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Nachberufung in die Spurgruppe der Kirchenleitung


08. Juni 2020

Prof. Dr. Gert Pickel in die Arbeitsgruppe Kirchenleitung berufen

DRESDEN – Nach dem plötzlichen Tod des Theologen Prof. Dr. Gerhard Lindemann (TU Dresden), der in der im Januar 2020 gegründeten Spurgruppe "Unterscheidung von wertkonservativem Christsein und Rechtsextremismus" mitgearbeitet hatte, war eine Nachberufung durch die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche notwendig geworden. Die Kirchenleitung berief am 5. Juni 2020 Prof. Gert Pickel in die Arbeitsgruppe, der weiterhin Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel, Pfarrerin Ulrike Franke sowie Prof. Johannes Berthold angehören. Prof. Pickel lehrt an der Universität Leipzig Religions- und Kirchensoziologie.

Würdigung für Prof Lindemann seitens der Landeskirche

„Mit großer Bestürzung nehmen wir die Nachricht zur Kenntnis, dass Gott, der Herr über Leben und Tod, Prof. Dr. Gerhard Lindemann heimgerufen hat.“, so der theologische Grundsatzdezernent OLKR Dr. Thilo Daniel.

Im Namen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche äußerte er sich sehr dankbar  für das vielfältige Engagement, mit welchem sich Prof. Gerhard Lindemann als Kirchenhistoriker für die Landeskirche eingebracht habe.

Zuletzt hat dieser als wissenschaftliches Mitglied eine Arbeitsgruppe der Kirchenleitung beraten. „Sein sachkundiger Blick aus der Geschichte heraus auf die Gegenwart der Kirche war dabei mehr als hilfreich. Seine Herangehensweise hat der Arbeitsgruppe eine Spur gelegt, die wir nun ohne sein Mittun weiterverfolgen müssen.“, so Dr. Daniel.

Prof. Lindemann habe an seinem Wissen Anteil gegeben ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Sein kritischer Blick auf die Kirche sei mit einer großen Nähe zur Kirche verbunden gewesen. Dr. Daniel sagte dazu: „Seine Kritik war immer klar und kompromisslos. Genauso aber war sie immer konstruktiv und weiterführend.“

Von anderer Seite sei bereits hervorgehoben worden, dass Prof. Dr. Lindemann ein Mensch war, der durch seine Integrität ein Vorbild als Christ gewesen sei. „Dieses Vorbild wird uns sehr fehlen. Als Landeskirche sehen wir uns verpflichtet, diesem Vorbild Respekt entgegenzubringen, indem wir  sein wissenschaftliches Vermächtnis lebendig halten.“, verspricht Dr. Daniel.

Mit dem Wochenspruch der Pfingstwoche lasse sich ausdrücken, was im Wirken von Prof. Dr. Lindemann damit an Glaubenshaltung verbunden gewesen sei: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth.“ (Sacharja 4)

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