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Vorbereitungsdienst auf den Pfarrberuf


30. August 2018

13 Vikarinnen und Vikare sowie ein Gastvikar beginnen Vorbereitungsdienst

MORITZBURG - Nach der bestandenen Ersten Theologischen Prüfung beginnen im September sechs Vikarinnen und neun Vikare (darunter ein Gastvikar und ein zurückgekehrter Vikar) ihren zweieinhalbjährigen Vorbereitungsdienst (Vikariat) in der sächsischen Landeskirche. Eröffnet wird das Vikariat mit einem Abendgottesdienst am Montag, 3. September, um 18:00 Uhr in der Moritzburger Kirche, geleitet von Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte, Personaldezernentin für Pfarrerinnen und Pfarrer der Ev. Luth. Landeskirchenamt Sachsens. Dazu sind auch Familienangehörige und Freunde sowie alle, die die Vikare als Studienleiter, Mentoren und Lehrpfarrer begleiten, eingeladen.

Im ersten Teil der Ausbildung lernen die Vikarinnen und Vikare die pädagogischen Arbeitsgebiete eines Pfarrers kennen. Sie hospitieren im Religionsunterricht sowie in Jungen Gemeinden, Kinder- und Jugendgruppen und erschließen sich so unter Anleitung von Mentorinnen und Mentoren das Feld der religionspädagogischen Praxis.

Am Pädagogisch-Theologischen Institut in Moritzburg wird das aus dem Studium mitgebrachte Wissen aufgefrischt und das für die Praxis nötige Handwerkszeug erworben. Während des sechsmonatigen pädagogischen Vikariats absolvieren die Vikarinnen und Vikare eine Lehrprobe und erarbeiten ein gemeindepädagogisches Projekt. Beides gehört bereits zum Zweiten Theologischen Examen.

Dem ersten Halbjahr schließt sich ein längeres Gemeindevikariat an, in dem sich die Vikarinnen und Vikare in einer Gemeinde unter Anleitung eines Lehrpfarrers oder einer Lehrpfarrerin auf die pastoralen Aufgaben vorbereiten. Kurse am gemeinsamen Predigerseminar der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in Wittenberg und am Institut für Seelsorge und Gemeindepraxis in Leipzig unterstützen sie dabei.

Nach zwei Jahren stellen die Vikarinnen und Vikare im Zweiten Theologischen Examen (Klausuren, Gottesdienstprüfung und mündliche Prüfungen) ihre Eignung für den Pfarrdienst unter Beweis. Ein halbes Jahr werden sie dann noch die Praxis in der kirchgemeindlichen Arbeit vertiefen, mehr Verantwortung übernehmen und einen Kurs zur Vertiefung der Seelsorgeausbildung absolvieren. Danach erhalten sie ihre Zeugnisse und können sich für den Pfarrdienst bewerben und nach der Ordination den Probedienst beginnen.

Dies wird im Februar 2019 der Fall sein, wenn elf Absolventen des vorigen Durchgangs den dreijährigen Probedienst antreten soweit nicht persönliche Planungen dem entgegenstehen.
Seit einiger Zeit ist zu beobachten, dass vor einem möglichen Antritt des Vorbereitungsdienstes oder des späteren Probedienstes individuelle Umstände dazu führen können, dass Kandidaten Zwischenzeiten einschieben  und erst einmal etwas anderes machen. Dies kann eine angestrebte Promotion, eine familiäre Veränderungen oder ein Auslandsaufenthalt sein.

Die sächsische Landeskirche ermutigt weiterhin junge Menschen zur Aufnahme eines Theologiestudiums oder einer Ausbildung im kirchlichen Bereich. Für Theologiestudierende an der Leipziger Fakultät stehen eine Pfarrerin und ein Assistent für beratende und seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung, wodurch das Angebot der Evangelischen Studentengemeinde ergänzt wird. Theologiestudierende, die später in den Dienst der Landeskirche treten wollen, werden im Studium finanziell unterstützt und zu besonderen Tagungen eingeladen.

Berufe in Kirche und Diakonie

15 Vikare nach der Einführung am 3. August 2018
Einführung in Moritzburg am 3. August 2018
Vikare stehen vor dem Altar in der Moritzburger Kirche
Vikare im Altarraum der Moritzburger Kirche

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