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Ostergruß der Landeskirche an Partnerkirchen


12. April 2020

Der HERR deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes. (Psalm 27,5)

DRESDEN – Viele Grüße der Partnerkirchen erreichte die sächsische Landeskirche. Sie blieben seitens des Landeskirchenamtes nicht unbeantwortet. Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel und Oberkirchenrat Friedemann Oehme schrieben den Partnerkirchen. Beigefügt war auch der Osterbrief des Landesbischofs.

Liebe Schwestern und Brüder,

in dieser Karwoche soll Sie, unsere Partnerkirchen und Kirchen, mit denen wir auf vielfältige Weise partnerschaftlich verbunden sind, ein Gruß von unserer sächsischen Landeskirche erreichen. Mit dem Psalmbeter erleben wir in diesen Wochen und Monaten eine böse Zeit, eine Zeit voller Angst und Erschrecken, voller Mühen und Beschränkungen. Mit ihm teilen wir aber auch die Erfahrung, dass wir bei Gott geborgen sind, dass wir in seiner Hütte Zuflucht finden.

Noch immer arbeiten bei uns in Deutschland Arztinnen und Arzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger unermüdlich, sorgen viele Berufstätige für die Versorgung, treffen die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft wohlüberlegte Entscheidungen. Manche dieser Entscheidungen treffen uns hart. Dass wir uns in dieser Zeit nicht zu Gottesdiensten versammeln können, tut uns in der Seele weh. Aber unsere Gemeinden, unserer Pfarrerinnen und Pfarrer, unsere Mitarbeitenden versuchen ihr Möglichstes, um auch in dieser Zeit die Menschen zu erreichen und das Evangelium zu verkündigen. Viele Gottesdienste werden auf YouTube oder im Livestream ausgestrahlt, Osterbriefe mit Osterkerzen werden verteilt, gerade auch ältere und kranke Gemeindeglieder werden angerufen und ein ökumenisches Corona-Seelsorge-Telefon ist freigeschaltet.

Bei aller räumlichen Distanz erleben wir ganz bewusst eine innere Nähe. Das tut gut. Darin señen wir Gottes Handeln an uns, der uns in seiner Hütte deckt zur bösen Zeit. Das Bild vom Zelt mag uns an die vielen Flüchtlinge erinnern, die an den Grenzen Europas ausharren, in Lagern auf engstem Raum, und die womöglich nicht einmal ein Zelt als Behausung haben. Sie sind vom Corona-Virus noch viel stärker bedroht. Unser Gebet gilt ihnen allen, allen die um ihr Leben bangen, allen die unter Einsatz ihrer letzten Kräfte helfen, allen die trösten und Gottes Liebe bezeugen.

ln dieser Zeit verfolgen wir die Nachrichten aus aller Welt, hören auch die Zahlen aus lhren Ländern. Oft kann man nicht wissen, was sich hinter den Zahlen verbirgt. Deshalb danken wir lhnen für alle Nachrichten und Mitteilungen.
lm Gebet und Fürbitte sind wir einander verbunden. Das ist unsere Erfahrung in der weltweiten Ökumene:

Auch wenn wir weit voneinander entfernt leben, sind wir im Glauben an den einen Herrn einander nah. Das tröstet uns in diesen Tagen besonders. Wir gehen jetzt auf den Karfreitag zu und unsere ganze Welt scheint eine Karfreitagswelt zu sein. Aber dem Karfreitag folgt der Ostermorgen. Der Sieg des Lebens über den Tod. Das Licht dieses Ostermorgens wird auch unsere dunkle Welt erhellen. So grüßen wir uns mit dem Ostergruß der ersten Christen:

Der HERR ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Man sah sich: Im Vorfeld des Reformationsjubiläums fand in der Evangelischen Akademie Meißen eine große Partnerschaftstagung statt.

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