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„Türmer, Pfeifer & Posaunen"


17. Juli 2020

Turmbesichtigung mit Sonderausstellung in der Dresdner Kreuzkirche

DRESDEN – In der Dresdner Kreuzkirche wird ab 18. Juli eine Sonderausstellung über 600 Jahre Turm-Musik zu sehen sein. Sie ist verbunden mit dem Eintritt zu einer Turmbesichtigung mit weitem Blick über das Zentrum der Landeshauptstadt hinaus.

Hintergrund der Ausstellung ist die Ratsanweisung der Stadt Dresden aus dem Jahr 1420, in der erstmals drei Stadtmusikanten erwähnt werden, die für ein Honorar von 16 Groschen pro Person 29 Mal im Jahr in der Kreuzkirche von der Orgelempore spielen. Schon vorher besorgte der Türmer, auch Stadthausmann genannt, das Stundenblasen vom Turm.

In Person des Stadtmusicus Gottfried Heinrich Schnaucke, mit liebevoll gestalteten Details und vielen Hörbeispielen entfaltet die Ausstellung „Türmer, Pfeifer & Posaunen“ Arbeit, Musik und Alltag der Stadtpfeifer über die zurückliegenden 600 Jahre. Dies alles findet schließlich Eingang in die evangelische Posaunenchorarbeit und die regelmäßigen Auftritte der „Dresdner Turmbläser“ heute.

Frieder Lomtscher, Geschäftsführer der Sächsischen Posaunenmission, freut sich, dass die vielfältige Tradition der Blechbläser in dieser Ausstellung erfahrbar wird. „Damals wie heute erfreuen die Bläserchöre die Menschen und bringen zugleich die frohe Botschaft von Jesus Christus zum Klingen“, so Lomtscher.

Dresdens Superintendent Christian Behr hat Stadtmusicus Schnaucke seine Stimme geliehen und sagt: „Ich selbst spiele die Posaune. Für mich war es spannend, mich auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben.“

In der Ausstellung kann man auch einen Blick in eine historische Türmerstube mit zwei typischen Stadtpfeifer-Instrumenten werfen. Außerdem gibt es auf einer Tafel die Abbildung (1925) des früheren Audi „Alpensegler“, dem ersten Dienstauto der Sächsischen Posaunenmission mit dem damaligen Landesposaunenpfarrer Adolf Müller. Dessen Enkel Karl-Ernst Müller wird an der Ausstellungseröffnung teilnehmen.

Der frühere Dresdner Posaunenwart Andreas Altmann (l.) und der Solotrompeter Sebastian Schöne
Nachbildung einer Historischen Türmerstube

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