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Vorbereitungsdienst auf den Pfarrberuf


03. September 2019

Acht Vikarinnen und Vikare sowie ein berufsbegleitender Vikar beginnen Vorbereitungsdienst

MORITZBURG - Nach der bestandenen Ersten Theologischen Prüfung beginnen im September fünf Vikarinnen und drei Vikare sowie ein Vikar berufsbegleitend ihren zweieinhalbjährigen Vorbereitungsdienst (Vikariat) in der sächsischen Landeskirche. Eröffnet wurde das Vikariat mit einem Abendgottesdienst am gestrigen Montag, 2. September, in der Moritzburger Kirche, geleitet von Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte, Personaldezernentin für Pfarrerinnen und Pfarrer im Ev. Luth. Landeskirchenamt Sachsens. Dazu waren auch Familienangehörige und Freunde sowie alle, die die Vikare als Studienleiter, Mentoren und Lehrpfarrer begleiten, eingeladen. Derzeit findet eine Kennenlern- und Einführungswoche im Evangelischen Bildungszentrum in Moritzburg statt.

Im ersten Teil der Ausbildung lernen die Vikarinnen und Vikare die pädagogischen Arbeitsgebiete eines Pfarrers kennen. Sie hospitieren im Religionsunterricht, gestalten Unterrichtseinheiten selbst und besuchen Junge Gemeinden, Kinder- und Jugendgruppen. Auf diese Weise erschließen sie sich unter Anleitung von Mentorinnen und Mentoren das Feld der religionspädagogischen Praxis.

Am Pädagogisch-Theologischen Institut in Moritzburg wird das aus dem Studium mitgebrachte Wissen aufgefrischt und das für die Praxis nötige Handwerkszeug erworben. Während des sechsmonatigen pädagogischen Vikariats absolvieren die Vikarinnen und Vikare eine Lehrprobe und erarbeiten ein gemeindepädagogisches Projekt. Beides gehört bereits zum Zweiten Theologischen Examen.

Dem ersten Halbjahr schließt sich ein längeres Gemeindevikariat an, in dem sich die Vikarinnen und Vikare in einer Gemeinde unter Anleitung eines Lehrpfarrers oder einer Lehrpfarrerin auf die pastoralen Aufgaben vorbereiten. Kurse am gemeinsamen Predigerseminar der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Wittenberg und am Institut für Seelsorge und Gemeindepraxis in Leipzig unterstützen sie dabei.

Nach zwei Jahren stellen die Vikarinnen und Vikare im Zweiten Theologischen Examen (Klausuren, Gottesdienstprüfung und mündliche Prüfungen) ihre Eignung für den Pfarrdienst unter Beweis. Ein halbes Jahr werden sie dann noch die Praxis in der kirchgemeindlichen Arbeit vertiefen, mehr Verantwortung übernehmen und einen Kurs zur Vertiefung der Seelsorgeausbildung absolvieren. Danach erhalten sie ihre Zeugnisse und können sich für den Pfarrdienst bewerben und mit der Ordination den Probedienst beginnen.

Die sächsische Landeskirche ermutigt weiterhin junge Menschen zur Aufnahme eines Theologiestudiums oder einer Ausbildung im kirchlichen Bereich. Für Theologiestudierende an der Leipziger Fakultät steht ein Pfarrer im Ehrenamt als Assistent für beratende und seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung, wodurch das Angebot der Evangelischen Studentengemeinde ergänzt wird. Theologiestudierende, die später in den Dienst der Landeskirche treten wollen, werden im Studium finanziell unterstützt und zu besonderen Tagungen eingeladen. 

Berufe in Kirche und Diakonie

OLKRn Margrit Klatte spricht Vikaren und Mentoren den Segen zu
Nach dem Einführungsgottesdienst vor der Kirche
Gespräch mit dem Referenten für Theologische Aus-, Fort- u. Weiterbildung, OKR Karl Ludwig Ihmels, nach der Einführung

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