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Studientag thematisiert Verletzlichkeit


31. Mai 2018

Verletzlichkeit wagen – Leben eröffnen für Frauen und Männer

DRESDEN – Der diesjährige Theologische Studientag der Kirchlichen Frauenarbeit am 2. Juni im Haus der Kirche (Dreikönigskirche) in Dresden thematisiert Verletzlichkeit im Leben von Frauen und Männern. Ein Vortrag sowie Gespräche gehen offen auf die Verwundbarkeit von Menschen ein und wie damit persönlich und gesellschaftlich sowie religiös und politisch umgegangen wird.

Nach Ansicht der Veranstalter gebe es gute Gründe, dass sich Menschen, Staaten und Religionen vor Verwundungen schützen wollen. Aber Selbstschutz geschehe häufig, indem man andere ihrer Verwundbarkeit aussetzt oder sie verwundet, um nicht selbst verwundet zu werden. Diese Strategie durchbreche aber ein Gott, der als Kind zur Welt kam und sich damit freiwillig der Verwundbarkeit des Lebens stellte.

Das Christentum ermutige in der Nachfolge Jesu, die eigene Verletzlichkeit zu wagen, wenn damit das Leben eröffnet werden könne. Den Menschen mache nichts so verletzlich und zugleich lebendig wie die Liebe. Human handeln bedeute somit, sich zu öffnen und menschlich auf die Verwundbarkeit der Anderen zu reagieren.

Um die theologische Reflexion des Themas an diesem Tag zu vertiefen, wurde Prof. Dr. Hildegund Keul M.A., außerplanmäßige Professorin für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, als Referentin gewonnen. Ein Forschungsschwerpunkt ihrer Arbeit ist u.a. Vulnerabilität (Verwundbarkeit) als Schlüsselbegriff in Theologie, Wissenschaft und Gesellschaft.

Die theologische Beraterin der Frauenarbeit, Pfarrerin Dorothee Fleischhack, wird den Studientag leiten, der um 10:00 Uhr im Haus der Kirche (Hauptstraße 23) beginnt.

Kirchliche Frauenarbeit

Haus der Kirche (Dreikönigskirche) in Seitenansicht
Im Haus der Kirche (Dreikönigskirche) findet der Studientag statt

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