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Rogate-Frauentreffen unter besonderen Bedingungen


14. Mai 2020

Trotz Corona-Krise begegnen sich Frauen unter dem Thema „Lasst euer Licht leuchten.“  

DRESDEN – Normalerweise kommt es am Wochenende des Sonntags Rogate zu zahlreichen Begegnungen von Frauen in den Regionen der sächsischen Landeskirche. Die traditionellen Rogate-Frauentreffen werden aber dieses Jahr am 17. Mai in der noch angespannten Situation der Corona-Pandemie nicht so zahlreich im größeren Rahmen stattfinden können. Aus diesem Grund verlagert sich das Anliegen stärker in die Gottesdienste, zu denen unter Einhaltung der Hygieneschutz-Richtlinien wieder einladen wird.  

Zum diesjährigen Thema „Lasst euer Licht leuchten“ aus dem Matthäusevangelium wurde durch die Kirchliche Frauenarbeit in Sachsen eine Materialmappe vorbereitet, welche neben einem Gottesdienstentwurf mit Liedern, Gebeten und Predigt auch weitere Angebote für Bibelarbeiten und Bastelvorschläge enthält. So ist auf einer Kopiervorlage mehrfach eine brennende Kerze mit dem Themen-Spruch abgebildet, die jeweils ausgeschnitten und als Kärtchen in den Gottesdiensten und zu anderen Gelegenheiten verteilt werden kann. 

Trotz und gerade wegen der Einschränkungen in diesem Jahr bietet die Kirchliche Frauenarbeit an, einen Rogate-Gottesdienst online mitzufeiern. Über den YouTube-Kanal der Landeskirche wird der Gottesdienst aus dem Gemeindezentrum in Pirna-Copitz mit einer Dialogpredigt von Pfarrerin Brigitte Schleinitz und Doreen Biedermann am Sonntag, 17. Mai, ab 11:00 Uhr ausgestrahlt.

Zudem wird es u.a. jeweils von Frauen gestaltete Gottesdienste im Wurzner Dom um 10:00 und 10:45 Uhr und in der St. Laurentiuskirche im vogtländischen Auerbach um 9:30 und 17:00 Uhr sowie um 18:30 Uhr für Jugendliche geben. 

Entstanden sind die Rogate-Treffen 1947 in einer Situation, in der viele Frauen – durch den Krieg verwitwet – mit ihrer familiären Situation alleine fertig werden mussten. Zur Unterstützung und Würdigung bot die Kirchliche Frauenarbeit für diese Frauen ein Fest unter dem Thema „Gottes Gebot für Frauen in Not“ an. In den 1980er Jahren änderte sich der Stil der Frauentreffen. Während bis dahin ein längerer Vortrag einer Rednerin im Mittelpunkt der Treffen stand, wurden nun vermehrt Gestaltungsformen gefunden, in denen die Frauen vor Ort in die Planung und Durchführung einbezogen werden. 

Heute erarbeitet ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Frauen das jeweilige Thema und den Gottesdienstvorschlag. Die „Rogate-Frauentreffen“ sind Vergewisserung der biblischen Botschaft in der jeweiligen persönlichen und historischen Situation von Frauen. Bei den Treffen, die sich wie ein dichtes Netz über die Landeskirche ziehen, wird zudem die Vielfalt und Fülle der Ideen und Gaben der Frauen in der Kirche sichtbar. Der Sonntag „Rogate“ als Betesonntag folgt dem Singesonntag „Kantate“ und entstammt dem frühen liturgischen Brauch der Bittprozessionen.  

Mit Pfarrerin Brigitte Schleinitz (m.) im Diakonie- und Gemeindezentrum in Pirna-Copitz
Online-Gottesdienst aus Pirna-Copitz am Rogate-Sonntag
Rogate-Gottesdienst in Pirna von der Kirchlichen Frauenarbeit vorbereitet und durchgeführt
In musikalischer Beratung und Durchführung durch die Arbeitsstelle Kirchenmusik (Dresden)

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