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Jugenddankopfer 2020 für Bildungszentrum in Ecuador


27. März 2020

Videokonferenztagung der Landesjugendkammer am 21. März

DRESDEN - Die Landesjugendkammer, das oberste Gremium der Evangelischen Jugend in Sachsen, tagte am vergangenen Samstag nicht wie vorgesehen in der Evangelischen Tagungs- und Freizeitstätte in Dresden, sondern per Videokonferenz. Möglich machte die Arbeit mit Diskussionen, Abstimmungen und Gastbeiträgen ein digitales Konferenztool, welches das Landesjugendpfarramt den Jugendarbeiten in den Kirchenbezirken und auch der Gremienarbeit des Jugendverbandes kurzfristig zur Verfügung gestellt hatte.

Dennoch wurde die Tagesordnung angesichts der besonderen Situation angepasst und reduziert auf die dringendsten Themen. Dazu gehörten die Jahresabrechnung des Jugenddankopfers 2019 und die Abstimmung über den Haushalt 2020. Bei der Jugenddankopfer-Spendenaktion hatten die Jugendlichen im vergangenen Jahr insgesamt 65.905,66 Euro gesammelt. 23.192,56 Euro davon können jetzt an den Träger des Jahresspendenprojekts 2019 übergeben werden. Mit dem Geld wird die International Justice Mission Deutschland e.V. (IJM) weitere Kinder aus der Versklavung am Voltasee in Ghana befreien und dafür sorgen, dass sie nicht wieder in die Klauen der Menschenhändler dort geraten. Die restlichen zwei Drittel des Jugenddankopfers stehen für die Jugendarbeit in den Kirchenbezirken und für die Arbeit der Jugendvereine und –verbände der Landeskirche sowie für besondere Projekte und Bildungsmaßnahmen zur Verfügung.

Traditionsgemäß wählt das Gremium in der Frühjahrstagung auch das neue Jahresspendenprojekt der Evangelischen Jugend. Dazu wurden die drei Projektbewerber den Kammermitgliedern digital zugeschaltet und konnten so ihre Projekte vorstellen und Fragen beantworten. Unter den Projekten mit ihrer Arbeit in Rumänien, Ecuador und Peru entschied sich die Kammer im Anschluss im zweiten Wahlgang für ein Bildungsprojekt in Ecuador.

Das „Centro Chaka Wasi“ ist ein spendenfinanziertes Schülerwohnprojekt in 3000 Metern Höhe in den Anden. Dort können Jugendliche leben, die aus abgelegenen Dörfern und oft ärmsten Verhältnissen kommen und sonst nicht die weiterführende Schule besuchen könnten. Mit den Spenden des Jugenddankopfers möchte der Projektträger das große Grundstück nutzen, um ein ökologisch-landwirtschaftliches Jugendbildungszentrum aufzubauen und damit sowohl die eigene Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln sicherzustellen als auch die Jugendlichen auf diesem Gebiet auszubilden.
Das Jugenddankopfer wird im Aktionszeitraum zwischen Reformationstag und Weihnachten durch die Jugendlichen in der gesamten Landeskirche gesammelt.

Ein weiteres wichtiges Thema der Tagung war die Beteiligung von Jugendlichen in der neu zusammengesetzten Landessynode. Als großen Erfolg wertete das Gremium die Direktwahl von immerhin vier Personen unter 27 Jahren. Zwei Jugendliche werden nun noch von der Kirchenleitung berufen werden. Der Landesjugendkonvent hatte dafür drei mögliche Kandidaten vorgeschlagen und die Kammer schloss sich den Vorschlägen an. Darüber hinaus werden noch insgesamt vier Jugenddelegierte aus dem Landesjugendkonvent und den Evangelischen Studentengemeinden in Sachsen in der Synode vertreten sein, diese allerdings ohne Stimmrecht.

Natürlich spielte auch die aktuelle Corona-Pandemie nicht nur formal, sondern auch thematisch eine Rolle. Hingewiesen wurde insbesondere auf die Aktion #Abstand mit Herz und das Forum Zeit für Jugend des Kinder- und Jugendrings Sachsen e.V., an denen eine Beteiligung der Evangelischen Jugend in Sachsen angeregt wurde.

Evangelische Jugend

Jugendliche im „Centro Chaka Wasi“ in Ecuador

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