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Landesbischof nimmt an Hus-Gedenken in Prag teil


06. Juli 2018

2020 feiert die Hussitische Kirche ihr 100-jähriges Bestehen

PRAG – Landesbischof Dr. Carsten Rentzing wurde von der Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche zu einem Festgottesdienst am heutigen 6. Juli aus Anlass des Gedenkens an Jan Hus nach Prag eingeladen. Der böhmische Reformator wurde am 6. Juli 1415 auf dem Konzil in Konstanz verurteilt und als Ketzer und Reichsfeind durch Feuer hingerichtet.

In dem Gottesdienst um 15:00 Uhr in der Bethlehemskapelle wird der Landesbischof neben den Vertretern der Hussitischen Kirche (CCSH) mitwirken. Diese Gedenkveranstaltung, die der Patriarch ThDr. Tomáš Butta der CCSH leitet, wird vom tschechischen Fernsehen und vom Radio live übertragen.

Das Gedenken in diesem Jahr liegt im Grunde zwischen zwei Großereignissen. Vor drei Jahren (2015) wurde in Tschechien im Rahmen eines Reformationsfestes und Staatsaktes der Hinrichtung von Jan Hus vor 600 Jahren und damit an die reformatorischen Ereignisse in Böhmen und Mähren rund hundert Jahre vor Martin Luthers Thesenanschlag gedacht, und in zwei Jahren (2020) feiert die Hussitische Kirche ihr 100-jähriges Bestehen. Ihr Zeichen ist der Abendmahlskelch.

Die neuhussitische Bewegung führte kurz nach der tschechoslowakischen Unabhängigkeit zur Kirchengründung. Die Bethlehem-Kapelle ist ein Ort, der an den Reformator Jan Hus und die Hussitenzeit in der tschechischen Geschichte erinnert und der heute ein nationales Kulturdenkmal ist. Hier wurden die Grundlagen der tschechischen Reformbewegung gelegt. In rund 300 Gemeinden der CCSH in Tschechien und der Slowakei tun 270 Priester, darunter fast die Hälfte Frauen, ihren Dienst.

Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche

Wandmalerei von Hus-Verbrennung in Bethlehemskapelle
Fresko in Bethlehemskapelle über die Hinrichtung von Jan Hus auf dem Scheiterhaufen in Konstanz

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