Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Landeskirche stärkt das Thema Umweltschutz


29. September 2020

Beauftragte für Schöpfungsverantwortung beginnt ihren Dienst

DRESDEN – Die Umweltpsychologin Anne-Kristin Römpke (33) beginnt ab 1. Oktober 2020 ihren Dienst als Referentin für Fragen der Schöpfungsverantwortung im Evangelischen Zentrum Ländlicher Raum – Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis (HVHS). Damit wird sie zugleich Beauftragte für Schöpfungsverantwortung in der sächsischen Landeskirche.

Ihre Aufgabe wird es sein, in den Kirchgemeinden und im Raum der Landeskirche die Meinungs- und Bewusstseinsbildung in dem breiten Themenfeld des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes zu unterstützen. Neben der Mitwirkung an konkreten kirchlichen Projekten des Umwelt- und Klimaschutzes soll sie den Themenbereich auch in Fachgremien vertreten.

Einen Schwerpunkt der Beauftragten für Schöpfungsverantwortung bildet die Zusammenarbeit mit themennahen Arbeitsbereichen der Landeskirche, mit inner- und außerkirchlichen Initiativen sowie  mit Partnerinnen und Partnern in Politik und Gesellschaft. Zudem wird es ihre Aufgabe sein, Bildungsveranstaltungen zu den Themenbereichen Umwelt-, Natur- und Tierschutz, Landwirtschaft und nachhaltige Entwicklung zu organisieren. Hier wird sie auch an der Entwicklung des Evangelischen Zentrums Ländlicher Raum zu einem Kompetenzzentrum für Fragen des Umweltschutzes mitwirken, in enger Zusammenarbeit mit der dortigen Referentin für Umwelt und ländliche Entwicklung.

„Die Arbeit mit Kirchgemeinden ist ein Herzensthema für mich. Ich möchte Multiplikatoren und Multiplikatorinnen schulen und Bildungsarbeit leisten“, versteht Römpke ihre zukünftige Tätigkeit. „Wie wir mit der Schöpfung umgehen, hat großen Einfluss auf das Wohlergehen von anderen Menschen. Das ist für mich ganz praktische Nächstenliebe und aktive Friedensarbeit“, sagt sie. Ihre Vision sei, dass die evangelische Kirche wieder zu einer starken Akteurin im Umweltschutz wird.

Als Umweltpsychologin weiß Römpke, dass das Ausmalen  von Bedrohungsszenarien bei vielen Menschen zu einem Gefühl der Hilfslosigkeit und zur Verdrängung des Themas führe. „Wir müssen uns wohlfühlen mit dem, was wir tun.“, sagt sie und plädiert dafür, die Menschen nicht zu überfordern. Umweltschutz müsse auch Spaß machen, sonst würde der Elan nicht lange anhalten, so ihre Erfahrung.

Römpke war bereits zwei Jahre in Brandenburg in diesem Arbeitsfeld unterwegs und stand in Kontakt und Austausch mit Kirchengemeinden. Zuvor studierte sie Umweltpsychologie in Erfurt und Leipzig sowie im Ausland. Derzeit beschäftigt sie sich in ihrer Doktorarbeit mit dem Einfluss von internationalen Kontakten auf das globale Verhalten.

www.hvhs-kohren-sahlis.de

Porträt Anne-Kristin Römpke (Foto: © HVHS)
Anne-Kristin Römpke (Foto: © HVHS)

Teilen Sie diese Seite