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Neue Referentin für „anders wachsen“-Gemeinden


01. September 2019

Theologin Juliane Assmann begleitet Modellgemeinden

DRESDEN - Zwei Dresdner Kirchgemeinden wollen „anders wachsen“-Modellgemeinden werden. Begleitet werden sie dabei von Juliane Assmann. Die 28-jährige Diplomtheologin ist neue Referentin auf der missionarischen Stelle zur Etablierung von „anders wachsen“-Gemeinden im Kirchenbezirk Dresden Mitte.

In den nächsten drei Jahren wird Frau Assmann mit der Ev.-Luth. Johanneskirchgemeinde Dresden-Johannstadt-Striesen sowie der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung in Dresden-Löbtau alternative Wirtschaftsmodelle, Entschleunigung sowie eine Ethik und Frömmigkeit des Genug erproben. Christliche Gemeinden sollen so als Hoffnungsorte für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit erlebbar werden und auch kirchenferne Menschen zur Mitwirkung motivieren.

Die offizielle Einführung von Juliane Assmann erfolgt im Gottesdienst am Sonntag, 15. September um 9:30 Uhr in der Hoffnungskirche Dresden-Löbtau (Clara-Zetkin-Straße 30).

Juliane Assmann ist in Berlin aufgewachsen. Bereits während ihres Theologie-Studiums in Tübingen und Hamburg engagierte sie sich für die Menschenrechtsorganisation „Christian Peacemaker Teams“. Nach einigen Einsätzen in Kurdistan (Irak) und Griechenland arbeitete sie zuletzt in Kolumbien, wo sie sich für die Landrechte von Bauern und Bäuerinnen einsetzte.

„Nie war es so dringend wie momentan, darüber zu sprechen, in was für einer Welt wir leben wollen und können“, so Assmann. „Viele aktuelle Fragen werden bereits in der Bibel diskutiert. Ich habe viel Lust, gemeinsam mit den Gemeinden Alternativen auszuprobieren: Wie könnte eine solidarische Wirtschaftsform aussehen? Was können wir essen und konsumieren, wenn uns Menschenrechte nicht nur in Deutschland wichtig sind? Welche Weisheiten und Rezepte unserer Großeltern könnten wir dabei wieder entdecken? Und wie vereinbar sind diese Ideen mit einer turbokapitalistisch-leistungsorientierten Gesellschaft?“

Die zunächst auf drei Jahre befristete 100-Prozent-Stelle wurde vom Kirchenbezirk Dresden Mitte und der christlichen Initiative „anders wachsen“ ins Leben gerufen und durch Fördermittel des Lutherischen Weltbundes, der Stiftung kulturelle Erneuerung, des Vereins Andere Zeiten e. V. sowie der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ermöglicht.

Initiative „anders wachsen

Juliane Assmann ab jetzt in Dresden aktiv

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