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Partnerschaftsbesuche in kurzer Folge in Sachsen


18. Juni 2019

30-jähriges Partnerschaftsjubiläum Tandala - Bernsbach

DRESDEN – Derzeit besuchen zehn Gäste aus Tansania ihre Partnerkirchgemeinde im erzgebirgischen Bernsbach. Es handelt sich um einen Bläserchor des Diakoniezentrums Tandala in der Südzentral-Diözese, der gemeinsam mit der Kirchgemeinde das 30-jährige Partnerschaftsjubiläum feiert. Entstanden ist die Partnerschaft noch zu DDR-Zeiten, als zwei junge Männer aus Tansania in den Neinstedter Anstalten bei Thale/Harz in ihrer Diakonenausbildung zu Heilerziehungspflegern ausgebildet wurden.

Sie sollten die erworbenen Fähigkeiten nach ihrer Rückkehr in Tansania für den Aufbau einer diakonischen Einrichtung einbringen. Auf die jungen Afrikaner aufmerksam geworden, entschied sich die Kirchgemeinde Bernsbach noch vor Maueröffnung für die Partnerschaft und für die Unterstützung des Projekts. In Tandala entstand ein Zentrum für diakonische Arbeit zur Ausbildung für Menschen mit Behinderung in zentrumseigenen Werkstätten zu Tischlern und Schneidern sowie eine Schulausbildung für Waisen und Kinder mit Behinderung unter Einbeziehung von Schulpartnerschaften.

Die Adventsaktion 2018 „Türen auf!“ der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland sowie des Leipziger Missionswerkes unterstützte drei konkrete Projekte für junge Menschen mit Behinderung in Tansania. Darunter befand sich auch das Diakoniezentrum in Tandala.
Am 17. Juni besuchten die Gäste aus Tansania und ihre Gastgeber aus Bernsbach bei ihrem Aufenthalt in Dresden auch das Landeskirchenamt. Hier fand ein geplantes Treffen mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing statt, der sich über die Projektarbeit sowie die Partnerschaftsbeziehung informierte.

Partnerschaftsarbeit mit Bernsbach

 

„Miteinander in Kontakt bleiben“ - Partnerschaft zwischen Dresden und Moskau

DRESDEN - Mit der 31-jährigen Irina Schaschkova-Peterson wird am heutigen Dienstag, 18. Juni, um 15:00 Uhr, eine russische Organistin den „Orgel Punkt Drei“ an der Jehmlich-Orgel der Kreuzkirche Dresden musikalisch begleiten. Erklingen wird von Johann Sebastian Bach der Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" (BWV 720) sowie von Olivier Messiaen "Dieu parmi nous"  ("Gott zwischen uns").

Frau Schaschkova-Peterson übernimmt diesen Dienst im Rahmen eines Besuchs mit acht weiteren evangelischen Christinnen aus Moskau in Dresden, darunter die Moskauer Pröpstin Elena Bondarenko. Den Kirchenbezirk Dresden Mitte und die Evangelisch-Lutherischen Kirche im europäischen Russland (ELKER) verbindet seit 2013 eine Partnerschaft. „Wir tauschen uns aus zu ganz unterschiedlichen Themen,“ so Superintendent Christian Behr. „Es gilt, miteinander in Kontakt zu bleiben.“

Die Delegation aus Russland besuchte unter anderem die Trinitatiskirchruine in Dresden-Johannstadt als Ort der künftigen Jugendkirche Dresden sowie in der Südvorstadt die Lukaskirchgemeinde und das Landeskirchenamt. Von der Trinitatiskirchruine waren die Gäste dahingehend berührt, dass sie dies Gebäude als Sinnbild auch für ihre Kirche gesehen hätten, für den Aufbruch und den Aufbau nach der Sowjetzeit mit Hoffnungen auf eine neue Bestimmung.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing würdigte die Partnerschaftsarbeit gerade auch gegenüber der ELKER, die er vor einem Jahr besuchen konnte. Bei diesen Beziehungen sei es wichtig, die persönlichen Begegnungen ins Zentrum zu stellen. Demnächst werde eine Praktikantin aus Sachsen die lutherische Kirche in Russland kennen lernen. Das weitere Gespräch im Landeskirchenamt berührte die Frauenarbeit in beiden Ländern und die in beiden Kirchen praktizierten Aktivitäten um den Weltgebetstag, der Christinnen in vielen Ländern vereint.

Am morgigen Mittwoch fahren die Gäste mit Superintendent Christian Behr und weiteren Dresdnerinnen und Dresdnern zum Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Dortmund.

Landesbischof Dr. Rentzing begrüßt Gäste der Partnerschaftsarbeit Bernsbach - Tandala
In der Runde berichteten auch Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel (m.), Ökumene-Beauftragter, Oberkirchenrat Friedemann Oehme (r.), und Landesleiterin der Frauenarbeit, Kathrin Pflicke (r.v. Bischof), über die Landeskirche bzw. über den vorwiegend ehrenamtlichen Dienst der Frauen in der Landeskirche.
Landesbischof Dr. Rentzing erhält ein Geschenk aus Moskau von Pröpstin Bondarenko.

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