Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

TORGAU. Residenz der Renaissance und Reformation


06. Mai 2018

Ausstellung der Rüstkammer der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

TORGAU – Mit der Eröffnung einer neuen Dauerausstellung am 4. Mai auf Schloss Hartenfels in Torgau ist jetzt ein Zusammenschnitt aus fünf Sonderausstellungen zu sehen, die bisher auf Schloss Hartenfels gezeigt wurden. Im Mittelpunkt steht die Stadt als Residenz und Stätte der Reformation. So versetzt die Ausstellung „Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation“ den Besucher in die Zeit der kurfürstlichen Herrschaft auf Schloss Hartenfels von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648).

Nach dem Übergang der Kurwürde von den Ernestinern an die Albertiner 1547 verlor Torgau seinen Status als Hauptresidenz an Dresden. Doch als wichtigste Nebenresidenz mit einem prächtigen Renaissanceschloss von europäischem Rang inmitten einer florierenden Handelsstadt bot Torgau ideale Bedingungen für die Ausrichtung fürstlicher Hochzeiten, höfischer Feste, politischer Zusammenkünfte und Landtage.

Eine erlesene Auswahl an Objekten aus dem reichen Sammlungsbestand der Rüstkammer, bereichert um Kunstwerke aus dem Grünen Gewölbe und dem Kunstgewerbemuseum, lassen die Prachtentfaltung und den Reichtum des kurfürstlichen Hofes lebendig werden.

Schloss Hartenfels und Torgau sind von ebenso zentraler Bedeutung für das Wirken der Lutherischen Reformation wie Wittenberg und die Wartburg. Torgau war seinerzeit die bevorzugte Residenz des kurfürstlichen Hofes. Gelehrte und Theologen wie Georg Spalatin oder Gabriel Zwilling wirkten in diesem Umfeld ebenso wie der Kirchenmusiker Johann Walter. Hier entstand mit Schloss Hartenfels und der Schlosskapelle das gebaute Manifest der Reformation.

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585/1611-1656) schenkte Torgau besondere Aufmerksamkeit. Seine zweite Hochzeit (1607) sowie die Vermählung der ältesten Tochter (1627) fanden auf Schloss Hartenfels statt. Das höfische Fest erreichte neue Dimensionen und nahm innerhalb der Repräsentation einen zentralen Platz ein. Neben Turnieren, Maskeraden, Banketten, Feuerwerken sowie musikalischen und theatralischen Darbietungen diente auch die Jagd der Belustigung und der herrschaftlichen Selbstinszenierung. Reich verzierte Waffen, darunter Jagdwaffen und Zubehör für den „edlen“ Weidmann, Fürstenporträts und Kunstkammerstücke führen die Regierungszeit des Kurfürsten Johann Georg I. vor Augen.

Ausstellungen auf Schloss Hartenfels

Schlossbereich mit Turm von der Westseite gesehen
Schloss Hartenfels (Westseite)

Teilen Sie diese Seite