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Martinsfeste in Sachsen


09. November 2019

Das Teilen in der Gemeinschaft steht im Mittelpunkt 

DRESDEN - In fast allen Städten und Gemeinden in Sachsen finden rund um den Martinstag am Montag, 11. November, Martinsfeste statt, in deren Rahmen Kinder und Familien auch zu Festumzügen mit bunten Lampions eingeladen sind. Dabei gestalten oftmals katholische und evangelische Christen den Tag gemeinsam.

Mit den Martinsfeiern wird an die historische Gestalt des Martin, eines römischen Soldaten der Antike und späteren Bischofs von Tours, erinnert, der in seinem Leben Nächstenliebe und Teilen praktiziert hat. Aus diesem Grund begleiten auch Sammlungen für soziale Projekte den Ablauf vieler Martinsfeste. 

Bereits am Wochenende laden einige Martinsandachten und Martinsfeiern meist zwischen 16:00 und 18:00 Uhr in die Kirchen ein. So beginnt am Sonnabend 9. November um 16:00 Uhr ein Martinsfest mit Musical, Umzug und Feuer in der Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau. Es singen und spielen die Kinderchöre der Gemeinden St. Antonius, St. Josef und St. Petrus. Danach ziehen Groß und Klein mit Laternen durch den Stadtteil zur St. Antonius-Kirche in der Bünaustraße. Dort teilen zum Abschluss alle am Feuer die Martinshörnchen. 

In Dresden-Kleinzschachwitz gibt es ebenfalls am Sonnabend um 15:00 Uhr ein Treffen von Senioren in der Stephanuskirche (Meußlitzer Straße 113). Bei Kaffee und Kuchen beschäftigen sie sich mit dem Leben des Heiligen Martin von Tours. Die Kinder ziehen derweil von der nahe gelegenen katholischen Kirche „heilige Familie“ auf den Pfarrhof, wo an der Feuerschale gemeinsam die Martinshörnchen geteilt werden. 

Am Montag, 11. November, um 17:00 Uhr startet in der Dresdner Innenstadt – organisiert von katholischer Dom- und evangelischer Kreuzkirchgemeinde sowie der evangelischen Kita CentrumGalerie – der Umzug an der CentrumGalerie (Prager Straße). Mit Martin auf dem Pferd an der Spitze führt er durch die Innenstadt zur Kreuzkirche, wo es um 17:30 Uhr eine ökumenische Andacht gibt. Dabei einbezogen sind die Kinder der Kita Zentrumgalerie und die Jungen des Vorchores der Kapellknaben. Sie spielen die Geschichte vom Heiligen Martin. Es wird gesungen, gebetet und in Erinnerung an die Martinsgeschichte werden Martinshörnchen geteilt. Um 18:00 Uhr gibt es draußen eine Feuershow mit den Zirkuskids. 

Die meisten Martinsumzüge in Leipzig und Umgebung finden am 11. November um 17:00 Uhr ebenfalls in zahlreichen Kirchgemeinden statt. Das Martinsfest in der Leipziger Innenstadt beginnt in der Propsteikirche St. Trinitatis. Danach geht der Martinsumzug zur Anna-Magdalena-Bach-Schule. Um 18:00 Uhr folgen das Martinsspiel und das Teilen von Hörnchen mit anschließendem Ausklang am Feuer mit Kinderpunsch und Bratwurst. An der evangelischen Michaeliskirche beginnt nach der Martinsandacht mit Anspiel der Laternenumzug mit St. Martin zu Pferd um den Nordplatz. 

Seit Anfang der 1990er Jahre bereitet in Chemnitz ein ökumenischer Arbeitskreis einen der größten Umzüge in Sachsen mit Martinsspiel und Lampionumzug vor, zu dem je nach Wetterlage 700 bis 1000 Kinder mit ihren Eltern kommen. Das zentrale Martinsfest in Chemnitz beginnt am Montag ab 16:00 Uhr mit dem Vorprogramm mit Essen, Trinken und Spielen auf dem Theaterplatz. Das Programm selbst steht in diesem Jahr unter dem Thema „Ich-Du-Wir. Da tut sich was“ und beginnt um 17.00 Uhr in der Petrikirche, bevor der Martinsumzug mit St. Martin hoch zu Ross und mit dem Teilen der Hörnchen startet. Chemnitzer Posaunenbläser werden den Laternenumzug begleiten.  

In Zwickau beginnt der traditionelle Martinsumzug am Dom St. Marien. Mit Martin hoch zu Ross geht es zur Hauptstraße bis zum Seniorenheim an der Talstraße. Unterwegs werden auch hier die Martinshörnchen miteinander geteilt. Die Spenden sind für bedürftige Kinder in Rumänien bestimmt, denen man mit dem Geld Weihnachtsgeschenke kaufen will. 

Hintergrund: 

Am Martinstag gedenkt man Martin, einem römischen Soldaten der Antike, der einem frierenden Bettler die Hälfte seines Mantels schenkte. Das Teilen von Gebäck und Martinshörnchen symbolisiert das Teilen des Mantels. Die Laternenumzüge erlangten ihre Bedeutung durch Martin Luthers Geburtstag am 10. November. Am Vorabend des Festes seines Namenspatrons Martin versammelten sich auf dem Erfurter Domplatz Kinder mit Papierlaternen, um dem Reformator zu gedenken, der am 11. November auf den Tagesheiligen getauft wurde.

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