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Zeit der Konfirmationen in Sachsen


08. April 2018

Über 5.000 Mädchen und Jungen werden konfirmiert

DRESDEN – In den nächsten Wochen bis zum Pfingstfest werden in den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche über 5.000 Jugendliche im Alter von 14 Jahren konfirmiert oder getauft. Den Auftakt bildete in einigen Gemeinden bereits vor Ostern der Palmsonntag.

Vor elf Jahren war die Zahl der Konfirmationen in der sächsischen Landeskirche deutlich und kontinuierlich gestiegen. Nachdem es 2007 in Sachsen wegen der geburtenschwachen Jahrgänge Anfang der 1990er Jahre einen Tiefstand von nur 4.000 Konfirmanden gab, waren die Zahlen bis vor drei Jahren wieder auf über 5.000 gestiegen. Zwischenzeitlich gingen sie auf 4.800 zurück. Die in diesem Jahr zu erwartenden 5.041 Konfirmationen spiegeln die leicht gestiegenen Jahrgänge von 2003/2004 wider.

Damit wird deutlich, dass die Konfirmation und die vorangehende meist zweijährige Konfirmandenzeit für heranwachsende Jugendliche auch weiterhin ein attraktives Angebot darstellen. Es ist mittelfristig davon auszugehen, dass sich auch weiterhin rund 5.000 Mädchen und Jungen konfirmieren lassen. Neben weitgehend konstanten Zahlen in den Regionen gibt es in sechs Kirchenbezirken ein deutliches Plus: So in Dresden Nord und in Leipzig sowie in Zwickau und erneut in Leisnig-Oschatz und Annaberg. Diesmal legt aber der Kirchenbezirk Pirna mit einem Plus von 55 von 120 auf 175 Konfirmationen am stärksten zu.

Veränderungen und Konstante

Anstiege und Stagnationen sind häufig von Wanderungsbewegungen in den letzten Jahren beeinflusst, so von Weg- und Zuzügen innerhalb und außerhalb Sachsens. Gerade von den Dynamiken im Wachstum der beiden Großstädte sind auch Entwicklungen in angrenzenden ländlichen Bereichen beeinflusst.
Der prozentuale Anteil der Konfirmanden an der Altersgruppe von aktuell fast 20 Prozent entspricht dem Verhältnis der letzten Jahre. Kurz vor der friedlichen Revolution lag der Anteil bei 14 Prozent.

Viele Kirchgemeinden wählen die Sonntage nach Ostern bis zum Pfingstfest für das Fest der Einsegnung. Häufig sind die Konfirmationsgottesdienste mit der Bekräftigung des christlichen Bekenntnisses in einer für Jugendliche ansprechenden Form gehalten. So werden neuere Lieder gesungen oder die „Älteren“ der Jungen Gemeinde beteiligen sich an der Gottesdienstgestaltung. Vor den jeweiligen Konfirmationssonntagen stellen sich die Konfirmanden in einem Gottesdienst der Gemeinde vor.

Konfirmandenarbeit in Zeiten des Wandels

Seit geraumer Zeit gibt es seitens der Landeskirche gemeindepädagogische Impulse, die Konfirmandenarbeit auch für Jugendliche attraktiv zu gestalten, die noch nicht mit der Kirche in Berührung kamen. Offene Jugendarbeit mit Verbindlichkeit und Gemeinschaft mit Erlebnischarakter sollen stärker auf die Bedürfnisse junger Heranwachsender ausgerichtet sein. Meist durch Freunde mit eingeladen, nehmen bereits viele nichtgetaufte Jugendliche an den Treffen vor der Konfirmation teil. So ist an den Konfirmationssonntagen zu beobachten, dass sich über zehn Prozent gleichaltrige Jugendliche taufen lassen.

Um die derzeitige Praxis zu spiegeln, Veränderungen anzuzeigen und von Beispielen gelungener Konfirmandenarbeit zur lernen, wird am 6. Juni 2018 zu einem Impulstag für die „Konfirmandenarbeit in Zeiten des Wandels“ in der Evangelischen Akademie Meißen eingeladen.

Konfirmation

Konfirmanden mit Kerzen Altarraum
Kerzen erinnern am Konfirmationstag an die Taufe

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