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Vorträge und Podien in der Frauenkirche Dresden


25. Februar 2020

Bau- und Erhaltungsmaßnahmen an der Frauenkirche

DRESDEN – Der nächste Vortrag in der Dresdner Frauenkirche findet im Rahmen des Donnerstagsforums am Donnerstag, 27. Februar, um 19:30 Uhr statt. Unter dem Titel »Bau- und Erhaltungsmaßnahmen an der Frauenkirche 2019/2020« wird Dipl.-Ing. Thomas Gottschlich, Leitender Architekt der Stiftung Frauenkirche Dresden, in der Unterkirche referieren.

Thomas Gottschlich war beim Wiederaufbau der Frauenkirche seit 1997 Architekt der Baudirektion der Stiftung Frauenkirche Dresden und Vertreter des Baudirektors auf der Baustelle. Seit 2009 ist er für die Kirchbauverwaltung verantwortlich. Seit 1999 ist er Mitglied der Europäischen Dombaumeister e.V.

Inspektionsarbeiten im Außenbereich der Frauenkirche finden regelmäßig zwischen Frühling und Herbst statt. Dazu zählen die alle fünf Jahre notwendigen Befahrungen der gesamten Außenhaut der Frauenkirche und Begehungen von bauphysikalisch komplexen Raumeinheiten wie den Treppentürmen, dem Wendelgang, der Laterne, der Innenkuppel und den Glockenstuben, die in kürzeren Zeitabschnitten erfolgen.

 Auch das Nachverfugen des Kirchensandsteinsockels, der Sandsteinplatten und der Treppeneingänge wird im Laufe des Jahres als laufende Bauunterhaltung erledigt. Darüber hinaus ist es gute Praxis geworden, die Kirche am Jahresanfang für eine knappe Woche zu schließen, um in dieser veranstaltungs- und besucherarmen Zeit wichtige Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten in der Frauenkirche durchzuführen. Über diese Maßnahmen berichtet mit Thomas Gottschlich der Leitende Architekt der Stiftung Frauenkirche Dresden.

»Kein Ruhekissen – Demokratie macht Arbeit«

Im FORUM FRAUENKIRCHE wird am Donnerstag, 5. März, um 19:30 Uhr im Hauptraum der Dresdner Frauenkirche zu einer Podiumsdiskussion zum Demokratieverständnis mit der Politikaktivistin Claudine Nierth, der Landesschülerratsvorsitzenden Joanna Kesicka und dem Religionssoziologen Gert Pickel eingeladen. Es moderiert Alexandra Gerlach.

»Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen«, hat der britische Staatsmann Winston Churchill gesagt. Tatsächlich zeigt die Erfahrung, dass Demokratie oft mühsam ist. Aber ein besserer Weg für ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit wurde bisher nicht gefunden. Einfach ist der Alltag in einer Demokratie nicht: Streit gehört dazu, Kompromisse sind notwendig, Toleranz erforderlich. Und ohne Einsatz der Bürger für ihre Gesellschaft kommt Demokratie schnell an ihre Grenzen.

Gemeinsinn, Engagement und die Bereitschaft, andere Meinungen gelten zu lassen, sind notwendige Tugenden. Das wirft im Jahr 2020 viele Fragen auf: Setzen wir uns genug für unsere Gesellschaft ein? Oder ziehen wir uns zu sehr ins Private zurück? Gefährdet zu viel Individualismus das Gemeinwesen? Sind wir noch in der Lage, Kompromisse zu akzeptieren? In welchem Land wollen wir eigentlich leben?

»Wer Schlösser und Kirchen baut, muss auch Synagogen bauen!«

Unter diesem Titel bietet die Frauenkirche Dresden am 12. März im Rahmen von FORUM FRAUENKIRCHE eine interessante Projektvorstellung über den Wiederaufbau einer Synagoge in Berlin Kreuzberg. Darüber wird Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, in der Unterkirche der Frauenkirche berichten. Er ist Initiator des Wiederaufbaus der Synagoge, dem ersten deutschlandweiten Wiederaufbau einer von den Nazis komplett zerstörten Synagoge überhaupt.

Architektur ist immer auch Geschichtsschreibung. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland zig Schlösser, Kirchen und ganze Altstadtensembles wie zuletzt in Frankfurt am Main historisch rekonstruiert worden. Doch war Deutschland immer mehr als das. Vor hundert Jahren gehörten zum Stadtbild ganz selbstverständlich große, stolze und zentral gelegene Synagogen. Nur sind diese wegen der Nazi-Diktatur weitgehend verschwunden. Als Erinnerung an die schreckliche Verwüstung jüdischen Lebens und als Signal in die Zukunft soll daher zum ersten Mal in der deutschen Geschichte eine Synagoge wieder historisch rekonstruiert werden. Die Idee dazu geht auf Raed Saleh zurück.

Podien im Hauptraum der Frauenkirche Dresden

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