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Konfirmationen 2021


30. März 2021

4.700 Mädchen und Jungen gehen zur Konfirmation

DRESDEN - Mit Palmsonntag, in diesem Jahr am 28. März, begann normalerweise die Zeit der Konfirmationen, die in der sächsischen Landeskirche bis zum Trinitatisfest am 30. Mai stattfinden. Erwartet werden rund 4.700 Jugendliche, die sich im Alter von 14 Jahren konfirmiert oder getauft werden. Allerdings haben sich viele Kirchgemeinden aufgrund der weiterhin angespannten Lage in der Corona-Pandemie dazu entschieden, die Termine zu verschieben.

Im Austausch mit den Mitarbeitenden in der Konfirmandenarbeit und den Familien der Konfirmanden können auch in diesem Jahr Konfirmationen außerhalb des üblichen Zeitrahmens in den Sommer oder Herbst verlegt werden. Eine Verordnung des Landeskirchenamtes ermöglicht die Fristverlängerung darüber hinaus bis Trinitatis 2022. Allerdings konnte das Konfirmandenjahr 2020 meist im Spätsommer oder Herbst bis Oktober letzten Jahres abgeschlossen werden.

Konfirmandenunterricht und Konfirmationen unter Corona-Bedingungen 

Der aktuelle Jahrgang 2021 war in der zurückliegenden Konfirmandenzeit noch stärker als der vorige geprägt von Beschränkungen der Corona-Pandemie. Er wurde häufig digital gehalten oder konnte nur noch in Kleinstgruppen stattfinden. Viele Konfirmandenrüstzeiten fielen aus. In Kirchgemeinden werden die Konfirmanden regelmäßig zu besonderen Konfirmandengottesdiensten oder Andachten eingeladen, die in kleinerem Kreis auch in Präsenz stattfinden können.

Die praktische Terminierung und Umsetzung der Konfirmationsgottesdienste ist vielfältig. Mancherorts werden sie nach außen übertragen. Andernorts extra auf den Sonnabend davor gelegt, mehrere Gottesdienste hintereinander oder in verschiedenen Kirchen für jeweils kleine Gruppen geplant. Auch Live-Stream-Übertragungen sind bereits erprobt, bei denen Verwandte und Bekannte am Einsegnungsfest am Bildschirm Anteil nehmen.

Die Gottesdienste müssen weiterhin unter den strengen Regeln von Abstand und Masken durchgeführt werden. Die begrenzte Anzahl an Familienmitgliedern oder Paten, die pro Konfirmand oder Konfirmandin am Gottesdienst teilnehmen können, wird sicherlich erneut von den jungen Menschen als schmerzlich empfunden werden. Auch auf den Empfang des ersten Abendmahls, das im Rahmen der Konfirmationsgottesdienste erfolgt, wird coronabedingt entweder verzichtet oder nur in Form der Hostie unter strengen Hygiene-Auflagen erfolgen.

Entwicklungen der Konfirmationen in den letzten Jahren 

Nachdem es 2007 in Sachsen wegen der geburtenschwachen Jahrgänge Anfang der 1990er Jahre einen Tiefstand von nur 4.000 Konfirmanden gab, waren die Zahlen bis vor sechs Jahren wieder auf 5.000 herangekommen. Seit dieser Zeit stagniert die Zahl mit Schwankungen unter diesem Niveau. 

Für 2021 werden 4.700 Konfirmationen erwartet, da zu Beginn der Konfirmandenzeit vor zwei Jahren diese Zahl von Teilnehmenden aus den 7. Klassen gemeldet wurde. Im letzten Jahr wurden über 4.750 Jugendliche konfirmiert bzw. im Rahmen der Konfirmation getauft. 2019 fanden 4.542 Konfirmationen und 232 Taufen im Rahmen der Konfirmation statt.

Mit dem fast gleichen Niveau wird deutlich, dass die Konfirmation und die vorangehende meist zweijährige Konfirmandenzeit für heranwachsende Jugendliche weiterhin ein attraktives Angebot darstellen und wie selbstverständlich zur christlichen Sozialisation dazu gehören. Der prozentuale Anteil der Konfirmanden an der Altersgruppe von aktuell fast 18  Prozent entspricht dem Verhältnis der letzten Jahre. Kurz vor der friedlichen Revolution lag der Anteil bei 14 Prozent.

Konfirmandenzeit vor und nach Covid 19 

Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen und –pädagogen sowie Kantorinnen und Kantoren versuchen weiterhin Kontakt zu den Gruppen zu halten. Darüber hinaus gab und gibt es Online-Angebote, die Kommunikationslücken zu schließen. Die Hoffnung besteht allerdings, dass nach den Beschränkungen die Erfahrungen mit ermutigenden gemeindepädagogischen Impulsen für die Konfirmandenarbeit in realer Begegnung wieder aufgegriffen werden können.

Offene Jugendarbeit mit Verbindlichkeit und Gemeinschaft mit Erlebnischarakter werden auch weiterhin stärker auf die Bedürfnisse junger Heranwachsender ausgerichtet sein. Meist durch Freunde mit eingeladen, nahmen in den letzten Jahren viele nichtgetaufte Jugendliche an den Treffen vor der Konfirmation teil. So war an den Konfirmationssonntagen zu beobachten, dass sich über zehn Prozent gleichaltrige Jugendliche taufen ließen.

Konfigabe 2021- „Du sollst nicht verloren gehen!“ 

Mit der GAW-Konfirmandengabe unterstützt das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V.  in diesem Jahr Projekte in Litauen und Griechenland. Beide fangen Menschen auf, die sonst verlorengehen und zu „Verlierern“ werden könnten. In Litauen unterstützt das GAW das Schutzhaus für Frauen und Kinder, dass die litauische Diakonie dort unterhält. Die hohe Arbeitslosigkeit im Land treibt viele in die Drogen- und Alkoholsucht – dies führt zu schwerwiegenden Problemen in den Familien. Im Schutzhaus von Jurbarkas können Frauen und Kinder zur Ruhe kommen und Geschehenes aufarbeiten.

In Griechenland wird das Projekt „Perichoresis“ unterstützt, das unter der Schirmherrschaft der Griechisch-Evangelischen Kirche Flüchtlinge betreut. Für Kinder gibt es einen Kindergarten, Schüler erhalten Unterstützung beim Lernen. Durch Griechisch-Kurse und gemeinsame Freizeitaktivitäten lernen Kinder und Jugendliche, im Land Fuß zu fassen. Die Organisation Perichoresis unterstützt derzeit mehr als 700 asylsuchende und geflüchtete Menschen. Es gibt einen Kindergarten, Therapien, eine Fußballmannschaft für Kinder und Jugendliche, Nachhilfe u.a.m. Perichoresis benötigt Hilfe, um diese Angebote weiterzuführen.

Weitere Informationen und Material sind unter gawis@gaw-sachsen.de. zu erhalten.

Spendenkonto des Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V.

Bank für Kirche und Diakonie  

IBAN: DE41 3506 0190 1641 0500 20

BIC: GENO DED1 DKD - Verwendungszweck: Konfirmandengabe 2021 

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