Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Leipziger Friedensgebet zu Besetzung der Stasi-Zentrale 1989


01. Dezember 2019

In Dresden in ehemaliger Stasi- Bezirksverwaltung Tag der offenen Tür

LEIPZIG - In der Leipziger Nikolaikirche wird am Montag im Rahmen des wöchentlichen Friedensgebetes an die Besetzung der Stasi-Zentrale der Stadt vor 30 Jahren erinnert. Gestaltet wird die Veranstaltung vom Leipziger Bürgerkomitee e.V., kündigte der Verein am Freitag in Leipzig an. Das Komitee hatte sich noch in der Nacht vom 4. zum 5. Dezember 1989 aus dem Kreis der Besetzer gegründet. 

Der Verein ist heute Träger der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" in Leipzig. In den original erhaltenen Räumen der früheren Stasi-Zentrale wird über die Geschichte von Repression und Unterdrückung in der DDR informiert.  

Anfang Dezember erreichte die friedliche Revolution 1989 mit der Besetzung der Stasi-Zentralen in mehreren ostdeutschen Städten einen weiteren Höhepunkt. Ziel war es, eine Aktenvernichtung zu stoppen und damit den Grundstein zur späteren Aufarbeitung der SED-Diktatur in der DDR zu legen. Zunächst wurde am Vormittag des 4. Dezembers 1989 die Stasi-Zentrale in Erfurt besetzt, weitere regionale Dienststellen folgten am Abend und am nächsten Tag.  

In Dresden wird anlässlich der friedlichen Besetzung vor 30 Jahren in der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. In der heutigen Gedenkstätte haben Besucher die Möglichkeit, den historischen Ort zu erkunden und sich über dessen Geschichte zu informieren.  

Friedensgebete fanden in der Nikolaikirche seit September 1982 regelmäßig statt. Sie waren Ausgangspunkt für die friedliche Revolution 1989, die einen Höhepunkt am 9. Oktober in Leipzig hatte. Damals zogen nach einem Friedensgebet mehr als 70.000 Menschen für Demokratie und Meinungsfreiheit friedlich durch die Leipziger Innenstadt. (©epd 29.11.2019)

Teilen Sie diese Seite