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Wirtschaftswachstum – Grenzen und Alternativen


11. Februar 2018

Wirtschaft braucht Alternativen zum Wachstum

DRESDEN – Die Ausstellung „Endlich wachsen!“ im Foyer der Dresdner Dreikönigskirche thematisiert bis zum 2. April Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit im Kontext christlicher Werte. Zur Eröffnung am 11. Februar wurde in einem ökumenischen Gespräch auf Grenzen und Alternativen des Wachstums aufmerksam gemacht. Unter Moderation von Anna Groschwitz, Referentin für „anders wachsen“ beim Ökumenischen Informationszentrum Dresden (ÖIZ), gaben Pfarrer Tobias Funke, Johanneskirchgemeinde Dresden, und Ulrich Clausen, Beauftragter für Weltkirche und Umwelt, Bistum Dresden-Meißen, Auskunft über ihre Erfahrungen und ihre Motivation.

Pfarrer Funke, Mitinitiator der Initiative anders wachsen, sammelte in Arbeitskreisen in Leipziger Gemeinden erste Erfahrungen. Er beobachte seit geraumer Zeit ein „höher, schneller, weiter“ in der Ausrichtung des Alltags. Aus dem Wachstumsdruck wachse Leistungsdruck, was schon bei Jugendlichen eine Rolle spiele. Dem müsse Entschleunigung entgegen gesetzt werden. Zudem versuche er sich für eine bessere Gerechtigkeit einzusetzen und sich nicht nur mit Zahlen und Strukturen zu beschäftigen. Das bedeute in Konsequenz für Kirche nach außen zu denken und sich für Nachhaltigkeit, Ressourcengerechtigkeit und Klimaschutz einzusetzen.

Auch Ulrich Clausen plädiert dafür, nicht nur innerkirchlich zu denken, sondern auch in die Welt hinein. Leider klaffe häufig das Gedachte und Gesagte mit dem Handeln auseinander. Kirche solle aber das Salz, das Licht sein. Die Grundlage sehe er in neutestamentlichen Seligpreisungen. „Wir sollten anders sein und uns entkoppeln“, sagte Clausen.

Die angerissenen Fragen aus persönlichem Blick weitet die Ausstellung mit sechs Exponaten. Die Inhalte werden dem Betrachter auf interaktive Weise zugänglich und verständlich vermittelt. Der Leihgeber ist eine gemeinnützige Initiative in Berlin und wird in Dresden mit weiteren Begleitveranstaltungen in Kooperation von ÖIZ und ‚Haus der Kirche‘ verantwortet. Zur Ausstellung werden am 28. Februar und am 20. und 28. März jeweils um 17:00 Uhr Workshops im Haus der Kirche angeboten.

Ein abwechslungsreiches Programm aus Vorträgen und Gesprächsabenden durchzieht den März. Dabei werden Beispiele von Netzwerken und Gemeinwohlprojekten aus dem lokalen und regionalen Umfeld vorgestellt. Abgeschlossen werden die Veranstaltungen am 25. März mit „Ein anders-wachsen-Gottesdienst um 10:00 Uhr in der Dreikönigskirche sowie am Abend mit einem Film und anschließendem Gespräch.

www.anders-wachsen.de

Programmdetails unter Weltsichten bei ÖIZ

Blick in die Ausstellung mit interessierten Besuchern
Ausstellung im Foyer der Dreikönigskirche

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