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LWB-Ratssitzung in Genf beendet


02. Juli 2018

Rat beschließt LWB-Strategie

GENF – Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat am 2. Juli 2018 die neue Strategie der Organisation für die Jahre 2019 bis 2024 beschlossen. Unter der Überschrift „Leidenschaftlich engagiert für die Kirche und die Welt“ legt sie dar, was die LWB-Mitgliedskirchen in den kommenden Jahren gemeinsam als Kirchengemeinschaft tun und erreichen wollen.

„Heute, nach den Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum, hilft uns die neue LWB-Strategie unseren Blick nach vorne zu richten unsere gemeinsamen Ziele und unsere inhaltliche Ausrichtung zum Ausdruck zu bringen. Sie hilft uns, zu lauschen auf das, was Gott uns zu sein und in der Welt zu tun aufruft,“, erklärte LWB-Präsident Erzbischof Dr. Panti Filibus Musa. „Sie verleiht dem, was wir als Gemeinschaft von Kirchen tun, einen Fokus, benennt die zentrale Bedeutung insbesondere unseres Engagements bei humanitären Krisen und fasst in Worte, was es bedeutet, in einer zersplitterten Welt Kirche zu sein.“

Die Strategie zielt auf eine Balance zwischen Kontinuität und Innovation, sie bleibt den grundlegenden Werten und Selbstverpflichtungen des LWB treu und verleiht gleichzeitig der Art und Weise, wie die Kirchen als Gemeinschaft in ihrem gemeinsamen Zeugnis zusammenwachsen, einen Fokus. Zwei strategische Prioritäten werden die Arbeit des LWB dabei prägen: zum einen der Fokus auf die Präsenz und das Zeugnis der Kirchen in der Welt, zum anderen der Einsatz für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Frieden.

Die Strategie benennt ein stärkeres Engagement für Klimagerechtigkeit und für Netzwerke der theologischen Ausbildung als neue Arbeitsbereiche neben Diakonie, den ökumenischen Beziehungen, Geschlechtergerechtigkeit und der Förderung junger Menschen.

Die Vision des LWB – „Befreit durch Gottes Gnade, eine Gemeinschaft in Christus, die gemeinsam lebt und arbeitet für eine gerechte, friedliche und versöhnte Welt“ – wird in der Strategie bekräftigt.

Die Strategie berücksichtigt die Ergebnisse der Zwölften LWB-Vollversammlung: ihre Botschaft, ihre Öffentlichen Erklärungen und ihre Resolutionen. Sie knüpft an die vorige Strategie an sowie an die Halbzeitauswertung dieser Strategie, die 2016 durchgeführt wurde. Darüber hinaus findet auch die umfassende Analyse des Kontextes, in dem der LWB und seine Mitgliedskirchen leben und arbeiten, in der Strategie Beachtung.

Erarbeitet wurde die Strategie in einem Prozess, an dem die Mitglieder des LWB-Rats, Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskirchen sowie Partnerorganisationen beteiligt waren.

https://www.lutheranworld.org/content/resource-council-2018-documents

Sächsische Landeskirche seit Jahrzehnten in ökumenischer Verbundenheit

Die sächsische Vertreterin im LWB-Rat, Bettina Westfeld aus Dresden, machte eine unverhofft interessante Bekanntschaft. Sie schreibt: „Die reizende Dame neben mir, Übersetzerin Rose, war sehr erfreut zu hören, dass ich aus Sachsen komme. Sie übersetzte bereits für unseren Landesbischof Dr. Dr. Johannes Hempel, als er ab 1973 seit seiner Wahl zum Vorsitzenden des Bundes Evangelischer Kirchen in der DDR intensiven Kontakt zum Ökumenischen Rat der Kirchen hatte. Der Sitz des Rates ist wie der des LWB im Ökumenischen Zentrum in Genf. Ab 1975 saß Hempel im Zentralausschuss und im Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen und war von 1983-1991 dessen Präsident.“

Bettina Westfeld wurde auf der 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im Mai letzten Jahres in Windhuk/Namibia als Mitglied in den neuen 48-köpfigen Rat des LWB gewählt. Der Rat ist das jährlich zusammen tretende Leitungsorgan aus Vertretern und Vertreterinnen der Mitgliedskirchen der lutherischen Kirchengemeinschaft aus der ganzen Welt. 

Frau Westfeld ist aus dem Kirchenbezirk Dresden Mitte und seit 2002 gewähltes Mitglied der sächsischen Landessynode und bereits seit 2008 nichtordinierte Vizepräsidentin (26./27. Landessynode). Sie ist als Historikerin tätig und arbeitete u.a. über 150 Jahre Diakonie in Sachsen und über die Geschichte der Landessynode . Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Synode ist sie Kuratoriumsvorsitzende der Evangelischen Akademie Meißen und unterstützt den Trägerverein der Stasigedenkstätte Bautzner Straße.

Bettina Westfeld und Übersetzerin Rose
Bettina Westfeld und Übersetzerin Rose. Auf dem Foto bildet sich das ökumenische Engagement der sächsischen Landeskirche von 45 Jahren ab.

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