weiterhin, dass sie von den Leitstellen der Rettungsdienste und der Polizei in Notfällen beauftragt werden können, sich an den notwendigen Einsatzort zu begeben, um Menschen nach einem Unfall, erfolgloser Reanimation, Suizid, Katastrophenfall oder nach sonstigem plötzlichen Notfall beizustehen. Sie haben sich entsprechend auszuweisen bzw. eine Bescheinigung zu ihrem Dienst vorzulegen.Auch hier gelten die derzeitigen Abstands- und Hygieneregeln.

Aufgrund der aktuellen Lage werden Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Mitarbeitende in Kirchgemeinden gebeten, ihre Erreichbarkeit sicherzustellen und auf geeignete Weise in der Kirchgemeinde bekannt zu machen. 

Diese Hinweise gelten für die Anstellungsträger der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Beschäftigungsverhältnisse gemäß der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDVO) - Neue Informationen vom 20. April 2020: 

Arbeitsverhinderung von Mitarbeitenden wegen Kinderbetreuung

Seit 18. März 2020 dürfen die Schulen, einschließlich Hort sowie Kindertagesstätten im Freistaat Sachsen zur Vermeidung der Ausbreitung des Corona-Virus nur noch zur „Notbetreuung für Angehörige der kritischen Infrastruktur, die Kinder mit Betreuungsbedarf haben“, geöffnet werden.

Für alle anderen Mitarbeitenden bedeutet dies, dass sie die Betreuung der Kinder während der Schließung von Schule, Hort und Kindertagesstätte selbst absichern müssen.

Mit Wirkung vom 30. März 2020 wurde das Infektionsschutzgesetz dahingehend geändert, dass bei einer Arbeitsverhinderung zur Betreuung des eigenen Kindes wegen o.g. Schließung ein Entschädigungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden kann. Die Beantragung dieses Entschädigungsanspruchs kann erst geprüft werden, wenn alle Möglichkeiten zum Ausgleich der Verhinderung an der Arbeitsleistung  in Anspruch genommen wurden (Inanspruchnahme von Überstunden, Mehrarbeitsstunden, Ausschöpfung der Regelung von Arbeitszeitkonten, Inanspruchnahme von nicht verplanten Urlaub oder Homeoffice).

Die besonderen Voraussetzungen zur Inanspruchnahme dieser neuen Entschädigungszahlung, das Antragsverfahren sowie das Erstattungsverfahren wurden im angefügten Informationsblatt zusammengefasst. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine unbezahlte Freistellung nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub) in Anspruch zu nehmen, wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten.

Quarantäne, Tätigkeitsverbot von Mitarbeitenden oder Schließung der Dienststelle

Mitarbeitende, für die gemäß § 30 IfSG eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot gemäß
§ 31 IfSG angeordnet wurde und die einen Verdienstausfall erleiden, erhalten Entgeltfortzahlung für einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen gemäß §§ 56 ff IfSG.

Das Arbeitsentgelt ist vom Anstellungsträger weiterzuzahlen. Der Erstattungsantrag ist spätestens 3 Monate nach Beginn der Maßnahme bei der Landesdirektion Sachsen zu beantragen. Es wird empfohlen einen Antrag auf Vorschusszahlung bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen. Weiterführende Informationen sowie die entsprechenden Anträge finden Sie auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen.

Im Falle einer Quarantäne könnten Dienststellen von heute auf morgen nicht mehr besucht werden bzw. ganze Dienststellen geschlossen werden. Sie werden gebeten, Ihre Mitarbeitenden darauf hinzuweisen die Möglichkeit des E-Mail-Abrufs über den Web-Browser von zu Hause im Vorfeld zu testen, so dass sie im Fall einer Quarantäne notwendige E-Mails weiterhin empfangen bzw. versenden sowie Informationen des Anstellungsträgers erhalten können.

Die Einrichtung kann wie folgt erläutert werden:

  • Internetadresse: https://cnmail.evlks.de aufrufen
  • auf der folgenden Anmeldeseite mit evlks-E-Mailadresse und zugehörigen Passwort anmelden
  • bei der ersten Anmeldung den Anweisungen auf dem Bildschirm (Zeitzone und Sprache auswählen) folgen
  • automatisches Öffnen des eigenen Posteingangs (grundlegende Einstellungen und weitere Funktionen sind verfügbar).

Die Hinweise zum Datenschutz vom Datenschutzbeauftragen für Kirche und Diakonie Herrn Pierre Große vom 17. März 2020 sind zu beachten.

Umgang mit dem Verdacht auf Kontakt mit einer infizierten Person

Wenn Mitarbeitende erfahren, dass Personen zu denen sie Kontakt hatten, infiziert sind oder diese Kontakt zu anderen infizierten (oder positiv getesteten) Personen hatten, ist der Anstellungsträger sowie das zuständige Gesundheitsamt umgehend zu informieren. Für die Zeit bis zum Erhalt des Testergebnisses, maximal für drei Tage, ist eine bezahlte Freistellung zu gewährleisten.

Sollten der Anstellungsträger von den Mitarbeitenden die Mitteilung erhalten, dass ein längeres Fernbleiben vom Arbeitsplatz erforderlich ist, ist zu prüfen, ob andere Möglichkeiten zum Ausgleich der Arbeitsverhinderung (in Anspruch genommen werden können Inanspruchnahme von Überstunden, Mehrarbeitsstunden, Ausschöpfung der Regelung von Arbeitszeitkonten, Inanspruchnahme von nicht verplanten Urlaub oder Homeoffice). Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer unbezahlten Freistellung nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub), wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten.

Das Landeskirchenamt hat sich darauf verständigt, dass in Zweifelsfällen bei mittelbarem Kontakt mit Infizierten bzw. positiv getesteten Personen, abgestellt auf das jeweils bestehende Gefährdungspotential, Mitarbeitende durch den Anstellungsträger bis zu 14 Tage bezahlt freigestellt werden können. Es wird empfohlen, entsprechend zu verfahren.

Rückkehr aus einem Risikogebiet

Mitarbeitende, die aus einem vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiet zurückkehren, haben den Anstellungsträger vor Arbeitsaufnahme zunächst telefonisch oder elektronisch frühestmöglich sowie das zuständige Gesundheitsamt zu informieren.

Die vorgenannten Hinweise zur Freistellung sowie zum Fernbleiben vom Arbeitsplatz gelten gleichermaßen, außer bei einer bewussten Einreise in ein als Risikogebiet eingestuftes Gebiet. Hier hat die Freistellung komplett als unbezahlte Freistellung (Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO) zu erfolgen, soweit nicht eigener Urlaub oder Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben angerechnet werden.

Mitarbeitende mit Anzeichen eines grippeähnlichen Infekts

Mitarbeitende, die deutliche Anzeichen eines grippeähnlichen Infekts aufweisen, sollten das vor Arbeitsaufnahme telefonisch oder elektronisch dem Anstellungsträger anzeigen. Der Anstellungsträger sollte darauf hinwirken, dass sofort ein Arzt aufgesucht wird. Bis zu drei Tagen kann eine bezahlte Freistellung erfolgen (sog. Karenztagregelung). Bei Krankschreibung gilt das normale Verfahren.

Zur Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat zur Unterstützung in Folge der Corona-Pandemie neue Regelungen zur Kurzarbeit (Kurzarbeitergeld) ergänzend zu den Regelungen der §§ 95 bis 109 SGB III im Eilverfahrungen beschlossen „zur Bewältigung außergewöhnlicher Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt“. Die Änderungen gelten bis 31. Dezember 2021.

Grundsätzlich gilt, dass Kurzarbeit von Anstellungsträgern in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens nur als letztes Mittel genutzt werden sollte, wenn andere Möglichkeiten der Beschäftigung nicht mehr bestehen (z.B. in Rüstzeitheimen). Vor Beratung in den entscheidenden Gremien der Anstellungsträger (Kirchenvorstände u.ä.) sowie vor Einbeziehung der Mitarbeitervertretung sollte zwingend die Beratung der Zentralstelle für Personalverwaltung in Anspruch genommen werden. Wir bitten Sie dazu die Information sowie Muster zur Beteiligung der Mitarbeitervertretung und Information an die Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Die Ausarbeitung bezieht sich auf den Stand 30. März 2020. Weitere Anpassungen können folgen.

Zu Dienstausweisen und Passierscheinen

Es wird darauf hingewiesen, dass die Bewegungsfreiheit zur Ausübung beruflicher Tätigkeit nicht eingeschränkt ist und generell auch aufrechterhalten werden muss. Für Pfarrerinnen und Pfarrer werden in der Superintendentur Dienstausweise ausgestellt. Für Mitarbeitende haben alle Dienststellen (Einrichtungen, Kirchgemeinden) eine Vorlage für eine Bestätigung über Fahrten vom Wohnort zur Arbeitsstelle erhalten, die sie für ihre Mitarbeitenden nutzen können.

 

Diese Hinweise gelten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, den Kirchenbezirken und Kirchgemeinden, die unter den Geltungsbereich der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDVO) fallen und im Zusammenhang mit dem Coronavirus an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert sind:

Mit den nun notwendigen Schritten zur Aussetzung und Schließung von Kindertagesstätten und Schulen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, möchten wir dazu sowie zu weiteren Fragen nachfolgende Informationen zur Verfügung stellen.

Alle Mitarbeitenden sind aber gebeten, die weitere Entwicklung achtsam zu verfolgen und die Veröffentlichungen der Homepage der Landeskirche zu beachten.

Neue Informationen vom 20. April 2020:

Betreuung des eigenen Kindes während der Schließung von Schulen, einschließlich Hort sowie Kindertagesstätten 

Seit 18. März 2020 dürfen die Schulen, einschließlich Hort sowie Kindertagesstätten im Freistaat Sachsen zur Vermeidung der Ausbreitung des Corona-Virus nur noch zur „Notbetreuung für Angehörige der kritischen Infrastruktur, die Kinder mit Betreuungsbedarf haben“ geöffnet werden.

Für alle anderen Mitarbeitenden bedeutet dies, dass sie die Betreuung der Kinder während der Schließung von Schule, Hort und Kindertagesstätte selbst absichern müssen.

Mit Wirkung vom 30. März 2020 wurde das Infektionsschutzgesetz dahingehend geändert, dass bei einer Arbeitsverhinderung zur Betreuung des eigenen Kindes wegen o.g. Schließung ein Entschädigungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden kann. Die Beantragung dieses Entschädigungsanspruchs kann erst geprüft werden, wenn alle Möglichkeiten zum Ausgleich der Verhinderung an der Arbeitsleistung in Anspruch genommen wurden (Inanspruchnahme von Überstunden, Mehrarbeitsstunden, Ausschöpfung der Regelung von Arbeitszeitkonten, Inanspruchnahme von nicht verplanten Urlaub oder Homeoffice).

Die besonderen Voraussetzungen zur Inanspruchnahme dieser neuen Entschädigungszahlung, das Antragsverfahren sowie das Erstattungsverfahren wurden im angefügten Informationsblatt zusammengefasst. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine unbezahlte Freistellung nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub) in Anspruch zu nehmen, wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten.

Informationen vom 16. März 2020:

Kindertagesstätte oder Schule des eigenen Kindes unter Quarantäne oder aus sonstigen Gründen geschlossen

 

Wenn die Beaufsichtigung oder Betreuung des Kindes erforderlich ist und eine andere geeignete Aufsichtsperson nicht zur Verfügung steht, kann die Dienststellenleitung die Mitarbeitenden frei stellen. Bis zu drei Arbeitstagen erfolgt die Freistellung unter Fortzahlung des Entgelts. Nach den drei Arbeitstagen kann eine weitere Freistellung unbezahlt nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub) erfolgen, wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten. Alternativ kann mit der Dienststelle die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben oder Urlaub abgestimmt werden. Mitarbeitende wenden sich daher bitte an ihre Dienststelle bzw. Vorgesetzten und zeigen das Erfordernis der Freistellung an bzw. beantragen die weiteren genannten Maßnahmen.

Quarantäne oder Tätigkeitsverbot eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin

Mitarbeitende, für die gemäß § 30 Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot gemäß § 31 IfSG angeordnet wurde, erhalten Entgeltfortzahlung für einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen.

Quarantäne für das eigene Kind

Wenn für das eigene Kind gemäß § 30 Absatz 1 Satz 2 IfSG eine Quarantäne angeordnet wurde, für den Beschäftigten aber nicht, kann keine Entgeltfortzahlung erfolgen. Hier besteht ein Freistellungsanspruch nach § 45 SGB V für längstens zehn Arbeitstage im Jahr bzw. für Alleinerziehende längstens 20 Arbeitstage. Bei einer Privatversicherung des Kindes besteht ein bezahlter Freistellungsanspruch nach § 27 Absatz 1 Buchst. f Doppelbuchst. bb KDVO bis zu vier Arbeitstagen im Jahr. Wenn das Kind über 12 Jahre ist, besteht ein bezahlter Freistellungsanspruch nach § 27 Absatz 1 Buchst. f Doppelbuchst. aa KDVO von einem Arbeitstag im Jahr.

Mitarbeitende werden gebeten rechtzeitig anzuzeigen, wenn darüber hinaus eine weitere Arbeitsverhinderung besteht, damit die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO geprüft werden kann.

Quarantäne für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen

Erfolgt eine Quarantänemaßnahme gegenüber einem pflegebedürftigen nahen Angehörigen, besteht für Mitarbeitende ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung für bis zu 10 Arbeitstage (§ 2 PflegeZG). Voraussetzung ist, dass die Freistellung erforderlich ist, um für den pflegebedürftigen nahen Angehörigen in der akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine pflegerische Versorgung sicherzustellen. Durch die Pflegekasse des Pflegebedürftigen kann auf Antrag ein Pflegeunterstützungsgeld gezahlt werden. Darüber hinaus ist die Gewährung einer Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO möglich.

Was geschieht, wenn die Dienststelle unter Quarantäne gestellt oder aus sonstigen Gründen geschlossen wird?

Bei der Schließung der Dienststelle durch eine behördliche Anordnung oder durch eine anderweitige Entscheidung behalten Mitarbeitende grundsätzlich ihren Entgeltanspruch. Soweit es möglich ist, kann verlangt werden, dass Mitarbeitende die Arbeit von einem anderen Arbeitsplatz aus (z. B. von zu Hause in Form des Homeoffice) fortsetzten. Das ist von der Dienststellenleitung zu prüfen. Mitarbeitende werden gebeten, die Informationen ihrer Dienststelle aufmerksam zu verfolgen. 

Verdacht auf Kontakt mit einer infizierten Person

Wenn Mitarbeitende erfahren, dass Personen zu denen sie Kontakt hatten, infiziert sind oder diese Kontakt zu anderen infizierten (oder positiv getesteten) Personen hatten, muss das der Dienststelle bzw. dem Vorgesetzten umgehend mitgeteilt werden. Das zuständige Gesundheitsamt ist zu informieren und erforderlichenfalls ein entsprechender medizinischer Test durchführen zu lassen. Für die Zeit bis zum Erhalt des Testergebnisses, maximal für drei Tage, erfolgt eine bezahlte Freistellung.

Sollte ein längeres Fernbleiben vom Arbeitsplatz erforderlich werden, ist die Dienststelle bzw. der Vorgesetzte zu informieren. Es ist dann zu prüfen, ob die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben, Nacharbeit oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO ermöglicht werden kann. Soweit es möglich ist, kann verlangt werden, dass Mitarbeitende die Arbeit von einem anderen Arbeitsplatz aus (z. B. von zu Hause in Form des Homeoffice) fortsetzten.

Für Kindertagesstätten haben Kommunen zum Teil eigene Regelungen zur Erstattung von Personalkosten für einen längeren Zeitraum, in der Regel von 14 Tagen, getroffen. Insoweit bitten wir die Kirchgemeinden bzw. diakonische Träger ihre Vorgehensweise mit den Kommunen abzustimmen.

Rückkehr aus einem Risikogebiet

Mitarbeitende, die aus einem vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiet zurückkehren, zeigen das der Dienststelle bzw. dem Vorgesetzten frühestmöglich und vor Arbeitsaufnahme zunächst telefonisch oder elektronisch an und melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt. Zur Klärung, ob eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, erfolgt eine bezahlte Freistellung bis zu drei Tagen. Sollte ein längeres Fernbleiben vom Arbeitsplatz erforderlich werden, ist die Dienststelle bzw. der Vorgesetzte zu informieren. Es ist dann zu prüfen, ob die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben, Nacharbeit oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO ermöglicht werden kann. Soweit es möglich ist, kann verlangt werden, dass Mitarbeitende die Arbeit von einem anderen Arbeitsplatz aus (z. B. von zu Hause in Form des Homeoffice) fortsetzten.

Das gilt auch für Mitarbeitende, die in eine Region eingereist sind, die vor der Einreise als Risikogebiet eingestuft wurde, allerdings erfolgt dann insgesamt eine unbezahlte Freistellung soweit nicht eigener Urlaub oder Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben angerechnet werden.

Für Kindertagesstätten haben Kommunen zum Teil eigene Regelungen zur Erstattung von Personalkosten für einen längeren Zeitraum, in der Regel von 14 Tagen, getroffen. Insoweit bitten wir die Kirchgemeinden bzw. diakonische Träger ihre Vorgehensweise mit den Kommunen abzustimmen.

Dienstreisen

Dienstreisen sollten möglichst verschoben werden. Dienstreisen in Regionen, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft wurden, müssen unterbleiben.

In eigener Sache

Mitarbeitende, die deutliche Anzeichen eines grippeähnlichen Infekts aufweisen, zeigen das bitte vor Arbeitsaufnahme telefonisch oder elektronisch der Dienststelle bzw. dem Vorgesetzten an und begeben sich zum Arzt. Bis zu drei Tagen kann eine bezahlte Freistellung erfolgen (sog. Karenztagregelung). Bei Krankschreibung gilt das normale Verfahren.

Das Landeskirchenamt hat sich darauf verständigt, dass in Zweifelsfällen bei mittelbarem Kontakt mit Infizierten bzw. positiv getesteten Personen abgestellt auf das jeweils bestehende Gefährdungspotential Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Dienststellenleitung bzw. den Vorgesetzten bis zu 14 Tage bezahlt freigestellt werden können. Es wird empfohlen, entsprechend zu verfahren.

Kostenloser Zugang zum Evangelischen Medienportal Sachsen (www.medienzentralen.de)

Das Evangelische Medienportal Sachsen hält digitale Medien für die Bildungsarbeit in Kirchgemeinde und Schule bereit.

Religionspädagog*innen im Schuldienst und pädagogische Mitarbeitende in Kirchgemeinden in Sachsen haben ab sofort die Möglichkeit, sich kostenlos im Medienportal für ein Kurzzeit-Abonnement anzumelden. Das Abonnement erhalten Sie kostenlos und können bis einschließlich 30.06.2020 die dort verfügbaren Medien nutzen. Alle weiteren Nutzungsbedingungen erfahren Sie in den AGB des Medienportals, oder auf Nachfrage per E-Mail in der EMZ Sachsen.

Melden Sie sich an unter www.medienzentralen.de. Wichtig! Geben Sie im Feld "Mitteilung an die Medienzentrale / Anmeldeinfo" bei der Registrierung folgenden Anmeldecode ein: "TEMP2020". Die Laufzeit des Abonnements wird nachträglich vom Personal der Medienzentrale angepasst und die Gebühr erlassen.

GEMA: YouTube / Social Media Plattformen Facebook & Instagram 

Das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen von Online-Gottesdiensten oder Andachten auf diesen Plattformen sowie das Streaming oder der Download dieser Werke ist über die bestehenden Verträge mit den entsprechenden Betreibern abgegolten. Auf die Kirchengemeinden kommen somit keine Kosten zu.

GEMA: Eigene Homepage / Website

Die GEMA hat sich entschlossen, für die Zeit, in der die Gottesdienste nicht vor Ort durchgeführt werden können, die Nutzung von urheberechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen des Streamings oder des Downloadens über die Kirchengemeinde-eigenen Websites durch die bestehenden Pauschalverträge als abgegolten zu betrachten.

Die Art der Musikwiedergabe, live z.B. durch den Organist oder durch Tonträger, ist dabei unerheblich.

Die GEMA hat sich hier bisher nicht im Detail zu einzelnen Diensten (über Youtube, Facebook & Instagram hinaus) geäußert, die zum Streaming auf Webseiten genutzt werden können. Wenn Sie oder Ihre Gemeinden spezielle Dienste einsetzen möchten und unsicher wegen der Nutzung sind, geben Sie uns dazu gerne eine Info und wir klären weitere Details dazu mit der GEMA ab.

Weitere Rechte

Alle weiteren Rechte der Personen, die bei der Erstellung des Gottesdienstes mitwirken, bleiben natürlich bestehen:

Selbstverständlich müssen die Personen (z.B. Kameramann, Musiker etc.) mit dem Vorgehen des Streamings / Downloads einverstanden sein. Ferner gilt das Datenschutzgesetz (für den Fall, dass Besucher anwesend sein sollten).

Nutzung von Noten & Liedtexten (VG Wort)

Die Nutzung von Noten und Liedtexten ist in dem Umfang erlaubt, der Ihnen mit der gestrigen Mail mitgeteilt wurde. Bitte beachten Sie, dass die Noten und Texte nicht länger als 72 Stunden online verfügbar oder zum Download bereitstehen dürfen.

Stand:19.03.2020; Quelle: EKD

Aktuelle Informationen für die Landeskirche (chronologisch)

Hier finden Sie die jeweils aktuellen Hinweise und Informationen für den Umgang mit der Corona-Pandemie in Kirchgemeinden und kirchlichen Arbeitsbereichen in chronologischer Form. Die jeweils neuesten Informationen finden Sie ganz oben, vor jedem Text ist das Datum der Erstellung notiert. Aus Gründen der Transparenz und Nachvollziehbarkeit lassen wir aber alle Informationen stehen, auch wenn Sie durch die veränderte Lage inzwischen nicht mehr aktuell sind. Die Hinweise sind als Handlungsempfehlungen der Landeskirche an die Kirchgemeinden zu verstehen. Sie ersetzen nicht die verantwortliche Entscheidung in den Kirchgemeinden vor Ort, die ggf. anhand von Einzelfällen geprüft werden muss. Bitte beziehen Sie auch Superintendenten und Regionalkirchenamtsleiter in die Beratungen mit ein. Darüber hinaus können Sie Fragen und Hinweise zunächst direkt an kirche@evlks.de richten.

Zur Verordnung (Sächsische –Corona-Schutz-Verordnung) und der Allgemeinverfügung (Verbot von Versammlungen) des SMS vom 31.03.2020  

Die Regelungen stehen in der Kontinuität mit vorangegangenen Regelungen. Die häusliche Unterkunft darf (und muss ggf. sogar) bei Vorliegen triftiger Gründe verlassen werden. Solche Gründe sind z.B. die Ausübung beruflicher Tätigkeiten (einschließlich der Hin- und Rückwege) und – für uns als Kirche von besonderer Bedeutung – die Inanspruchnahme dringend erforderlicher seelsorgerlicher Betreuung. Nach wie vor ist es dringend geboten, die allgemeinen Verhaltensregeln (Hygienevorschriften, mindestens 1,5 m Abstand, unterwegs nur mit Ehepartnern bzw. Angehörigen des eigenen Hausstandes) einzuhalten. Gegen offene Kirchen ist nichts einzuwenden, es dürfen aber keine Zusammenkünfte organisiert oder die vorstehenden Schutzmaßnahmen unterlaufen werden. Es empfiehlt sich auch, am Eingang der Kirche durch eine Person auf die besonderen Umstände und Regeln in der Kirche hinzuweisen.

Konfirmationsgottesdienste

Die Konfirmationen werden in Sachsen laut Konfirmationsordnung zwischen Palmsonntag und Trinitatis gefeiert. Für das Jahr 2020 wurde dieser Zeitraum nun durch Beschluss des Kollegiums des Landeskirchenamtes bis zum Reformationstag (31. Oktober) verlängert. Die Verlegung des Termins der Konfirmation im Jahr 2020 bedarf eines Antrags durch die Kirchgemeinde, der Zustimmung des Superintendenten / der Superintendentin sowie der Genehmigung durch das Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens. Der Antrag kann formlos geschehen und per E-Mail erfolgen und gilt mit der Stellung als genehmigt. Es sollen damit keine zusätzlichen bürokratischen Hürden verbunden sein.

Ob Konfirmationsgottesdienste nach dem 20. April 2020 wieder möglich sein werden, kann derzeit nicht gesagt werden. Die Kirchgemeinden werden gebeten, hier im Austausch mit den Mitarbeitenden in der Konfirmandenarbeit und den Familien der Konfirmanden eine für alle nachvollziehbare Entscheidung zu treffen. Es gilt zu beachten, dass die Konfirmandenarbeit / der Konfirmandenunterricht in geeigneter Weise bis zur Konfirmation fortgeführt wird. Gewiss haben Sie dieses Anliegen bereits im Blick, wie die Konfirmandenzeit, die nun verlängert ist, auf eine gute Weise gestaltet werden kann.

Abendläuten

Die Kirchgemeinden werden gebeten, entsprechend Ihrer Läute-Ordnungen die bisherigen Zeiten des Geläuts beizubehalten. Eingeladen wird zum Abendgebet mit Landesbischof Tobias Bilz um 18 Uhr ein. Jedes Glockengeläut ist ein Ruf zum Gebet, welches derzeit die Situation und die Menschen mit einschließt, die sich ängstigen, die krank sind, die an wichtigen Stellen für andere Dienst tun oder die gerade aus dem Blickfeld geraten.

Zur Allgemeinverfügung des SMS vom 22.03.2020 – Ausgangsbeschränkungen

Die Allgemeinverfügung steht in der Kontinuität der vorangegangenen Allgemeinverfügungen. Die häusliche Unterkunft darf (und muss ggf. sogar) bei Vorliegen triftiger Gründe verlassen werden. Solche Gründe sind insbesondere die Ausübung beruflicher Tätigkeiten (einschließlich der Hin- und Rückwege) und – für uns als Kirche von besonderer Bedeutung – die Inanspruchnahme dringend erforderlicher seelsorgerlicher Betreuung. Nach wie vor ist es dringend geboten, die allgemeinen Verhaltensregeln (Hygienevorschriften, mindestens 1,5 m Abstand, Ehepartner bzw. Angehörige des eigenen Hausstandes) einzuhalten. Gegen offene Kirchen ist nichts einzuwenden, es dürfen aber keine Zusammenkünfte organisiert oder die vorstehenden Schutzmaßnahmen unterlaufen werden. Es empfiehlt sich auch, am Eingang der Kirche durch eine Person auf die besonderen Umstände und Regeln in der Kirche hinzuweisen.

Taufen und Bestattungen erfolgen in der Verantwortung der Kirchgemeinde und des Seelsorgers vor Ort. Taufbitten, die in diesen Tagen aus einem seelsorgerlichen Anliegen heraus erbeten werden, sind weiterhin möglich. Auch hier gilt, dass der Tauftermin in seelsorgerlicher Verantwortung entschieden und festgelegt wird. Abstände zwischen Personen müssen zum Schutz anderer eingehalten werden. Bei Trauerfeiern gilt dies entsprechend, wobei darauf hinzuweisen ist, dass an Trauerfeiern nur bis zu 15 Personen teilnehmen können, die zugleich nahe Angehörige („engster Familienkreis“) sind. Das Kondolenzbuch sollte geführt werden und kann zugleich als Anwesenheitsliste dienen.

Unverändert und unter Berücksichtigung der Allgemeinverfügung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 18.03.2020 gelten unsere Maßgaben für Bestattungen und Trauerfeiern gemäß unserer Veröffentlichung vom 16.03.2020 („Kasualien“): Bestattungen erfolgen nur im engsten Familienkreis am Grab. Trauerfeiern sollten nach Möglichkeit nachgeholt werden. Näheres finden Sie unter dem Stichwort "Kasualien".

Informationen auf unserer Website

Wir haben heute die Landeskirchliche Website zu den aktuellen Themen etwas umgebaut. Aktuelle Informationen finden Sie weiterhin auf dieser Seite. Zum einen sind die Meldungen hier nun chronologisch in einem Akkordeon angeordnet. Zum anderen aktualisieren wir auch einen thematischen FAQ-Katalog regelmäßig.

Auf einer weiteren Sonderseite haben wir nun auch zusammengestellt, wie kirchliches Leben und Gemeinschaft in der aktuellen Zeit funktionieren und gelebt werden kann. Hier nehmen wir gern die Ideen aus Ihren Kirchgemeinden mit auf.

Fragen zur Beantragung von Kurzarbeit

Uns erreichen viele Anfragen zum Thema Kurzarbeit, u.a. aus Einrichtungen und Kirchgemeinden. Grundsätzlich gilt: Kurzarbeit sollte in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens von Anstellungsträgern nur dann als letztes Mittel genutzt werden, wenn andere Möglichkeiten der Beschäftigung nicht mehr bestehen (z.B. in Rüstzeitheimen). Die Bundesregierung hat zur Unterstützung in Folge der Corona-Pandemie neue Regelungen zur Kurzarbeit (Kurzarbeitergeld) ergänzend zu den Regelungen der §§ 95 bis 109 SGB III im Eilverfahrungen beschlossen „zur Bewältigung außergewöhnlicher Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt“. Die Änderungen gelten bis 31. Dezember 2021. Die Ausarbeitung bezieht sich auf den Stand 19. März 2020. Weitere Anpassungen können folgen! Wir bitten Sie dazu die Information und Textbausteine für Mitarbeitervertretung und Arbeitnehmer zu berücksichtigen. 

Kirchenvorstände, die aufgrund der Corona-Verhaltensregeln nicht mehr zusammentreten können

In der jetzigen außergewöhnlichen Lage können die Kirchenvorstände im Außenverhältnis über ihren Vorsitzenden/stellvertretenden Vorsitzenden nach § 21 Absatz 1 KGO handeln, ohne dass Kirchenvorstandsbeschlüsse vorliegen. Hierbei handelt es sich um eine befristete Notgeschäftsführung, die im Moment erforderlich ist, bis die Kirchenvorstände wieder zusammen treten können und das Handeln ihres Vorsitzenden/stellvertretenden Vorsitzenden durch Beschlussfassung im Innenverhältnis nachträglich legitimieren. Es spricht nichts dagegen, über Telefonkontakte, E-Mail, Videokonferenzen Vorabsprachen durchzuführen, an denen möglichst viele KV-Mitglieder beteiligt sein sollten, um dem Vorsitzenden/stellvertretenden Vorsitzenden eine gewisse Handlungssicherheit besonders in den Fällen zu geben, in denen Diskussionsbedarf besteht. Es liegt dann in der Verantwortung der handelnden Personen, nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zu treffen. Da damit zu rechnen ist, dass die Corona-Verhaltensregeln auch zur zeitgleichen Quarantäne des Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes führen können, empfehlen wir, dass vorsorglich befristete Vollmachten an bis zu zwei weitere Kirchenvorstandsmitglieder erteilt werden, die nach § 21 Absatz 2 KGO vom Vorsitzenden des Kirchenvorstandes und einem weiteren Kirchenvorstandsmitglied unterzeichnet und gesiegelt werden. Die Erteilung und der Text der Vollmacht ist dem zuständigen Regionalkirchenamt per E-Mail anzuzeigen.

Der Text der Vollmacht könnte lauten: „Hiermit wird Herr/Frau …. (Adresse) bevollmächtigt, bis zum 31.05.2020 rechtsverbindliche Erklärungen für die Kirchgemeinde … abzugeben.“ Die jeweiligen Inhaber der Vollmacht sollten hiervon  nur im größten Ausnahmefall Gebrauch machen – eben wenn der Vorsitzende/stellvertretende Vorsitzende tatsächlich zeitgleich komplett ausfallen und unbedingte Handlungsnotwendigkeit besteht. 

Die vorstehenden Handlungsempfehlungen können auch auf die Kirchenbezirksvorstände vor dem Hintergrund der Regelung in § 17 Absatz 7 KBezG übertragen werden.

 

 

Studienleiter Uwe Hahn vom Theologisch-Pädagogischen Institut der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens zur Konfirmandenarbeit in Zeiten von Corona.

In Anbetracht der aktuellen Situation und des schmerzlichen Verzichts vieler Kirchgemeinden auf das Feiern von Gottesdiensten hat das Landeskirchenamt ein Wort zum Sonntag Lätare verfasst. 

Wir bitten darum, dass kirchgemeindliche und auch andere Formen und Angebote in der gemeindepädagogischen Arbeit mit Kindern sich grundsätzlich  an den Empfehlungen und Maßnahmen der Gesundheits,- und Schulbehörden orientieren. Eventuell kann geprüft werden, ob Maßnahmen zur Betreuung von Kindern in Rücksprache mit Eltern gewollt und in der Gemeinde möglich sind. Möglich könnten offene Gemeinderäume sein oder offene Kirchen für Gebete eben auch mit Kindern oder für die Seelsorge.

Wir empfehlen aus gemeindepädagogischer Sicht, die Familien unserer Gemeinden die im Moment und künftig zu Hause mit Kindern in Quarantäne sein müssen, so gut es eben geht zu unterstützen. Bitte nutzen Sie digitale Möglichkeiten, um mit Kindern und deren Eltern regelmäßig in Kontakt zu bleiben, um sie zu ermutigen, zu unterstützen und zu beraten.

Unsere Botschaft heißt: Eure Kirche ist für Euch da. Wir sind als Christen nicht allein gelassen, sondern bleiben auch untereinander verbunden. Es wäre gut, wenn Familien neben Briefen und Mails von den Gesundheitsämtern und Schulen auch durch ihre Gemeinden angesprochen werden.

Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie weitere Ideen haben, wie wir in der Arbeit mit Kindern und Familien in unserer Landeskirche in den nächsten Wochen und Tagen unterstützend agieren können. Alle guten Ideen sind willkommen. Wir müssen einander helfen!

  • Wenn möglich, geben Sie Empfehlungen für Bücher, Hörbücher, Gebete, Segenstexte, Lieder und Spiele. Wichtig können auch grundsätzliche Hinweise sein zum Umgang mit den Kindern zu Hause (miteinander sprechen, Rituale schaffen, zuhören, erklären, beruhigen, Ängste aufnehmen: Hinweise von Unicef)
  • Bitte überlegen Sie, ob religiöse Bildungsangebote für Kinder anstelle von Gruppenstunden online ermöglicht werden können oder Anregungen im Netz zur Verfügung gestellt werden könnten. Vielleicht können auch Kindergottesdienste, Vorlesestunden und Gestaltungsanregungen für Kinder im Internet gestreamt werden als Angebot der Gemeinde oder des Kirchenbezirks. Falls dies möglich ist, bitten wir um Rückmeldung, damit wir in den überregionalen Medien möglicherweise darauf hinweisen können.
  • Wir empfehlen freiwerdende Arbeitskontingente als Telefonzeiten für Kinder, Eltern und Großeltern einzurichten und zu veröffentlichen - für Beratung und seelsorgerliche Gespräche. Auch hier gilt: Wir bleiben in Kontakt und sind nicht allein.
  • Im Anhang finden Sie die Anleitung zu einer ganzheitlichen Segensform, die in den Familien praktiziert werden kann. Andere gute und geeignete Ideen gibt es bestimmt bei Ihnen und Euch an vielen Stellen. Weitere Empfehlungen für Eltern und Kinder im Netz finden sich unter z.B. unter  www.eliport.de oder www.familiensonntag.org und www.hallo-benjamin.de
  • Gemeinsam mit dem Theologisch-Pädagogischen-Institut in Moritzburg wird im Moment überlegt, wie in den kommenden Wochen weitere Unterstützung und Hinweise für Ihren Dienst in den Kirchenbezirken in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden kann.

Für viele Menschen bringt die aktuelle Krisenlage große Verunsicherungen bis hin zu konkreten Ängsten mit sich. Wir erleben wie angespannt viele Menschen sind und wie sehr sie nach Sicherheiten suchen. Dem muss seelsorglich angemessen begegnet werden.

In seelsorglichen Kontakten gilt auch jetzt, was immer gilt: Ängste sind ernst zu nehmen und Beschwichtigungen müssen unterbleiben. Nur der oder die Betroffene selbst kann die eigenen Gefühle beschreiben und bewerten, die sie oder ihn derzeit bewegen.

Tröstung hat als Voraussetzung den Vorsatz, sich ganz dem Betreffenden zu widmen: ihn bzw. sie ganz ernst zu nehmen, Zeit zu haben und zuzuhören. Dabei bleibt wichtig, sich aller Wertungen und unerbetener Ratschläge zu enthalten.

Es sind jetzt vielfach alte Menschen, die in besondere Not geraten. Das gilt insbesondere für jene, die ohnehin oft allein sind. Zu ihrer Verunsicherung und der großen Auslastung von Pflegekräften kommt nun auch der Wegfall sonstiger sozialer Kontakte, für die bspw. Besuchsdienste der Kirchgemeinden gesorgt haben.  

Empfohlen werden altbewährte Mittel. Mitarbeitende von Besuchsdiensten können Briefe oder Kartengrüße senden. Pfarrerinnen und Pfarrer sowie alle im Verkündigungsdienst der Kirchgemeinde stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können Andachten, meditative Texte, Bibelworte, repräsentative Zitate oder Gebete in schriftlicher Form zur Verfügung stellen, die nach Absprache in den Pflegeeinrichtungen verteilt oder gezielt an Bewohner versandt werden können. Das gilt ebenso für Gemeindeglieder, die zu Hause gepflegt werden bzw. auf Zuwendung anderer in ihrer häuslichen Umgebung angewiesen sind.

Bei den sonst üblichen Besuchen zu Geburtstagsjubiläen von älteren Gemeindegliedern muss derzeit auf den persönlichen Kontakt vor Ort verzichtet werden. Hier können persönliche Grußkarten, wie vielerorts bereits üblich, eine angemessene Alternative sein.

Die für einen Besuch eingeplante Zeit kann jedoch auch für einen Anruf bei den Jubilaren bzw. Jubilarinnen genutzt werden.

Besuchsdienste kennen in der Regel die Möglichkeit, zu hilfebedürftigen Gemeindegliedern telefonisch Kontakte zu pflegen. Was sich bewährt hat, kann jetzt unter den derzeitigen Gegebenheiten ausgebaut werden, indem Besuchspatenschaften in Telefonpatenschaften übergehen bzw. erweitert werden. Andernorts kann es vielleicht gelingen, für besonders bedürftige Menschen Patenschaften neu einzurichten ohne gleich eine Besuchsdienstgruppe ins Leben rufen zu müssen.

Dabei muss damit gerechnet werden, dass die Gemeindeglieder Fragen stellen, die sie in ihrem Glauben bewegen, wie bspw.: Was will Gott uns mit der aktuellen Krise sagen?

Ehrenamtliche müssen in ihrem Dienst weiterhin von Pfarrerinnen oder Pfarrern bzw. Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst begleitet werden, um solche Fragen zu reflektieren und die konkreten seelsorglichen Herausforderungen besprechen zu können.

Durch das Engagement haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeitender wird es auch in der aktuellen Krise möglich sein, denen durch seelsorgliche Zuwendung hilfreich zur Seite zu stehen, die in besondere Weise betroffen sind.

Diese Hinweise gelten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landeskirche, den Kirchenbezirken und Kirchgemeinden, die unter den Geltungsbereich der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDVO) fallen und im Zusammenhang mit dem Coronavirus an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert sind:

Mit den nun notwendigen Schritten zur Aussetzung und Schließung von Kindertagenstätten und Schulen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, möchten wir dazu sowie zu weiteren Fragen nachfolgende Informationen zur Verfügung stellen.

Alle Mitarbeitenden sind aber gebeten die weitere Entwicklung achtsam zu verfolgen und die Veröffentlichungen der Homepage der Landeskirche zu beachten.

 

Kindertagesstätte oder Schule des eigenen Kindes unter Quarantäne oder aus sonstigen Gründen geschlossen

Wenn die Beaufsichtigung oder Betreuung des Kindes erforderlich ist und eine andere geeignete Aufsichtsperson nicht zur Verfügung steht, kann die Dienststellenleitung die Mitarbeitenden frei stellen. Bis zu drei Arbeitstagen erfolgt die Freistellung unter Fortzahlung des Entgelts. Nach den drei Arbeitstagen kann eine weitere Freistellung unbezahlt nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub) erfolgen, wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten. Alternativ kann mit der Dienststelle die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben oder Urlaub abgestimmt werden.Mitarbeitende wenden sich daher bitte an ihre Dienststelle bzw. Vorgesetzten und zeigen das Erfordernis der Freistellung an bzw. beantragen die weiteren genannten Maßnahmen.

 

Quarantäne oder Tätigkeitsverbot eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin

Mitarbeitende, für die gemäß § 30 Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot gemäß § 31 IfSG angeordnet wurde, erhalten Entgeltfortzahlung für einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen.

 

Quarantäne für das eigene Kind

Wenn für das eigene Kind gemäß § 30 Absatz 1 Satz 2 IfSG eine Quarantäne angeordnet wurde, für den Beschäftigten aber nicht, kann keine Entgeltfortzahlung erfolgen. Hier besteht ein Freistellungsanspruch nach § 45 SGB V für längstens zehn Arbeitstage im Jahr bzw. für Alleinerziehende längstens 20 Arbeitstage. Bei einer Privatversicherung des Kindes besteht ein bezahlter Freistellungsanspruch nach § 27 Absatz 1 Buchst. f Doppelbuchst. bb KDVO bis zu vier Arbeitstagen im Jahr. Wenn das Kind über 12 Jahre ist, besteht ein bezahlter Freistellungsanspruch nach § 27 Absatz 1 Buchst. f Doppelbuchst. aa KDVO von einem Arbeitstag im Jahr.

Mitarbeitende werden gebeten rechtzeitig anzuzeigen, wenn darüber hinaus eine weitere Arbeitsverhinderung besteht, damit die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO geprüft werden kann.

 

Quarantäne für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen

Erfolgt eine Quarantänemaßnahme gegenüber einem pflegebedürftigen nahen Angehörigen, besteht für Mitarbeitende ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung für bis zu 10 Arbeitstage (§ 2 PflegeZG). Voraussetzung ist, dass die Freistellung erforderlich ist, um für den pflegebedürftigen nahen Angehörigen in der akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine pflegerische Versorgung sicherzustellen. Durch die Pflegekasse des Pflegebedürftigen kann auf Antrag ein Pflegeunterstützungsgeld gezahlt werden. Darüber hinaus ist die Gewährung einer Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO möglich.

 

Was geschieht, wenn die Dienststelle unter Quarantäne gestellt oder aus sonstigen Gründen geschlossen wird?

Bei der Schließung der Dienststelle durch eine behördliche Anordnung oder durch eine anderweitige Entscheidung behalten Mitarbeitende grundsätzlich ihren Entgeltanspruch. Soweit es möglich ist, kann verlangt werden, dass Mitarbeitende die Arbeit von einem anderen Arbeitsplatz aus (z. B. von zu Hause in Form des Homeoffice) fortsetzten. Das ist von der Dienststellenleitung zu prüfen. Mitarbeitende werden gebeten, die Informationen ihrer Dienststelle aufmerksam zu verfolgen. 

 

Verdacht auf Kontakt mit einer infizierten Person

Wenn Mitarbeitende erfahren, dass Personen zu denen sie Kontakt hatten, infiziert sind oder diese Kontakt zu anderen infizierten (oder positiv getesteten) Personen hatten, muss das der Dienststelle bzw. dem Vorgesetzten umgehend mitgeteilt werden. Das zuständige Gesundheitsamt ist zu informieren und erforderlichenfalls ein entsprechender medizinischer Test durchführen zu lassen. Für die Zeit bis zum Erhalt des Testergebnisses, maximal für drei Tage, erfolgt eine bezahlte Freistellung.

Sollte ein längeres Fernbleiben vom Arbeitsplatz erforderlich werden, ist die Dienststelle bzw. der Vorgesetzte zu informieren. Es ist dann zu prüfen, ob die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben, Nacharbeit oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO ermöglicht werden kann. Soweit es möglich ist, kann verlangt werden, dass Mitarbeitende die Arbeit von einem anderen Arbeitsplatz aus (z. B. von zu Hause in Form des Homeoffice) fortsetzten.

Für Kindertagesstätten haben Kommunen zum Teil eigene Regelungen zur Erstattung von Personalkosten für einen längeren Zeitraum, in der Regel von 14 Tagen, getroffen. Insoweit bitten wir die Kirchgemeinden bzw. diakonische Träger ihre Vorgehensweise mit den Kommunen abzustimmen.

 

Rückkehr aus einem Risikogebiet

Mitarbeitende, die aus einem vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiet zurückkehren, zeigen das der Dienststelle bzw. dem Vorgesetzten frühestmöglich und vor Arbeitsaufnahme zunächst telefonisch oder elektronisch an und melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt. Zur Klärung, ob eine Infektion mit dem Coronavirus besteht, erfolgt eine bezahlte Freistellung bis zu drei Tagen. Sollte ein längeres Fernbleiben vom Arbeitsplatz erforderlich werden, ist die Dienststelle bzw. der Vorgesetzte zu informieren. Es ist dann zu prüfen, ob die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben, Nacharbeit oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO ermöglicht werden kann. Soweit es möglich ist, kann verlangt werden, dass Mitarbeitende die Arbeit von einem anderen Arbeitsplatz aus (z. B. von zu Hause in Form des Homeoffice) fortsetzten.

Das gilt auch für Mitarbeitende, die in eine Region eingereist sind, die vor der Einreise als Risikogebiet eingestuft wurde, allerdings erfolgt dann insgesamt eine unbezahlte Freistellung soweit nicht eigener Urlaub oder Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben angerechnet werden.

Für Kindertagesstätten haben Kommunen zum Teil eigene Regelungen zur Erstattung von Personalkosten für einen längeren Zeitraum, in der Regel von 14 Tagen, getroffen. Insoweit bitten wir die Kirchgemeinden bzw. diakonische Träger ihre Vorgehensweise mit den Kommunen abzustimmen.

 

Dienstreisen

Dienstreisen sollten möglichst verschoben werden. Dienstreisen in Regionen, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft wurden, müssen unterbleiben.

 

In eigener Sache

Mitarbeitende, die deutliche Anzeichen eines grippeähnlichen Infekts aufweisen, zeigen das bitte vor Arbeitsaufnahme telefonisch oder elektronisch der Dienststelle bzw. dem Vorgesetzten an und begeben sich zum Arzt. Bis zu drei Tagen kann eine bezahlte Freistellung erfolgen (sog. Karenztagregelung). Bei Krankschreibung gilt das normale Verfahren.

Das Landeskirchenamt hat sich darauf verständigt, dass in Zweifelsfällen bei mittelbarem Kontakt mit Infizierten bzw. positiv getesteten Personen abgestellt auf das jeweils bestehende Gefährdungspotential Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die Dienststellenleitung bzw. den Vorgesetzten bis zu 14 Tage bezahlt freigestellt werden können. Es wird empfohlen, entsprechend zu verfahren.

Kasualien (Taufen, Trauungen, Bestattungen) sind Gottesdienste und damit öffentliche Veranstaltungen.

Daher bitten das Landeskirchenamt und der Landesbischof die Kirchgemeinden und Ordinierten, die Vorgaben der Gesundheitsämter und Landkreise in bezug auf öffentlichen Veranstaltungen einzuhalten und umzusetzen. Diese Vorgaben sind im Freistaat Sachsen zurzeit von Landkreis zu Landkreis verschieden.

Grundsätzlich betreffen die Regelungen der zuständigen Behörden zu öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen auch Trauerfeiern. Soweit möglich, z. B. bei einer Urnenbeisetzung, sollten Trauerfeiern verschoben werden. Aus unserer Sicht können derzeit aber Beisetzungen unter Beteiligung der nächsten Angehörigen in kleinem Rahmen stattfinden. Dabei müssen Verantwortliche vor Ort dafür sorgen, dass reihenweise versetzt mindestens eine Sitzbreite Abstand zwischen den Sitzplätzen hergestellt wird. Die Trauerfeier könnte dann gegebenenfalls in einem Gemeindegottesdienst nachgeholt werden. Werden Trauerfeiern durchgeführt, sollten diese nach Möglichkeit im Freien abgehalten werden. Hierbei müssen die Anwesenden gebeten werden, angemessene Abstände sowie weitere derzeit übliche Regeln zu respektieren. Soweit dies nicht bereits anderweitig vorgeschrieben ist, wird grundsätzlich empfohlen, Listen auszulegen, in die sich die Teilnehmenden eintragen können.

Bei der Anmeldung und einer eventuellen Durchführung von Trauerfeiern achten Sie bitte auch auf den Selbstschutz: Es gilt eine Situation zu vermeiden, in der wir einzelne Friedhöfe für Bestattungen schließen müssen, weil vor Ort aufgrund von Quarantäne oder Erkrankung keine Mitarbeitenden mehr zur Verfügung stehen.

Bei der öffentlichen Benutzung der Friedhöfe achten Sie bitte insbesondere auf Gemeinschaftseinrichtungen, wie Toiletten. Ggf. sollten Türgriffe u. ä. verstärkt desinfizierend gereinigt werden. In jedem Einzelfall ist der seelsorglichen Begleitung der Betroffenen besonderes Gewicht zu geben, da neben die Verarbeitung des konkreten Trauerfalls nun auch die Verunsicherung aufgrund der derzeitigen allgemeinen Krisensituation tritt. 

Ob Haustaufen und gegebenenfalls bei Bedarf auch Haustrauungen/Traujubiläen in häuslichem Rahmen oder nichtöffentlich in der Kirche eine Alternative sein können, ist dem seelsorgerlichen Ermessen anheimgestellt. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob eine Verschiebung zumutbar ist oder aus triftigem Grund die Durchführung geboten ist. In jedem Falle sind die Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden zu beachten.

Haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht für jede konkrete Situation eine angemessene zentrale Antwort geben können. Hier sind wir derzeit mehr denn je auch auf die Mitteilung Ihrer Erfahrung vor Ort in den Gemeinden angewiesen.

Die Lage verändert sich nahezu täglich. Wir bitten Sie deshalb dringend, die Informationen auf dieser Seite kontinuierlich abzurufen. 

Dem Hinweis staatlicher Stellen folgend, richten wir die dringende Bitte an die Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche, am morgigen Sonntag auf alle Gottesdienste zu verzichten. Die Glocken sollen dennoch läuten und die Kirchen offen sein. Wenn möglich, sollten Seelsorgerinnen und Seelsorger zur Zeit des Gottesdienstbeginns vor Ort und ansprechbar sein.

Aufgrund der seit Freitagmittag geänderten Sachlage, die nun auch die Einstellung des Unterrichts an den Schulen und die Schließung weiterer öffentlicher Einrichtungen zur Folge hatte, sehen wir uns heute zu dieser dringenden Empfehlung gezwungen. In einigen Kirchenbezirken (Meißen-Großenhain, Bautzen-Kamenz) hatte sich diese Entwicklung aufgrund der Anordnungen der Landkreise bereits am Freitag abgezeichnet.

Uns ist bewusst, dass dies sehr kurzfristig ist. Daher bitten wir Sie, in Ihren Gemeinden über die Absage der Gottesdienste auf möglichst vielen unterschiedlichen Wegen (Schaukasten, Aushänge, E-Mail-Verteiler, Website, Social Media-Kanäle) zu informieren.

Die Bitte um Absage gilt neben Gottesdiensten auch für alle anderen öffentlichen Veranstaltungen in den Kirchgemeinden und Einrichtungen. Der Verzicht auf die Versammlung der Gemeinde um das Wort ist keine leichte Entscheidung, aber sie entspricht dem Gebot der Nächstenliebe und dient dem gesellschaftlichen Miteinander. Es ist wichtig zu zeigen, dass auch in unserer Kirche ein verantwortlicher Umgang mit der Situation praktiziert wird.

Hingewiesen werden kann in den Kirchgemeinden auf die Angebote von Hörfunk- und Fernsehgottesdiensten sowie auf den Gottesdienst mit Landesbischof Tobias Bilz, der am 15. März, um 11 Uhr als Web-Gottesdienst auf der Homepage der Landeskirche mitgefeiert werden kann.

Der Livestream wird über die Startseite www.evlks.de verlinkt werden oder ist direkt über den Youtube-Kanal der Landeskirche zu sehen:

Ebenfalls hingewiesen werden kann auf den Evangelischen Gottesdienst, der morgen als Hörfunk-Gottesdienst bei MDR KULTUR um 10:00 Uhr aus dem Dom St. Mauritius und Katharinen Magdeburg übertragen wird.

Auch Kasualgottesdienste (Taufen, Trauungen, Bestattungen) sind Gottesdienste. Derzeit können wir nicht zur Durchführung von Gottesdiensten raten. Allerdings verändert sich die Lage nahezu täglich. Wir bitten Sie deshalb dringend, die Informationen auf dieser Seite abzurufen.

Kasualien sind Familienfeste. Für diese gelten Festlegungen der Gesundheitsbehörden, die wir auch von Seiten der Landeskirche beherzigen müssen. Ob Haustaufen und gegebenenfalls bei Bedarf auch Haustrauungen/Traujubiläen in häuslichem Rahmen eine Alternative sein können, ist dem seelsorgerlichen Ermessen anheimgestellt. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob eine Verschiebung zumutbar ist oder aus triftigem Grund die Durchführung geboten ist. In jedem Falle sind die Vorgaben der örtlichen Gesundheitsbehörden zu beachten. Haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht für jede konkrete Situation eine angemessene zentrale Antwort geben können. Hier sind wir derzeit mehr denn je auch auf die Mitteilung Ihrer Erfahrung vor Ort in den Gemeinden angewiesen.

In Bezug auf Bestattungen ist eine Einschätzung derzeit besonders schwierig. Hierzu wollen wir uns am Montag so rasch wie möglich mit den Gesundheitsbehörden des Freistaates abstimmen. Ziel ist es, für kirchliche Trauerfeiern möglichst analog zu weltlichen Trauerfeiern auf öffentlichen Friedhöfen zu verfahren. Aus unserer Sicht können derzeit Beisetzungen unter Beteiligung der nächsten Angehörigen in kleinem Rahmen stattfinden. Die Trauerfeier könnte dann gegebenenfalls in einem Gemeindegottesdienst nachgeholt werden. Uns ist bewusst, dass eine Entscheidung hierzu ein seelsorgerlicher Balanceakt ist. Gleichwohl können wir derzeit keine großen Menschenansammlungen empfehlen. Dies gilt auch für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Bitte beachten Sie aber auch aktuell bei anstehenden Entscheidungen die neuesten Hinweise auf dieser Seite.

Das LKA empfiehlt den Kirchgemeinden, zunächst an den Sonntagen Okuli und Laetare auf das Heilige Abendmahl zu verzichten, unter Beachtung der Hygienevorschriften besteht die Möglichkeit sub una (Die Einsetzungsworte werden wie gewohnt gesprochen. Nach dem Ausspenden der Hostien wird der Kelch unter den Worten „Christi Blut für Dich vergossen.“ den Kommunikantinnen und Kommunikanten gezeigt. Diese antworten mit „Amen“. Anschließend wird der Kelch wieder auf den Altar gestellt.)

Die Ordinierten werden darauf hingewiesen, dass bei Bedarf das Heilige Abendmahl in den Wohnungen der Kirchgemeindeglieder in überschaubarem Kreis gefeiert und unter Beachtung der Hygienehinweise gespendet werden kann. Dies gilt auch für Gemeindekreise, die eine überschaubare Teilnehmerzahl haben.

Das LKA weist darauf hin, Gottesdienste, deren Teilnehmerzahl Erfahrungen der letzten Jahre entsprechend über 100 (ggf. bereits um die 80) Personen liegen wird, entsprechend den Vorschriften der Kommunen bzw. Landkreise dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Die Mitteilung der Gottesdienste bei den zuständigen Ämtern/Behörden geschieht zentral über die Superintendenturen nach Rückfrage bei den Kirchgemeinden. Dieses Vorgehen gilt bis auf weiteres.

Empfohlen wird dennoch, auf die Feier von Gottesdiensten zu verzichten, die eine nicht überschaubare Teilnehmerzahl erwarten lässt. Falls bereits angezeigte Gottesdienste ausfallen, sollte das Glockengeläut hörbar werden und vor Ort ein Gebet aus gegebenem Anlass gesprochen werden. Die Kirchgemeindeglieder und ihre Gäste können am Sonntag, dem 15. März 2020, 11 bis 12 Uhr im Internet den Livestream eines Gottesdienstes mit Landesbischof Tobias Bilz anschauen und diesen Gottesdienst zuhause mitfeiern. Darüber hinaus können auch die Rundfunk- und Fernsehübertragungen von Gottesdiensten genutzt werden.

Kasualien wie Trauerfeiern oder Beisetzungen von Urnen oder Taufen oder Trauungen oder Jubiläen sind Gottesdienste. Diesbezüglich gilt das dazu Geschriebene.

Zu den Konfirmationen informieren wir Sie in der neuen Woche zeitnah.

Das Landeskirchenamt hat sich aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus auf folgende Regelungen verständigt und bittet darum, dass diese in den Kirchgemeinden und kirchlichen Einrichtungen der Landeskirche umgesetzt werden:  

Veranstaltungen & Diensttermine

Mit Großveranstaltungen ist ein erhöhtes Risiko verbunden. Der Erlass des Freistaates Sachsen ist daher für Veranstaltungen in der sächsische Landeskirche ebenfalls zu beachten. Danach sind Großveranstaltungen mit über 1000 Personen bzw. Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung auch in Kirchen abzusagen. Rüstzeiten und Dienstreisen in Regionen mit erhöhter Gefährdung bitten wir dringend abzusagen. Auch mehrtägige dienstliche Veranstaltungen mit gemeinsamer Unterbringung (Konvente, Ephorenrüstzeiten u.ä.) sollten nach Möglichkeit abgesagt bzw. verschoben werden. Bei allen anderen Veranstaltungen sollte in den Kirchgemeinden oder Kirchenbezirken vor Ort entschieden werden, ob diese notwendig sind oder verschoben werden können. Da gerade in diesen Zeiten Austausch und Beratung eine große Bedeutung haben, sollen Dienstberatungen nach Möglichkeit weiterhin stattfinden. 

Hygieneregeln

Weiterhin bitten wir alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden im alltäglichen Umgang miteinander folgende Hygieneregeln zu beachten: 

  • Bitte waschen Sie sich die Hände in regelmäßigen Abständen gründlich mit Seife.
  • Zur Begrüßung sollte ein Händeschütteln unterbleiben. Sicher wird sich dadurch momentan keine/r zurückgesetzt fühlen.
  • Wenn Sie sich unwohl oder krank fühlen, bitten wir Sie einen Arzt aufzusuchen. 

Betreuung von Kindern

Sollten Grundschulen/Horte und Kindertagesstätten schließen, möchten wir unseren kirchlichen Mitarbeitenden die Gelegenheit geben, für ihre Kinder eine angemessene Betreuung zu organisieren und gewähren ihnen dazu drei Tage bezahlte Freistellung. Müssen diese Kinder zu Hause betreut werden, ist ab dem vierten Tag (unbezahlter) Sonderurlaub in Anspruch zu nehmen (Antrag in Textform). Beides gilt auch für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf. 


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