Mitteilungen

Zum Umgang mit der Coronavirus-Pandemie

Informationen der Landeskirche / FAQs (thematisch)

Die Hinweise auf dieser Seite richten sich vorrangig an Kirchgemeinden und ihre Mitarbeitenden. Sie sollen eine Orientierung im Umgang mit der aktuellen Situation bieten. Viele Fragen müssen jedoch vor Ort im konkreten Einzelfall und im seelsorgerlichen Ermessen getroffen werden.

Kirchgemeindeglieder bitten wir daher, sich mit ihren Fragen direkt an die Kirchgemeinden vor Ort zu wenden. Alle Mitarbeitenden der Kirchgemeinden, insbesondere die Pfarrerinnen und Pfarrer, stehen Ihnen für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Ihre Kirchgemeinde finden Sie über unsere Gemeindesuche.

Die neue Corona-Schutz-Verordnung ist am Freitag, 27. November 2020 vom Kabinett verabschiedet worden und gilt ab 1. Dezember 2020. Die Landkreise werden darin verpflichtet, ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes auf über 50 bzw. über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen verschärfte Maßnahmen anzuordnen. Die Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung sollen über Weihnachten hinaus bis zum 28. Dezember 2020 gelten. Damit sind auch die Gottesdienste am Heiligen Abend und an den Weihnachtsfeiertagen auf dieser Grundlage zu planen. 

Das Landeskirchenamt hat am 1. Dezember 2020 eine Änderung der Ausführungsverordnung zur Kirchgemeindeordnung beschlossen, welche ab sofort gilt. Mit dieser wird die Ausführungsverordnung zur Kirchgemeindeordnung insbesondere durch einen neuen Paragrafen 12a ergänzt, der zu § 13 Absatz 1 der Kirchgemeindeordnung (Aufgaben des Kirchenvorstandes) „in Zeiten einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (COVID-19-Pandemie)“ konkrete Festlegungen trifft.  

In § 12a wird bereits in der Überschrift darauf hingewiesen, dass die hier getroffenen Festlegungen begrenzt sind und sie nur für die aktuelle epidemische Lage durch die COVID-19-Pandemie gelten. Sie gelten demnach nicht für andere mögliche Pandemien oder Situationen. Gleich in Absatz 1 wird auf die Feststellung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ durch den Deutschen Bundestag Bezug genommen, der mit der Einfügung des § 28a in das Infektionsschutzgesetzes auf demokratischem Wege die Grundlage für die Maßnahmen geschaffen hat, die nun durch die Bundesländer umgesetzt werden.  

Im Gegensatz zum Referentenentwurf der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung aus dem Anhörungsverfahren bleibt es nun in der Hoheit der Landeskirche, die notwendigen Regelungen selbst zu treffen. Diese müssen jedoch aufgrund von § 8 der Corona-Schutz-Verordnung vom 27. November 2020 verpflichtenden Charakter haben. Daher musste der Verordnungsweg gewählt werden, obwohl wir bisher mit dem Weg der dringenden Empfehlungen gute Erfahrungen gemacht haben.

§ 12a der Ausführungsverordnung der Kirchgemeindeordnung hat folgenden Wortlaut:

„Zu § 13 Absatz 1 in Zeiten einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (COVID-19-Pandemie) 

§ 12a 

(1) Werden aufgrund einer nach § 5 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite Einschränkungen von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen erforderlich, sind von den Kirchenvorständen Hygienekonzepte zu erarbeiten und der jeweils aktuellen Entwicklung an-zupassen. Die Hygienekonzepte berücksichtigen die Empfehlungen des Landeskirchenamtes und des Kirchenbezirks sowie die Vorschriften des Freistaates Sachsen, der Landkreise, Städte und Gemeinden und die jeweils konkreten örtlichen Verhältnisse in der Kirchgemeinde. 

(2) In Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung der vom Robert-Koch-Institut festgestellten 7-Tages-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner sind die Hygienekonzepte so anzupassen, dass Gottesdienste unter folgenden Bedingungen möglich sind:

  1. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist vor, während und nach dem Gottesdienst durchgängig verpflichtend, ausgenommen hiervon sind liturgisch Handelnde.
  2. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist für Personen aus unterschiedlichen Hausständen einzuhalten. Die Personenobergrenze für Gottesdienste entspricht der Personenzahl, die unter Einhaltung dieses Mindestabstandes in der jeweiligen Kirche/dem jeweiligen Gemeindesaal Platz findet.
  3. Die Dauer der Gottesdienste soll nicht mehr als 60 Minuten betragen.
  4. Der Gemeindegesang ist nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich, die Zahl der Lieder bzw. Strophen ist gegenüber einer 7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen zu reduzieren.

Für andere unverzichtbare kirchgemeindliche Veranstaltungen und Angebote sind Satz 1 und Buchstaben a bis d entsprechend anzuwenden, wobei die Teilnehmerzahl, die Dauer und der gemeinschaftliche Gesang zu beschränken sind.

(3) In Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung der vom Robert-Koch-Institut festgestellten 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner sind die Hygienekonzepte so anzupassen, dass Gottesdienste unter folgenden Bedingungen möglich sind:

  1. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist vor, während und nach dem Gottesdienst durchgängig verpflichtend, ausgenommen hiervon sind liturgisch Handelnde.
  2. Die Personenobergrenze ist auf die Hälfte der bisher in den Hygienekonzepten festgelegten Personenobergrenzen nach Absatz 2 unter Vergrößerung der Mindestabstände zu reduzieren. Alternativ kann die Personenobergrenze durch Erhöhung der Mindestabstände auf mindestens 2 Meter neu festgelegt werden.
  3. Die Dauer der Gottesdienste soll nicht mehr als 45 Minuten betragen.
  4. Der Gemeindegesang ist nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich und auf ein Lied am Ende des Gottesdienstes beschränkt.

(4) In allen weiteren Fällen sind die Hygienekonzepte so anzupassen, dass Gottesdienststätten geöffnet bleiben und der Zugang zur persönlichen Andacht gewährleistet ist.“

Folgende Erläuterungen möchten wir Ihnen zu § 12a der Verordnung geben:

In Absatz 1 werden die grundsätzlichen Regelungen festgelegt, die für Gebiete mit niedrigen Inzidenzwerten gelten. Wenn der Deutsche Bundestag nach § 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes die epidemische Lage von nationaler Bedeutung festgestellt hat, gilt die Regelung des Absatz 1 für alle Kirchgemeinden, unabhängig vom Inzidenzwert. Erfasst wird also auch – wie im Sommer diesen Jahres – ein Inzidenzwert unter 50. Hygienekonzepte sind zu erarbeiten und jeweils anzupassen. Zuständig für die konkrete Umsetzung der Maßnahmen und deren Festlegung in Hygienekonzepten sind die Kirchenvorstände. Neben den Empfehlungen des Landeskirchenamtes und der Kirchenbezirke sowie den Vorschriften des Freistaates Sachsen, der Landkreise bzw. Städte und Kommunen müssen immer auch die konkreten Bedingungen vor Ort in den Blick genommen werden.

Absatz 2 trifft konkrete Regelungen für Gebiete mit einer fünftägigen Überschreitung der Inzidenz über 50. Auch hier gilt, dass die Hygienekonzepte fortzuschreiben und der veränderten Lage anzupassen sind. Zuständig sind auch hier die Kirchenvorstände, die verantwortungsbewusst anhand der Regelung in Absatz 2 die erforderlichen Entscheidungen treffen.

Absatz 3 trifft konkrete Regelungen für Gebiete mit einer fünftägigen Überschreitung der Inzidenz über 200. Hier gilt das für Absatz 2 bereits ausgeführte mit der Besonderheit, dass bei einer Inzidenz von 200 die Beibehaltung des Gottesdienstes in den Mittelpunkt rückt. Die weiteren Einschränkungen erfolgen parallel zu den allgemeinen gesellschaftlichen Einschränkungen, mit denen wir zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung der Covid-19-Pandemie umgehen müssen.

Absatz 4 stellt für den Fall zukünftig möglicher noch weiterer Verschärfungen fest, dass hierzu eine entsprechende Anpassung der Hygienekonzepte zu erfolgen hat und sichergestellt werden soll, dass Gottesdienststätten geöffnet bleiben und der Zugang zur persönlichen Andacht gewährleistet bleibt.

Folgende weitere Hinweise möchten wir dazustellen:

  • Feststellung der Inzidenz-Werte: Die Feststellung der Inzidenz-Werte erfolgt durch das Robert-Koch-Institut. Da die Landkreise verpflichtet sind, entsprechend der benannten Inzidenzwerte verschärfte Maßnahmen anzuordnen, sollten sich die Kirchgemeinden in dieser Frage an den Landkreisen, Städten und Gemeinden orientieren. Der Freistaat Sachsen bietet eine aktuelle Übersicht zu den Infektionszahlen in Sachsen. 
  • Gottesdienste: Für Gottesdienste gelten die in der Ausführungsverordnung benannten Bedingungen. Diese gelten auch für Kinder- und Jugendgottesdienste und kirchliche Trauergottesdienste.
  • Kontaktdatenerfassung: Die personenbezogene Kontaktdatenerfassung und deren (vor dem Zugriff Dritter geschützte) Aufbewahrung für einen Monat ist weiterhin erforderlich. Sofern Sie nicht die Teilnehmendenkarte der EVLKS nutzen, achten Sie bitte darauf, dass die Kontaktnachverfolgung folgende Angaben beinhalten muss: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, Postleitzahl.
  • Gruppen und Kreise: In Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung des Inzidenzwerts 200 können Gruppen und Kreise nicht mehr in Präsenz stattfinden. Die Nutzung digitaler Begegnungsformen ist jedoch eine Möglichkeit, die genutzt werden sollte.
  • Kirchenmusik: Der Gemeindegesang ist entsprechend den Regeln der Ausführungsverordnung zu planen. Die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste kann in der bisher praktizierten Form durch einzelne Musikerinnen und Musiker in entsprechendem Abstand mit Mund-Nasen-Schutz erfolgen. Eine Solo-Stimme kann (entsprechend den liturgisch Handelnden) auch ohne Mund-Nasen-Schutz zum Einsatz kommen (Hinweis: Dies gilt nicht mehr in Gebieten, wo der Inzidenzwert von 200 fünf Tage lang überschritten wurde). Die genaue Regelung finden Sie unter dem Punkt "Kirchenmusik ab dem 1. Dezember 2020".
  • Gottesdienst unter freiem Himmel: Für Gottesdienste unter freiem Himmel ist eine Abstimmung mit den Kommunen und Behörden vor Ort erforderlich. Zu beachten ist, dass nach § 28a Absatz 1 Nummer 10 des Infektionsschutzgesetzes von staatlichen Behörden Auflagen für das Abhalten von religiösen oder weltanschaulichen Zusammenkünften erteilt oder sogar vollständig abgesagt werden können, wenn eine entsprechende Prüfung der Voraussetzungen einschließlich der Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen erfolgt ist. Hier sollte man sensibel und in Abstimmung mit den kommunal zuständigen Behörden agieren.
  • Krippenspiele: Wenn in Christvespern ein Krippen- oder Weihnachtsspiel stattfinden soll, muss es der Situation gerecht werden. Daher sollten Stücke entsprechend verändert werden. Zu empfehlen sind Spiele mit kleiner Besetzung, die Szenengruppen in Familien zulassen oder mit Abstand gespielt und geprobt werden können. Durch einzelne Szenengruppen treffen sich auch in Proben nur einzelne Personen und Kontakte können reduziert werden. Das Landesjugendpfarramt bietet auf der Internetseite Stücke und darüber hinaus Beratung an.
  • Aufzeichnungen: Für Video-Aufzeichnungen oder Livestreams finden Sie die Bedingungen in Kürze auf der Internetseite der Landeskirche.  

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Folgende Orientierung für die Arbeit in den Kirchgemeinden hat das Landeskirchenamt am 2. November 2020 gegeben:

Als Kirche für Menschen da sein

Mit den neuen Maßnahmen ergibt sich für sehr viele Menschen in Sachsen eine neue – für viele auch schwierige – Situation. Nicht wenige Menschen sind beruflich von den Einschränkungen betroffen, alle zusammen sind wir es in unserem Freizeitverhalten und den Möglichkeiten der Begegnung mit anderen eingeschränkt. Hier gilt es als Kirche in den nächsten Wochen sehr genau hinzuschauen, wo es Menschen schlecht geht, wo sie Trost und Unterstützung brauchen, was wir für eine positive Grundstimmung in unseren Orten tun können oder einfach nur, wie wir Menschen für einen Moment etwas Gutes tun und für die nächste Zeit Zuversicht schenken können. Unser Glaube gibt uns Gottvertrauen und das können und sollten wir mit vollen Händen weitergeben. Seien Sie also kreativ im erneuten Überlegen, wie Kirche anders als sonst auf Menschen zugehen kann.

Konzentration auf das Wesentliche

Wir machen Ihnen Mut, dass Sie in Ihren Kirchgemeinden darüber beraten, was bei Ihnen vor Ort in den nächsten Wochen wichtig und wesentlich ist und wo Sie als Kirchgemeinden gebraucht werden. Vor diesem Hintergrund kann ein Besuch beim Bürgermeister oder anderen Verantwortungsträgern mit der Frage, was diese sich von der Kirchgemeinde wünschen würden, oder ein Besuch bei einer von der Schließung betroffenen Einrichtung (Gaststätte, Hotel,…) vielleicht eine wichtigere Aufgabe sein als ein traditionelles Angebot, zu dem unter Umständen die Hälfte der Personen angesichts der Lage nicht kommen würde. Überlegen Sie auch, wie Sie in der dunklen, kalten Jahreszeit ältere, einsame oder kranke Menschen erreichen können. Kann man ggf. als Kirchgemeinde im Ort Kontaktgemeinschaften organisieren, wo Menschen bestimmte Leute regelmäßig anrufen und sich um sie kümmern? Es geht also wieder einmal darum, neu zu fragen, welche Aufgabe wir als Kirche derzeit haben – diese Frage ist gut und wichtig. Sie kann dazu führen, dass manche Dinge gelassen werden, dafür aber andere hinzukommen. 

Weitere Orientierung bieten folgende Texte:

Wort zum Buß- und Bettag von Landesbischof Tobias Bilz

Wort zum Advent von Landesbischof Tobias Bilz, Bischof Heinrich Timmerevers und dem Vorsitzenden der ACK Sachsen, Gert Loose

Aktualisiert am 2.12.2020 

Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sind auch in kirchlichen Räumen einzuhalten. Dazu stellen wir hier Vorlagen für Hinweis-Schilder zur Verfügung, die für die Gegebenheiten vor Ort auch angepasst werden können. 

Aktualisiert am 5. Juni 2020

Die Änderung der §§ 16 und 17 der Ausführungsverordnung zur Kirchgemeindeordnung betreffen unmittelbar Gremiensitzungen (Kirchenvorstandssitzungen), die im Wege der elektronischen Kommunikation durchgeführt werden:

Mit der Einführung der neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher am ersten Advent diesen Jahres machen sich Wahlen zum/zur Vorsitzenden/stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes erforderlich. Obwohl durch die Verordnung mit Gesetzeskraft vom 2. November 2020 (ABl. S. A 134) Sitzungen durch Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten ermöglicht, sind geheime Abstimmungen (Wahlen) durch die derzeitigen Kommunikationstools (ZOOM u.a.) nicht gewährleistet oder nicht geeignet. Hinzuweisen ist, dass nach der Coronaschutzverordnung des Freistaates Sachsen vom 27.11.2020 die Teilnahme an dringend notwendigen Gremiensitzungen auch als Präsenzsitzungen möglich ist (§ 8 Absatz 4 Nummer 3 Buchst. j SächsCoronaSchVO). Nachverpflichtungen von Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern und geheime Wahlen wären in einer kurzen konstituierenden Sitzung der Kirchenvorstände denkbar. Sofern hiervon nicht Gebrauch gemacht werden soll, soll der Pfarramtsleiter/Pfarramtsleiterin (oder der Pfarrer/die Pfarrerin, der/die für den Vorsitz/stellvertretenden Vorsitz im Kirchenvorstand gem. § 16 Absatz 1 KGO vorgesehen ist) die Leitung der digitalen Sitzungen bis zu einer Wahl des/der Vorsitzenden/stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes übernehmen (§ 16 Absatz 3 AVO KGO– neu). Für alle anderen Sitzungen, die im Weg der elektronischen Kommunikation unter den strengen Voraussetzungen des § 17 Absatz 5 KGO – hier ist noch einmal auf das Amtsblatt 2020 S. A 134 hinzuweisen – durchgeführt werden, gilt, dass die geheime Abstimmung unverzüglich nach Behebung des Hindernisses nachzuholen ist (§ 17 Absatz 3 AVO KGO – neu).

Aktualisiert am 2. Dezember 2020

1. Für alle kirchenmusikalischen Aktivitäten gelten die Grundsätze der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 27. November 2020 :

  • Die physisch-sozialen Kontakte zu anderen Menschen sind auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren, auf den Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern ist zu achten (§ 1 Grundsätze).
  • Die Kontaktbeschränkung nach § 2 (fünf Personen  aus zwei Hausständen) gilt sinngemäß auch in kirchlichen Räumen, deshalb finden kirchenmusikalische Gruppen und Kreise nicht statt.
  • Gremienarbeit ist davon ausgenommen § 8 (4) d.
  • Einzelunterricht ist zurzeit entsprechend § 2. 12 (Schließung von Musikschulen mit Ausnahme des Einzelunterrichts) erlaubt.
  • Vor und in Kirchen und in Räumen von Religionsgemeinschaften ist eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen (mit Ausnahme der rituellen Aufnahme von Speisen und Getränken) (§ 3, d)
  • Konzertveranstaltungen in Kirchen sind nicht erlaubt.  Konzertveranstaltungsorte sind geschlossen (§ 4.10

2. Die Verordnung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens  zur Kirchgemeindeordnung vom 1. Dezember 2020 ist zu beachten.  Hygienekonzepte sind von den Kirchenvorständen zu erarbeiten. Sie berücksichtigen die konkreten örtlichen Verhältnisse der Kirchgemeinde. (§ 12a) (1)

3. Musikalische  Gestaltung von Gottesdiensten nach § 12a (2) (fünftägige Überschreitung der 7-Tagesinzidenz von über 50 Neuinfektionen) ist nur mit Mund-Nasen-Bedeckung gestattet.
Ausnahmemöglichkeit: Ein Gesangs- oder ein Instrumentalsolist (m/w) bei Einhaltung von Mindestabständen. (Sänger 2 Meter, Bläser mindestens  3 Meter zu Begleitinstrumentalisten, zur Gemeinde 4 Meter Abstand)
Die Dauer des Gottesdienstes von 60 Minuten in Wort und Musik darf nicht überschritten werden.
Deshalb ist eine genaue Absprache der Dauer von Wort- und Musikanteilen notwendig, wobei die Zahl der Lieder bzw. Strophen gegenüber einer 7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen zu reduzieren ist.

4. Musikalische  Gestaltung von Gottesdiensten nach § 12a (3) (fünftägige Überschreitung der 7-tagesinzidenz von über 200 Neuinfektionen) ist nur mit Mund-Nasen-Bedeckung gestattet.
Dabei gibt es keine Ausnahme. Solistische Musik eines Sängers oder eines Bläsers ist nicht erlaubt.
Die Dauer des Gottesdienstes darf 45 Minuten nicht überschritten werden.
Es gibt nur ein Gemeindelied am Ende des Gottesdienstes. 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Die neue Corona-Schutz-Verordnung ist am Freitag, 27. November 2020 vom Kabinett verabschiedet worden und gilt ab 1. Dezember 2020. Die Landkreise werden darin verpflichtet, ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes auf über 50 bzw. über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen verschärfte Maßnahmen anzuordnen. Die Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung sollen über Weihnachten hinaus bis zum 28. Dezember 2020 gelten. Damit sind auch die Gottesdienste am Heiligen Abend und an den Weihnachtsfeiertagen auf dieser Grundlage zu planen. 

Das Landeskirchenamt hat am 1. Dezember 2020 eine Änderung der Ausführungsverordnung zur Kirchgemeindeordnung beschlossen, welche ab sofort gilt. Mit dieser wird die Ausführungsverordnung zur Kirchgemeindeordnung insbesondere durch einen neuen Paragrafen 12a ergänzt, der zu § 13 Absatz 1 der Kirchgemeindeordnung (Aufgaben des Kirchenvorstandes) „in Zeiten einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (COVID-19-Pandemie)“ konkrete Festlegungen trifft. 

§ 12a der Ausführungsverordnung der Kirchgemeindeordnung hat folgenden Wortlaut:

„Zu § 13 Absatz 1 in Zeiten einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (COVID-19-Pandemie) 

§ 12a 

(1) Werden aufgrund einer nach § 5 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite Einschränkungen von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen erforderlich, sind von den Kirchenvorständen Hygienekonzepte zu erarbeiten und der jeweils aktuellen Entwicklung an-zupassen. Die Hygienekonzepte berücksichtigen die Empfehlungen des Landeskirchenamtes und des Kirchenbezirks sowie die Vorschriften des Freistaates Sachsen, der Landkreise, Städte und Gemeinden und die jeweils konkreten örtlichen Verhältnisse in der Kirchgemeinde. 

(2) In Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung der vom Robert-Koch-Institut festgestellten 7-Tages-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner sind die Hygienekonzepte so anzupassen, dass Gottesdienste unter folgenden Bedingungen möglich sind:

  1. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist vor, während und nach dem Gottesdienst durchgängig verpflichtend, ausgenommen hiervon sind liturgisch Handelnde.
  2. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist für Personen aus unterschiedlichen Hausständen einzuhalten. Die Personenobergrenze für Gottesdienste entspricht der Personenzahl, die unter Einhaltung dieses Mindestabstandes in der jeweiligen Kirche/dem jeweiligen Gemeindesaal Platz findet.
  3. Die Dauer der Gottesdienste soll nicht mehr als 60 Minuten betragen.
  4. Der Gemeindegesang ist nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich, die Zahl der Lieder bzw. Strophen ist gegenüber einer 7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen zu reduzieren.

Für andere unverzichtbare kirchgemeindliche Veranstaltungen und Angebote sind Satz 1 und Buchstaben a bis d entsprechend anzuwenden, wobei die Teilnehmerzahl, die Dauer und der gemeinschaftliche Gesang zu beschränken sind.

(3) In Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung der vom Robert-Koch-Institut festgestellten 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner sind die Hygienekonzepte so anzupassen, dass Gottesdienste unter folgenden Bedingungen möglich sind:

  1. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist vor, während und nach dem Gottesdienst durchgängig verpflichtend, ausgenommen hiervon sind liturgisch Handelnde.
  2. Die Personenobergrenze ist auf die Hälfte der bisher in den Hygienekonzepten festgelegten Personenobergrenzen nach Absatz 2 unter Vergrößerung der Mindestabstände zu reduzieren. Alternativ kann die Personenobergrenze durch Erhöhung der Mindestabstände auf mindestens 2 Meter neu festgelegt werden.
  3. Die Dauer der Gottesdienste soll nicht mehr als 45 Minuten betragen.
  4. Der Gemeindegesang ist nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich und auf ein Lied am Ende des Gottesdienstes beschränkt.

Hygienekonzepte

  • Für Gottesdienste muss in jeder Kirchgemeinde ein Hygienekonzept vorliegen und umgesetzt werden.
  • In dem Hygienekonzept muss eine verantwortliche Person benannt werden für die Einhaltung und Umsetzung der Regeln. Bitte entscheiden Sie vor Ort, wer dies in Ihrer Kirchgemeinde ist.
  • personenbezogene Kontaktdatenerfassung und deren (vor dem Zugriff Dritter geschützte) Aufbewahrung für einen Monat (sofern Sie nicht die Teilnehmendenkarte der EVLKS nutzen, achten Sie bitte darauf, dass die Kontaktnachverfolgung folgende Angaben beinhalten muss: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, Postleitzahl).
  • Bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen ist ein Lüftungskonzept zu erstellen und umzusetzen, das eine gesteigerte Frischluftzufuhr vor, während und nach der Veranstaltung gewährleistet.
  • Auf die erforderlichen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sollte weiterhin überall hingewiesen werden. Gern können Sie dazu die Vorlagen für Hinweisschilder auf unserer Homepage nutzen.
  • Die Verwendung von Gesangbüchern ist noch möglich. Sollten diese täglich oder sogar mehrmals am Tag in Verwendung sein, sollte eine Desinfektion zwischendurch erfolgen.
  • Für liturgisch Handelnde gilt, dass der Abstand zwischen liturgisch Handelnden zur Gemeinde weiterhin 3 Meter betragen muss. Die liturgisch Handelnden müssen keinen Mundschutz tragen.
  • Emporen sind nutzbar, wenn entsprechende Abstandsregelungen bzw. das Tragen von Mund-Nasen-Schutz bei Ein- und Ausgängen eingehalten werden können.
  • Kindergottesdienste sind für Kinder ab dem Kindergartenalter auch ohne Begleitung von Erwachsenen möglich. Zu bedenken ist, dass die Kinder aus unterschiedlichen Einrichtungen und Gruppen zusammenkommen. Daher muss geklärt und im Hygienekonzept der Kirchgemeinde aufgenommen sein, wie die Hygieneregeln in Kindergottesdiensten eingehalten werden können. Die Familien sind nach Möglichkeit bereits am Eingang über die Regeln und Rahmenbedingungen für Kindergottesdienste zu informieren (ggf. mit einer Einladungskarte mit Hinweisen), so dass die Eltern selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder in den Kindergottesdienst schicken. Die Teilnahme der Kinder sollte (ggf. gleich auf einem Abschnitt der Einladungskarte) dokumentiert werden (Kontaktnachverfolgung).

Das Muster-Hygienekonzept sollte verwendet und entsprechend angepasst werden (auf Nachfrage auch als Word-Datei zum Bearbeiten). Zur Vorbereitung von Gottesdiensten und Veranstaltungen gibt es zudem eine Checkliste (ebenfalls als Word-Datei auf Nachfrage erhältlich). Anstelle von Teilnehmerlisten wird zur Nutzung von Teilnehmendenkarten für Gottesdienste und Veranstaltungen geraten. Diese können auch mit Platznummern auf der Rückseite versehen und direkt auf den markierten Plätzen ausgelegt werden (ggf. mit einzelnem Stift). Sie sollten dann für 3 Wochen in verschlossenen Umschlägen im Pfarramt aufbewahrt und anschließend vernichtet werden. Weiterhin zu beachten sind die Empfehlungen zu Taufe, Abendmahl und Segenshandlungen

Für Menschen, die keinen Zugang zum Internet haben, stehen die Fernseh- und Rundfunkgottesdienste weiter zur Verfügung. Darüber hinaus können Kirchgemeinden Sonntagspredigten oder kurze Andachten per Brief zu diesen Gemeindegliedern bringen.

Hinweise auf Materialien für die Gottesdienste

Zur Vorbereitung der Gottesdienste können Gottesdienstverantwortliche zurückgreifen auf die Lesepredigten der VELKD (jeweils im Vorfeld des Sonntages/Feiertages unter https://www.velkd.de/gottesdienst/lesepredigt.php) sowie auf Lesepredigten aus der Reihe „Er ist unser Friede“ (Die Evangelische Verlagsanstalt Leipzig (EVA) gibt halbjährlich die Lesepredigten-Reihe „Er ist unser Friede“ heraus. Wegen der Pandemie-Einschränkungen gestattet die EVA ausnahmsweise die kostenfreie Nutzung der Download-Version der Lesepredigten. Sie sind zu finden auf Homepage des Verlages www.eva-leipzig.de im Downloadbereich (https://www.eva-leipzig.de/dl.php?id=4852). Verwendung finden können weiterhin Gottesdienstentwürfe des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland (EPiD) zur Jahreslosung oder des Kirchenchorwerkes zum Kantate-Sonntag als auch die Handreichung „Kommt, atmet auf“ oder die Vorlagen zu Tagzeitengebeten im Evangelischen Gesangbuch (Morgengebet – Mette Nr. 783, Mittagsgebet Nr. 784, Abendgebet – Vesper Nr. 785, Nachtgebet – Komplet Nr. 786) sowie Taizégebete (Nr. 789).

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Für Christenlehre und Konfirmandenunterricht in Gebieten über einem 7-Tages-Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen über fünf Tage hinaus gilt: Nutzen sie für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen andere Formen, bleiben sie mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt und zeigen sie, dass sie in dieser schwierigen Situation ansprechbar für sie sind. 

Weitere Hinweise und Ideen für eine Jugendarbeit mit Abstand sind unter www.evjusa.de (Link: https://www.evjusa.de/projekte/jugendarbeit_und_corona_2020.html) zu finden.

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Das Netzwerk Energie&Kirche der Landeskirchen und Bistümer stellt eine Handlungsempfehlung zum Beheizen und Temperieren von Kirchen während der Corona Pandemie zur Verfügung.

Aktualisiert am 16. Oktober 2020

Angesichts vieler Fragen zum Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte finden Sie hier Hinweise des Koordinators für Arbeits- und Gesundheitsschutz der EVLKS. 

Aktualisiert am 6. November 2020

Das Abendmahl sub una (nur Hostie) kann dort gefeiert werden, wo es seelsorglich erforderlich ist.

Einen Vorschlag für die Praxis in den Kirchgemeinden der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, das Heilige Abendmahl unter Pandemie-Hygienebedingungen zu feiern, finden Sie: Vorschlag zur Abendmahlspraxis

Aktualisiert am 4. November 2020

Taufen und Trauungen sind möglich und erfolgen in der Verantwortung der Kirchgemeinde und des Seelsorgers vor Ort. Zu beachten ist jedoch, dass Taufen und Trauungen ebenso wie Gottesdienste und andere Veranstaltungen nur unter Beachtung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln möglich sind. 

Für Taufen und Trauungen gelten die Regelungen, die auch für Gottesdienste gelten (siehe unter Gottesdienste)

Weiterhin zu beachten sind die Empfehlungen zu Taufe, Abendmahl und Segenshandlungen. Anstelle von Teilnehmerlisten wird zur Nutzung von Teilnehmendenkarten für Gottesdienste, Taufen und Trauungen geraten. Diese können auch mit Platznummern auf der Rückseite versehen und direkt auf den markierten Plätzen ausgelegt werden (ggf. mit einzelnem Stift). Sie sollten dann für 3 Wochen in verschlossenen Umschlägen im Pfarramt aufbewahrt und anschließend vernichtet werden.

Aktualisiert am 3. November 2020

Trauerfeiern und Beerdigungen

Kirchliche und weltliche Trauerfeiern finden unter Beachtung der oben genannten Regeln statt.

Bei kirchlichen Trauerfeiern – sowohl auf kirchlichen als auch auf weltlichen Friedhöfen – ist die Kirche Veranstalter und hat für die Umsetzung des kirchlichen Hygienekonzeptes zu sorgen.

Bei weltlichen Trauerfeiern auf kirchlichen Friedhöfen hat der jeweilige Veranstalter (Angehörige, Bestatter) für die Umsetzung des kirchlichen Hygienekonzeptes zu sorgen.

Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Es besteht die Pflicht, eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen.

Die Einrichtung (der Friedhofsträger) ist verpflichtet, ein schriftliches Hygienekonzept zu erstellen und umzusetzen sowie personenbezogene Daten zur Nachverfolgung von Infektionen zu erheben.

Für die jeweilige Trauerhalle/Kirche/ Kapelle gelten die in den Hygienekonzepten festgelegten neuen Personenobergrenzen entsprechend der Festlegungen von § 12a der Ausführungsverordnung der Kirchgemeindeordnung (siehe Regelungen am 1. Dezember 2020), die unter Berücksichtigung der oben benannten Mindestabstände ermittelt wurden.

Der Verzicht auf die Festlegung einer starren Obergrenze kommt dem Bedürfnis vieler Menschen entgegen. Es ist jedoch zu beachten, dass die, in den jeweiligen Hygienekonzepten in Abhängigkeit von der Raumgröße und dem einzuhaltenden Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern festgelegten, raumbezogenen Obergrenzen gelten.

Allgemeine Risiken ergeben sich aus der Anzahl der Teilnehmenden und aus der zeitlichen Dauer. Hinzu kommen spezifische Gefährdungen, beispielsweise die Anwesenheit älterer Personen, die Anreise von Teilnehmenden aus verschiedenen Regionen Deutschlands, eine Situation in der natürlicherweise geweint und geschnupft wird, die Schwierigkeit in einer hochemotionalen Situation beistehen zu wollen und gleichzeitig Abstand halten zu müssen.

Auch am Grab kann es durch die Abstandsregelungen dazu kommen, dass Teilnehmende weiter entfernt stehen müssen, da die räumlichen Bedingungen – Grabreihen, Hecken usw. – zusätzliche und größere Abstände erfordern. Gewünschte Nähe und Anteilnahme muss hinter den geltenden Abstandsregeln zurücktreten. Darauf sollten sich alle einstellen, die an einer Beisetzung teilnehmen.

Menschen mit coronatypischen Krankheitssymptomen können leider nicht teilnehmen.

Zur Kontaktnachverfolgung sind der Name, eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und die Postleitzahl der Besucher sowie der Zeitraum des Besuchs zwingend zu erfassen. Für kirchliche Friedhofsträger wurden die  Teilnehmendenkarten entsprechend aktualisiert. Die Kontaktdaten sind verschlossen für einen Monat aufzubewahren und anschließend zu vernichten.

In jedem Einzelfall ist der seelsorglichen Begleitung der Betroffenen besonderes Gewicht zu geben, da neben die Verarbeitung des konkreten Trauerfalls nun auch die Verunsicherung aufgrund der derzeitigen allgemeinen Krisensituation tritt.

Bitte achten Sie auf die jeweiligen Regelungen vor Ort und ggf. auf weitere Beschränkungen, z. B. durch die örtlichen Gesundheitsämter.

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Die neue Corona-Schutz-Verordnung ist am Freitag, 27. November 2020 vom Kabinett verabschiedet worden und gilt ab 1. Dezember 2020. Die Landkreise werden darin verpflichtet, ab fünf Tagen andauernder Überschreitung des Inzidenzwertes auf über 50 bzw. über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen verschärfte Maßnahmen anzuordnen. Die Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung sollen über Weihnachten hinaus bis zum 28. Dezember 2020 gelten.

Nach § 12a der Ausführungsverordnung der Kirchgemeindeordnung gilt in Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von über 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner für unverzichtbare kirchgemeindliche Veranstaltungen und Angebote: Neben der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,50 Metern und dem durchgängigen Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes muss die Teilnehmerzahl, die Dauer und der gemeinschaftliche Gesang beschränkt werden.

In Gebieten mit einer fünftägigen Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner können Gruppen und Kreise nicht mehr in Präsenz stattfinden. Die Nutzung digitaler Begegnungsformen ist jedoch eine Möglichkeit, die genutzt werden sollte.

Folgende Maßnahmen sind in allen Gottesdiensten und Veranstaltungen umzusetzen:

  • Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern in allen Gottesdiensten und Veranstaltungen (Ein Reduzieren der Mindestabstände ist nicht mehr möglich!)
    • durchgängiges Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (ausgenommen hiervon sind nur die liturgisch Handelnden bzw. Sprechenden, gemeint sind damit Einzelpersonen; auf die Mindestabstände zu anderen Menschen ist dabei zu achten)
    • personenbezogene Kontaktdatenerfassung und deren (vor dem Zugriff Dritter geschützte) Aufbewahrung für einen Monat (sofern Sie nicht die Teilnehmendenkarte der EVLKS nutzen, achten Sie bitte darauf, dass die Kontaktnachverfolgung folgende Angaben beinhalten muss: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse, Postleitzahl).
    • Vorliegen und Umsetzung eines schriftlichen Hygienekonzeptes mit darin ermittelten maximalen Belegungszahlen unter Einhaltung der 1,5 m Abstand und Benennung eines Ansprechpartners für die Einhaltung des Hygienekonzeptes für jeden Gottesdienst und jede Veranstaltung 
    • allgemeine Hygiene-Maßnahmen und regelmäßiges Lüften von Räume

Hygienekonzepte

  • Für Gottesdienste und andere kirchliche Angebote muss in jeder Kirchgemeinde ein Hygienekonzept vorliegen und umgesetzt werden, in dem die Personenobergrenzen für die entsprechenden Räume  sowie weitere Abstands- und Hygieneregeln festgelegt sind.
  • Neu ist, dass nach der neuen Corona-Schutz-Verordnung in dem Hygienekonzept eine verantwortliche Person benannt werden muss für die Einhaltung und Umsetzung der Regeln. Bitte entscheiden Sie vor Ort, wer dies in Ihrer Kirchgemeinde ist. 
  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ist ein Lüftungskonzept zu erstellen und umzusetzen, das eine gesteigerte Frischluftzufuhr vor, während und nach der Veranstaltung gewährleistet.
  • Auf die erforderlichen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sollte weiterhin überall hingewiesen werden. Gern können Sie dazu die Vorlagen für Hinweisschilder auf unserer Homepage nutzen.
  • Die Verwendung von Gesangbüchern ist möglich. Sollten diese täglich oder sogar mehrmals am Tag in Verwendung sein, sollte eine Desinfektion zwischendurch erfolgen.

Das Muster-Hygienekonzept sollte für alle Veranstaltungen verwendet und entsprechend angepasst werden (auf Nachfrage auch als Word-Datei zum Bearbeiten). Zur Vorbereitung gibt es zudem eine Checkliste (ebenfalls als Word-Datei auf Nachfrage erhältlich). Anstelle von Teilnehmerlisten wird zur Nutzung von Teilnehmendenkarten für Gottesdienste, Veranstaltungen, Gruppen und Kreise geraten. Diese können auch mit Platznummern auf der Rückseite versehen und direkt auf den markierten Plätzen ausgelegt werden (ggf. mit einzelnem Stift). Sie sollten dann für 3 Wochen in verschlossenen Umschlägen im Pfarramt aufbewahrt und anschließend vernichtet werden. 

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Rüstzeiten sind im November 2020 nicht gestattet. Für den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit erhalten Sie im Landesjugendpfarramt nähere Informationen. 

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Sitzungen kirchlicher Arbeitsgremien (Dienstbesprechungen etc.) sind Arbeitssitzungen und sollen stattfinden. Digitale Sitzungen in Form einer Videokonferenz sind dringend zu empfehlen.

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Hauskreise sollten aufgrund der erforderlichen Kontaktbeschränkungen nicht mehr in Präsenz stattfinden und eher digitale Formate nutzen. 

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Bildungsveranstaltungen, die nicht der schulischen Bildung und Ausbildung dienen, sind derzeit in Präsenz nicht möglich. Wenn möglich, sollten dafür digitale Formate genutzt werden. 

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Gemeindepädagogen und Pfarrer im Evangelischen Religionsunterricht tragen in diesem Schuljahr in besonderer Weise Mitverantwortung für das Lernen in Präsenzzeit an ihren Einsatzschulen. Ihre Teilnahme an Dienstberatungen, Konferenzen und Schulungen für digitale Lehr- und Lernformen in ihren Einsatzschulen ist während des Pandemiegeschehens von hoher Bedeutung, da die jeweiligen Schulleitungen vor Ort für die Abläufe Verantwortung tragen. Sollte es zu begrenzten lokalen oder regionalen Schulschließungen kommen, sollten auch alle kirchlichen Lehrkräfte auf Online- Unterricht vorbereitet und das Nutzen der jeweiligen Lernplattformen geübt sein. Auf diese Weise können Schüler und Schülerinnen während ihrer häusliche Lernzeit gut begleitet werden.

Das vergangene Schulhalbjahr unter Corona-Bedingungen hat zur Folge, dass auch kirchliche Lehrkräfte die nicht behandelten Lernbereiche und Lerninhalte für jede Lerngruppe auflisten und entsprechende Stoffverteilungspläne für das neue Schuljahr vorbereitet haben mit dem Ziel, dass wesentliche Schwerpunkte der nicht behandelten Lerninhalte im laufenden Schuljahr weitestgehend nachgearbeitet werden.

Anstellende Kirchgemeinden und Kirchenbezirke bitten wir um Unterstützung aller kirchlicher Lehrkräfte im Religionsunterricht unter Corona-Bedingungen, verbunden mit Flexibilität bei der Anberaumung von internen Beratungen und bei weiteren dienstlichen Anforderungen, damit die Mitarbeit in den Schulen ermöglicht wird sowie die Schüler aus unseren Gemeinden und darüber hinaus in ihrem Fach Evangelische Religion lernen können.

Aktualisiert am 3. September 2020

Wo immer möglich, sollten Kirchen in den nächsten Wochen für Besucher und Besucherinnen geöffnet sein. Die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln sind jedoch auch dort zwingend einzuhalten, auf sie ist bereits am Eingang hinzuweisen. 

Aktualisiert am 3. November 2020

Für seelsorgliche Kontakte sind die jeweils aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (SächsCoronaSchVO) sowie die Allgemeinverfügungen zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes anlässlich der Corona-Pandemie im Freistaat Sachsen zu beachten.  

Seelsorgebesuche

Häusliche Seelsorgebesuche sind insbesondere in der Advents- und Weihnachtszeit sowie in der dunklen Jahreszeit vor allem für alleinlebende und mobilitätseingeschränkte Personen von großer Bedeutung. Sie sollten angekündigt werden, um die Möglichkeit zu geben, sich darauf vorbereiten bzw. absagen zu können. In Pflegeinrichtungen muss vorher zwingend die Einrichtungsleitung kontaktiert werden (vgl. folgender Abschnitt). Bei der aktuellen Infektionslage ist seitens der Gemeindeglieder mit Bedenken (Ansteckungsgefahr) und besonderer Vorsicht zu rechnen. Dann sollte bspw. ein schriftlicher Gruß oder ein Anruf als Alternative gewählt werden, um deutlich zu machen: Du bist nicht vergessen! In jedem Fall sind die Grundsätze der aktuellen SächsCoronaSchVO (Hygiene- und Abstandsregeln, bes. Schutz von Risikopersonen) zu beachten.

Krankenhaus-, Altenpflegeheim- und andere Seelsorgebereiche

Seelsorgebesuche sind in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Kliniken und allen stationären Einrichtungen grundsätzlich möglich. Allerdings haben die Einrichtungen ein eigenständiges Konzept für Besuche zu erstellen, das an die aktuelle Infektionslage angepasst wird. In jedem Fall wird empfohlen, sich vorher nach den in der Einrichtung geltenden Bestimmungen zu erkundigen und Seelsorgebesuche als solche anzumelden, da private Besuche teilweise nur sehr eingeschränkt möglich sind. Es kann dazu kommen, dass der Eintritt erst zeitverzögert möglich wird, da für bestimmte Bereiche (sog. Corona-Stationen) bes. Schutzkleidung anzulegen ist, wofür Krankenhauspersonal bereits stehen muss. Besuchswünsche können in Krankenhäusern, in denen Krankenhauseelsorgerinnen und -seelsorger tätig sind, an diese weitergeleitet werden. Gottesdienste bzw. Andachten sind derzeit aufgrund der räumlichen Bedingungen in einigen Krankenhäusern nicht möglich. Alternativ gibt es vielfältige schriftliche oder visuelle Angebote. Grüße können auch durch die Seelsorgenden vor Ort überbracht werden.  

Räume der Stille

In Andachtsräumen, Kapellen oder Räumen der Stille liegen Andachts- und Gebetstexte, biblische Worte, Adventstexte und weitere hilfreiche Impulse aus. Zudem werden dort die Kontaktdaten bzw. Angaben zur Erreichbarkeit der Seelsorge bekannt gemacht.

Seelsorgeangebote für alle

Die Corona-Pandemie hat vielfältige Krisen ausgelöst. Darüber sich auszutauschen hilft bei der Bewältigung. Wer dazu in der Lage ist, sollte ermutigt werden, selber zum Telefon zu greifen und bekannte Personen anzurufen oder die elektronischen Medien zum Austausch zu nutzen.

Verwiesen wird hier außerdem auf den Dienst der TelefonSeelsorge, der nach wie vor rund um die Uhr unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 zu erreichen ist.

Viele Kirchgemeinden veröffentlichen darüber hinaus durch Aushänge und im Internet Hinweise zu seelsorglichem Beistand.  

Aktualisiert am 4. Dezember 2020

Eine theologische Betrachtung zu Möglichkeiten der Seniorenarbeit in Corona-Zeiten ist als "Handreichung für den kirchlichen Dienst" am 26. Juni 2020 im Amtsblatt veröffentlicht worden. Autor ist Pfarrer Jan Schober, Referent für Seniorenarbeit und Generationen bei der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen.

Aufgrund der aktuellen Lage werden Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Mitarbeitende in Kirchgemeinden gebeten, ihre Erreichbarkeit sicherzustellen und auf geeignete Weise in der Kirchgemeinde bekannt zu machen. 

Stand der Information vom November 2020 

Diese Hinweise gelten für die Anstellungsträger der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Beschäftigungsverhältnisse gemäß der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDVO) sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, den Kirchenbezirken, Kirchgemeinden und weiteren Anstellungsträgern, die unter den Geltungsbereich der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDVO) fallen und im Zusammenhang mit dem Coronavirus an der Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert bzw. eingeschränkt sind.

Quarantäne, Tätigkeitsverbot von Mitarbeitenden oder Schließung der Dienststelle

Mitarbeitende, für die gemäß § 30 IfSG eine Quarantäne oder ein Tätigkeitsverbot gemäß § 31 IfSG angeordnet wurde und die einen Verdienstausfall erleiden, erhalten eine Entschädigungszahlung in Höhe ihres Netto-Arbeitsentgelts für einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen gemäß §§ 56 ff IfSG.

Die Abwicklung der Zahlung erfolgt durch die Zentrale Gehaltsabrechnungsstelle (ZGASt) der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens unverändert im Auftrag des Anstellungsträgers. Der Erstattungsantrag ist in Zusammenarbeit zwischen ZGASt und Anstellungsträger spätestens 3 Monate nach Beginn der Maßnahme bei der Landesdirektion Sachsen zu beantragen. Es wird empfohlen einen Antrag auf Vorschusszahlung bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen. Weiterführende Informationen sowie die entsprechenden Anträge finden Sie auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen.

Im Falle einer Quarantäne könnten Dienststellen von heute auf morgen nicht mehr besucht werden bzw. ganze Dienststellen geschlossen werden. Sie werden gebeten, Ihre Mitarbeitenden darauf hinzuweisen die Möglichkeit des E-Mail-Abrufs über den Web-Browser von zu Hause im Vorfeld zu testen, so dass sie im Fall einer Quarantäne notwendige E-Mails weiterhin empfangen bzw. versenden sowie Informationen des Anstellungsträgers erhalten können.

Die Einrichtung kann wie folgt erläutert werden:

  • Internetadresse: cnmail.evlks.de aufrufen
  • auf der folgenden Anmeldeseite mit EVLKS-E-Mail-Adresse und zugehörigen Passwort anmelden
  • bei der ersten Anmeldung den Anweisungen auf dem Bildschirm (Zeitzone und Sprache auswählen) folgen
  • automatisches Öffnen des eigenen Posteingangs (grundlegende Einstellungen und weitere Funktionen sind verfügbar).

Die Hinweise zum Datenschutz vom Datenschutzbeauftragen für Kirche und Diakonie Herrn Pierre Große vom 17. März 2020 sind zu beachten.

 

Umgang mit dem Verdacht auf Kontakt mit einer infizierten Person

Wenn Mitarbeitende erfahren, dass Personen zu denen sie Kontakt hatten, infiziert sind oder diese Kontakt zu anderen infizierten (oder positiv getesteten) Personen hatten, ist der Anstellungsträger sowie das zuständige Gesundheitsamt umgehend zu informieren. Für die Zeit bis zum Erhalt des Testergebnisses, maximal für drei Tage, ist eine bezahlte Freistellung zu gewährleisten.

Sollten der Anstellungsträger von den Mitarbeitenden die Mitteilung erhalten, dass ein längeres Fernbleiben vom Arbeitsplatz erforderlich ist, ist zu prüfen, ob andere Möglichkeiten zum Ausgleich der Arbeitsverhinderung in Anspruch genommen werden können (Inanspruchnahme von Überstunden, Mehrarbeitsstunden, Ausschöpfung der Regelung von Arbeitszeitkonten, Inanspruchnahme von nicht verplantem Urlaub oder Homeoffice). Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer unbezahlten Freistellung nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub), wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten.

Das Landeskirchenamt hat sich darauf verständigt, dass in Zweifelsfällen bei mittelbarem Kontakt mit Infizierten bzw. positiv getesteten Personen, abgestellt auf das jeweils bestehende Gefährdungspotential, Mitarbeitende durch den Anstellungsträger bis zu 14 Tage bezahlt freigestellt werden können. Es wird empfohlen, entsprechend zu verfahren.

 

Mitarbeitende mit Anzeichen eines grippeähnlichen Infekts oder Symptome einer Coronavirus-Infizierung

Mitarbeitende, die deutliche Anzeichen eines grippeähnlichen Infekts aufweisen, sollten das vor Arbeitsaufnahme telefonisch oder elektronisch dem Anstellungsträger anzeigen. Der Anstellungsträger sollte darauf hinwirken, dass sofort ein Arzt aufgesucht wird. Bis zu drei Tagen kann eine bezahlte Freistellung erfolgen (sog. Karenztagregelung). Bei Krankschreibung gilt das normale Verfahren.

Sollten sich bei Ihnen Krankheitssymptome zeigen, die auf eine Infizierung mit dem Coronavirus hindeuten, gehen Sie bitte direkt zum Arzt (nach vorheriger telefonischer Abstimmung mit der Praxis) und zeigen dies unverzüglich der Dienststellenleitung an. Die Arbeitsaufnahme erfolgt wieder, wenn ein negativer Test vorliegt.

Mitarbeitende, die unmittelbaren Kontakt mit Verdachtspersonen und bereits positiv getesteten Menschen (z.B. Haushaltsangehörige) hatten, zeigen dies bitte ebenfalls der Dienststellenleitung an und begeben sich in Quarantäne, bis ein negativer Test bei der Verdachtsperson bzw. bei Ihnen selbst vorliegt. Hierfür wird eine bezahlte Freistellung für max. 3 Tage gewährt. Bei Rückfragen oder im Einzelfall besonderen Verläufen bitten wir Sie um Kontaktaufnahme mit der Dienststellenleitung bzw. Ihrem Dienstvorgesetzten.

 

Rückkehr aus einem Risikogebiet

Mitarbeitende, die aus einem vom Robert-Koch-Institut festgelegten Risikogebiet zurückkehren, haben den Anstellungsträger vor Arbeitsaufnahme zunächst telefonisch oder elektronisch frühestmöglich sowie das zuständige Gesundheitsamt zu informieren.

Die aktuell festgelegten, sich regelmäßig veränderten, Risikogebiete finden Sie hier.

Die vorgenannten Hinweise zur Freistellung sowie zum Fernbleiben vom Arbeitsplatz gelten gleichermaßen, außer bei einer bewussten Einreise in ein als Risikogebiet eingestuftes Gebiet. Hier hat die Freistellung komplett als unbezahlte Freistellung (Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO) zu erfolgen, soweit nicht eigener Urlaub oder Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben angerechnet werden.

 

Quarantäne während Urlaubsaufenthalts

Mitarbeitende,  für die während eines Urlaubsaufenthaltes eine Quarantäne verhängt wurde und für dessen Urlaubsland während des Aufenthalts die Einstufung als Risikogebiet erfolgt ist wie vorbeschrieben („Rückkehr aus dem Risikogebiet“) zu verfahren. 

Arbeitsrechtlich zu klären wäre im konkreten Fall in Abstimmung mit der Zentralstelle für Personalverwaltung wie mit einer im Ausland verhängten Quarantäne umzugehen ist ob eine Entschädigungszahlung nach dem IfSG erwartet werden kann.

 

Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen

Da der Schulbetrieb, die Betreuung im Hort oder einer Kindertagesstätte wieder normal aufgenommen wurde sind die bisherigen Regelungen zur Notbetreuung und Arbeitsverhinderungen von Mitarbeitenden wegen Kinderbetreuung aufgrund von Schließungen von Schule, Hort und/oder Kindertagesstätte grundsätzlich nur anwendbar, wenn eine tatsächliche Schließung einzelner Betreuungseinrichtungen oder Schulen angeordnet wird.

Durch die Schließungen von Schulen einschließlich Horte und Kindertagesstätten müssen erwerbstätige Eltern in den meisten Fällen ihre Kinder selbst zuhause betreuen. Es gibt häufig die Möglichkeiten zeit- und/oder ortsflexibel zu arbeiten oder Überstunden bzw. Zeitguthaben zum Ausgleich zu nutzen. Sind diese Möglichkeiten ausgeschöpft besteht seit 30. März 2020 die Möglichkeit einer Entschädigung gemäß § 56 Absatz 1 a Infektionsschutzgesetz (IfSG).

Bei direkten Anwendungsfragen zur Inanspruchnahme dieser Entschädigungszahlung, dem Antrags- sowie das Erstattungsverfahren bitten wir Sie sich an die Zentralstelle für Personalverwaltung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens  zu wenden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine unbezahlte Freistellung nach § 27 Absatz 5 KDVO (Sonderurlaub) in Anspruch zu nehmen, wenn es die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse gestatten.

Quarantäne für Mitarbeiterkinder

Wenn für das eigene Kind gemäß § 30 Absatz 1 Satz 2 IfSG eine Quarantäne angeordnet wurde, für den Beschäftigten aber nicht, kann keine Entgeltfortzahlung erfolgen. Hier besteht ein Freistellungsanspruch nach § 45 SGB V für längstens zehn Arbeitstage im Jahr bzw. für Alleinerziehende längstens 20 Arbeitstage. Bei einer Privatversicherung des Kindes besteht ein bezahlter Freistellungsanspruch nach § 27 Absatz 1 Buchst. f Doppelbuchst. bb KDVO bis zu vier Arbeitstagen im Jahr. Wenn das Kind über 12 Jahre ist, besteht ein bezahlter Freistellungsanspruch nach § 27 Absatz 1 Buchst. f Doppelbuchst. aa KDVO von einem Arbeitstag im Jahr.

Mitarbeitende werden gebeten rechtzeitig anzuzeigen, wenn darüber hinaus eine weitere Arbeitsverhinderung besteht, damit die Inanspruchnahme von gegebenenfalls Überstunden-, Mehrarbeits- oder Gleitzeitguthaben oder Urlaub bzw. unbezahlter Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO geprüft werden kann.

Quarantäne für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen

Erfolgt eine Quarantänemaßnahme gegenüber einem pflegebedürftigen nahen Angehörigen, besteht für Mitarbeitende ein Anspruch auf unbezahlte Freistellung für bis zu 10 Arbeitstage (§ 2 PflegeZG). Voraussetzung ist, dass die Freistellung erforderlich ist, um für den pflegebedürftigen nahen Angehörigen in der akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine pflegerische Versorgung sicherzustellen. Durch die Pflegekasse des Pflegebedürftigen kann auf Antrag ein Pflegeunterstützungsgeld gezahlt werden. Darüber hinaus ist die Gewährung einer Freistellung als Sonderurlaub gemäß § 27 Absatz 5 KDVO möglich.

 

Dienstreisen

Dienstreisen sollten auf das notwendige Minimum beschränkt werden. Die Möglichkeit von Onlinekonferenzen sollte geprüft werden.

Dienstreisen in Regionen, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft wurden, müssen unterbleiben.

 

Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat zur Unterstützung in Folge der Corona-Pandemie neue Regelungen zur Kurzarbeit (Kurzarbeitergeld) ergänzend zu den Regelungen der §§ 95 bis 109 SGB III im Eilverfahrungen „zur Bewältigung außergewöhnlicher Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt“ beschlossen. Die Änderungen gelten bis 31. Dezember 2021. Die Arbeitsrechtliche Kommission der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens hat auch reagiert und die Möglichkeit der Einführung von Kurzarbeit durch Dienstvereinbarung in § 24 Absatz 3 KDVO in Verbindung mit Anlage 6 (ABl. 2020, S. A 139) geregelt. Es wurde vereinbart, dass der Anstellungsträger das Kurzarbeitsgeld um einen Zuschuss auf 80% des bisherigen Nettoentgelts erweitert.

Grundsätzlich gilt, dass Kurzarbeit von Anstellungsträgern in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens nur als letztes Mittel genutzt werden sollte, wenn andere Möglichkeiten der Beschäftigung nicht mehr bestehen (z.B. in Rüstzeitheimen). Vor Beratung in den entscheidenden Gremien der Anstellungsträger (Kirchenvorstände u.ä.) sowie vor Einbeziehung der Mitarbeitervertretung sollte zwingend die Beratung der Zentralstelle für Personalverwaltung in Anspruch genommen werden. 

Informationen finden Sie auch im landeskirchlichen Intranet - Corporate Net (CN).

 

Zu Dienstausweisen und Passierscheinen

Es wird darauf hingewiesen, dass die Bewegungsfreiheit zur Ausübung beruflicher Tätigkeit nicht eingeschränkt ist und generell auch aufrechterhalten werden muss. Für Pfarrerinnen und Pfarrer wurden in den Superintendenturen Dienstausweise ausgestellt. Für Mitarbeitende haben alle Dienststellen (Einrichtungen, Kirchgemeinden) eine Vorlage für eine Bestätigung über Fahrten vom Wohnort zur Arbeitsstelle erhalten, die sie für ihre Mitarbeitenden nutzen können.

 

 

Videokonferenzlösungen wurden in den letzten Wochen und Monaten durch viele Gremien in Kirchgemeinden, Kirchenbezirken und kirchlichen Einrichtungen genutzt und haben sich als ein gutes Mittel der Kommunikation in Zeiten der Kontaktbeschränkung erwiesen. Für die weitere Nutzung sind jedoch bestimmte Dinge zu beachten. Das Landeskirchenamt hat in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten eine Handreichung zum Umgang mit Videokonferenztools in der Landeskirche erarbeitet. Sie gibt Hinweise, wann Videokonferenzen sinnvoll und zulässig sind und was bei der Nutzung zu beachten ist. 

Aktualisiert am 17. Juni 2020

GEMA: YouTube / Social Media Plattformen Facebook & Instagram 

Das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen von Online-Gottesdiensten oder Andachten auf diesen Plattformen sowie das Streaming oder der Download dieser Werke ist über die bestehenden Verträge mit den entsprechenden Betreibern abgegolten. Auf die Kirchengemeinden kommen somit keine Kosten zu. – Diese Regelung ist verlängert bis zum 31. Dezember 2020.

Tipps zu digitalen Angeboten für Kirchgemeinden finden Sie auch hier: https://www.ekiba.de/html/content/tipps_fuer_gemeinden_zu_digitalen_angeboten.html

GEMA: Eigene Homepage / Website

Die GEMA hat sich entschlossen, für die Zeit, in der die Gottesdienste nicht vor Ort durchgeführt werden können, die Nutzung von urheberechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen des Streamings oder des Downloadens über die Kirchengemeinde-eigenen Websites durch die bestehenden Pauschalverträge als abgegolten zu betrachten.

Die Art der Musikwiedergabe, live z.B. durch den Organist oder durch Tonträger, ist dabei unerheblich.

Die GEMA hat sich hier bisher nicht im Detail zu einzelnen Diensten (über Youtube, Facebook & Instagram hinaus) geäußert, die zum Streaming auf Webseiten genutzt werden können. Wenn Sie oder Ihre Gemeinden spezielle Dienste einsetzen möchten und unsicher wegen der Nutzung sind, geben Sie uns dazu gerne eine Info und wir klären weitere Details dazu mit der GEMA ab.

Weitere Rechte

Alle weiteren Rechte der Personen, die bei der Erstellung des Gottesdienstes mitwirken, bleiben natürlich bestehen:

Selbstverständlich müssen die Personen (z.B. Kameramann, Musiker etc.) mit dem Vorgehen des Streamings / Downloads einverstanden sein. Ferner gilt das Datenschutzgesetz (für den Fall, dass Besucher anwesend sein sollten).

Nutzung von Noten & Liedtexten (VG Wort und VG Musikedition)

Die EKD hat mitgeteilt, dass der Vertrag mit der VG Musikedition bis 31.12.2022 verlängert worden sei. Die Nutzung von Noten und Liedtexten ist damit in einem bestimmten Umfang erlaubt. Bitte beachten Sie, dass die Noten und Texte nicht länger als 72 Stunden online verfügbar oder zum Download bereitstehen dürfen. Der Download von Noten und Liedzetteln bleibt aber weiter unzulässig. 

Aktuelle Informationen finden Sie hier: https://www.ekd.de/informationen-zur-gema-bei-youtube-54143.htm

Rundfunknahes regelmäßiges Livestreaming

Für Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, die regelmäßige Streaming-Angebote machen wollen, ist die Information der Medienanstalten zum Livestreaming von kulturellen oder religiösen Veranstaltungen sowie Bildungsangeboten während der Zeit des Corona-Epidemieschutzes von Bedeutung. 

Kirchliches Leben in Zeiten der Coronavirus-Pandemie

Auf einer Sonderseite werden wir in den nächsten Wochen Informationen zum Thema Advent und Weihnachten zusammenstellen. Diese Seite befindet sich derzeit in Erarbeitung. Bitte haben Sie noch einen Moment Geduld. 

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