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Umwelttag im Landeskirchenamt


06. Juni 2018

Vor der eigenen Haustür kehren

DRESDEN – Mit einem Umwelttag am 6. Juni im Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsen sollten kirchliche Mitarbeiter noch stärker für die christliche Verantwortung vor der Schöpfung sensibilisiert und motiviert werden. Dazu eingeladen waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes, der Außenstellen und zentralen kirchlichen Verwaltungsstellen in Dresden im Rahmen der Aktionswoche für Gesundheit und Umwelt. Im Innen- und Außenbereich des Amtes standen ein Vortrag über die christliche Initiative „anders wachsen“, Informationen über fairen Handel, praktische Tipps mit Erfahrungsaustausch sowie Service rund ums Fahrrad auf dem Programm.

Begrüßung und Eröffnung

Der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, begrüßte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Vertreter kirchlicher Umwelteinrichtungen im Atrium des Amtes. Er verwies auf die Angebote des Tages und lud zum Mitmachen und Ausprobieren ein. So wies er beispielsweise auf „pfiffige Ideen“ an den Produktständen hin sowie auf interessante Fahrradmodelle - darunter Lastenfahrrad, E-Bike, Tandemmodelle u.a.  - im Hofbereich. Dr. Kimme dankte dem Umweltteam für die Vorbereitung und eröffnete den Umwelttag.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing, der so häufig wie möglich in die Pedale tritt, war an diesem Tag mit dem Fahrrad zum Umwelttag gekommen. Insbesondere das Vortragsthema „anders wachsen“ interessiere ihn, sagte er. In einer Andacht am Vortag erinnerte er an Gottes Zusage, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Wie die Wachteln und das Manna auf der Wüstenreise des jüdischen Volkes, müsse es nichts exquisites sein, aber Grundversorgung eben. „Wir brauchen nicht in die Ferne zu schweifen, sondern können die heimischen Produkte als Köstlichkeit der Saison wieder entdecken“, sagte er angesichts der von weit her herantransportierten Früchte.

Initiative „anders wachsen“

Für die Referentin Anna Groschwitz vom Ökumenischen Informationszentrum in Dresden ging es um „Mehr Gutes – weniger Güter“ in ihrem Vortrag, indem sie den Preis des hohen Lebensstandards in Frage stellte. Sie verwies im Rahmen der Initiative „anders wachsen“ auf lebenswichtige Paradigmen wie Nächstenliebe, Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden. Sie seien untrennbar mit der Ethik des Genug in Lebenspraxis und Gemeindealltag verbunden. Sie plädierte für ein neues Bewusstsein in Kirche und christlicher Gemeinde, dass ein anderes Zusammenleben nötig, aber auch möglich sei. Die christliche Initiative will sensibilisieren, ermutigen und begleiten.

Angebote zum Mitmachen und ausprobieren

Danach wurden Möglichkeiten präsentiert, selbst Wasch- und Putzmittel herzustellen. Das Umweltteam im Landeskirchenamt, dem fairer Handel (Fairtrade) besonders am Herzen liegt, kam an einem Stand mit aktuellen Themen ins Gespräch und stellte entsprechende Waren vor.      

Das Fahrrad spielte an diesem Tag eine besondere Rolle. Deshalb standen verschiedene Fahrradmodelle und Fahrradhelme zum Test zur Verfügung. Kleine Reparaturen (Bremsklötze, Bowdenzüge, Reifenservice, Beleuchtung) übernahmen die Mitarbeiter des Lebenshilfe e.V. Jeder konnte sein Fahrrad zum Frühjahrscheck mitbringen.

Von Amtswegen Einsparung und Effizienz

Die Verbrauchsdaten des Landeskirchenamtes liegen nicht unter Verschluss. Dazu gab es Informationen über Wasserverbrauch, Abfallaufkommen und zurückgelegte Kilometer von Dienstreisen. Die Ausstellung „ökologischer Fußabdruck“ macht in den nächsten Wochen in besonderer Weise auf die kleinen und großen Einsparpotenziale im täglichen Leben aufmerksam.

Am 6. Mai 2016 erhielt das Dienstgebäude des Landeskirchenamtes nach zwei Jahren Bestandsaufnahme und Empfehlungen über konkrete Fortschritte in der Energieeffizienz die Zertifizierung des kirchlichen Umweltsiegels „Grünen Hahn“. Damit wurde das Landeskirchenamt bei der Arbeitsstelle Kirchliches Umweltmanagement in Wittenberg und beim Netzwerk „Kirchliches Umweltmanagement“ (KIRUM) registriert.

Landesbischof (3.v.l) mit Mitradlern auf dem Fahrrad
Landesbischof Dr. Rentzing (3.v.l) traf sich mit Zweiradbegeisterten am Fahrradstellplatz

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