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Landeskirche würdigt Folkert Ihmels


14. Mai 2019

Dienst in großer Treue und Verantwortung zur Landeskirche

DRESDEN – Der langjährige frühere Oberlandeskirchenrat und Dezernent im Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens, Dr. h.c. Folkert Ihmels, verstarb am 4. Mai 2019 im Alter von 90 Jahren in Dresden. Das Trauergedenken wird Landesbischof i.R. (1994-2004) Volker Kreß auf Wunsch des Verstorbenen halten. Die Feier findet am 15. Mai um 12:00 Uhr in der Kirche Leubnitz-Neuostra in Dresden statt.

Vor seinem Ruhestand 1993 war Dr. Ihmels als Dezernent für die Diakonie sowie als Gebietsdezernent für die Oberlausitz zuständig. 1977 begann er seinen Dienst im Landeskirchenamt und war er später über viele Jahre Stellvertreter des damaligen Landesbischofs Dr. Johannes Hempel und Mitglied der sächsischen Kirchenleitung. 

Folkert Ihmels wuchs in Leipzig als Sohn des damaligen Missionsdirektors auf und studierte an der Universität seiner Heimatstadt Evangelische Theologie. In Leipzig-Paunsdorf wurde er 1958 Genezarethkirche ordiniert und war ab 1960 zunächst Pfarrer in Naundorf bei Freiberg und ab 1969 Rektor der damaligen Diakonenschule Moritzburg (heute Evangelische Hochschule Moritzburg), bevor er ins Landeskirchenamt nach Dresden kam. Am 26. Mai 1992 ist ihm von der Theologischen Fakultät Leipzig die Ehrendoktorwürde verliehen worden.

Unter den Bedingungen der DDR wie auch nach der friedlichen Revolution 1989 hat er sich für die Zusammengehörigkeit von Kirche und Diakonie eingesetzt und war ein theologischer Impulsgeber für die Landeskirche. In der schwierigen Phase des Dienstes, welche die siebziger und achtziger Jahre prägte, hat er den Kontakt zum Lutherischen Weltbund sowie die Pflege der Partnerschaft zur Hannoverschen Landeskirche als Aufgaben wahrgenommen. Über die Jahre der Wiedervereinigung hinaus hat Folkert Ihmels in großer Treue und Liebe zur Landeskirche Verantwortung übernommen und im Dienst der Verkündigung gewirkt.

Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, würdigen Folkert Ihmels zudem als „wachen, aufmerksamen und liebevollen Begleiter der Geschicke unserer Landeskirche“. Er sei ihr auch im Ruhestand verbunden geblieben und habe den Dienst in der Landeskirche durch seine Fürbitte begleitet.

Während seines Ruhestandes befasste er sich intensiv mit der Geschichte der DDR. Sein Buch »Im Räderwerk zweier Diktaturen« zeichnet das Schicksal seines Bruders Werner Ihmels nach, der 1947 durch Denunziation auf offener Straße vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet wurde und zwei Jahre später im sowjetischen Sonderlager Bautzen II ums Leben kam.

Folkert Ihmels war Enkel des 1. sächsischen Landesbischofs Ludwig Ihmels (1858-1933), dessen Einführung in das neu errichtete Amt nach der Trennung von Staat und Kirche im Jahre 1922 im Dom zu Meißen erfolgte. 

OLKR i.R. Dr. h.c. Folkert Ihmels

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