Mitteilung
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Verleihung der Annen-Medaille
02. Oktober 2025
Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren
DRESDEN – Sozialministerin Petra Köpping hatte kürzlich in Dresden im Rahmen einer Festveranstaltung die Annen-Medaille 2025 an 20 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren, verliehen. Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« (1532-1585) gestiftet. Die Annen-Medaille ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt. Unter den Geehrten befanden sich auch immer Personen aus dem kirchlich-diakonischen Bereich, so auch bei der diesjährigen Verleihung.
Ministerin Köpping: „Inzwischen schon zum 30. Mal dürfen wir die Annen-Medaille an Menschen verleihen, die sich in vorbildlicher Weise für ihre Nächste und ihren Nächsten einsetzen. Dafür möchte ich heute von ganzem Herzen Danke sagen und es ist mir eine große Ehre, die Auszeichnungen zu überreichen und die Menschen zu würdigen. Ehrenamtliches Engagement heißt, aus freiem Willen die eigene Zeit und Kraft einzusetzen, um unserem gesellschaftlichen Miteinander auf vielfältige Weise ein fürsorglicheres und solidarischeres Gesicht zu geben. Die Geehrten sind uns große Vorbilder, die hoffentlich viele Menschen anregen, sich ebenfalls zu engagieren und für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft einzusetzen.“
Bereits seit fünfzehn Jahren wird die Festveranstaltung durch das Gymnasium Dresden-Bühlau getragen. Schülerinnen und Schüler haben für die Ehrenamtlichen in einem Unterrichtsprojekt jeweils eine Laudatio erarbeitet und diese auf der Festveranstaltung präsentiert. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Crossover Ensemble des Gymnasiums Dresden-Bühlau.
Unter den mit der Annen-Medaille Geehrten erhielten vier Personen aus dem kirchlich- und karitativen Bereich die Danksagung des Freistaates: So gehört Rosemarie Böhme zu den engagiertesten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Heilandskirchgemeinde Dresden-Cotta und dem Ev.-Luth. Kirchspiel Dresden West. Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz für die Seniorinnen und Senioren. Sie ist immer da, hat alles im Blick, vor allem die Menschen. Sie kennt alle beim Namen, weiß um Vorlieben und Grenzen, erkennt sofort, wenn jemand fehlt und besucht die Bewohnerinnen und Bewohner auch zwischendurch.
In Leipzig ist Walburga Herfurth seit 2017 im Besuchsdienst ihrer Kirchgemeinde im Süden der Stadt tätig und besucht in diesem Kontext hochaltrige Menschen um Gespräche und Gemeinschaft anzubieten und Einsamkeit zu überwinden. Außerdem ist sie ehrenamtlich im Hospizverein Leipzig e.V. tätig, um schwerkranke oder sterbende Menschen und ihre Angehörigen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Zudem unterstützt sie kranke Menschen und begleitet sie im Alltag.
Ebenfalls in Leipzig arbeitet Dominic McKendry seit nunmehr 10 Jahren ehrenamtlich im Mitarbeiter-Team des TeeKellers »Quelle« der Michaeliskirche Leipzig mit. Durch seine kontaktfreundliche Art erfährt er eine große Akzeptanz bei den Gästen. Für Hilfestellungen und Gespräche steht er für sie ganz selbstverständlich zur Verfügung. Sein menschlicher Humor und seine effiziente Mitarbeit tragen dazu bei, dass er großes Vertrauen bei den Gästen und dem gesamten Mitarbeiter-Team genießt. Auf eigene Initiative bietet er regelmäßig kostenfreie Englischkurse für die Gäste an und unterstützt bei der Organisation von Ausflügen.
Brigitte Schmerder aus Bautzen engagiert sich seit fast 30 Jahren in der Oberlausitz in beeindruckender Weise ehrenamtlich in der TelefonSeelsorge. Bis heute – im stolzen Alter von 85 Jahren – ist sie eine tragende Säule des Teams in der Dienststelle Görlitz. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen ist sie regelmäßig vor Ort präsent und aktiv. Noch immer übernimmt sie die Nachtdienste von 23:00 Uhr bis 7:00 Uhr – eine herausragende Leistung in ihrem Alter. Auch im Zeitalter der Digitalisierung hat sie sich weitergebildet und dokumentiert Gespräche digital. Stets bringt sie ihre langjährige Erfahrung und ihre Lebenserfahrung wertvoll in die kollegiale Beratung ein.