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Initiative für Nagelkreuzzentrum in Chemnitz


13. November 2020

Parallelen zwischen den Geschichten der Städte Coventry und Chemnitz

CHEMNITZ - Die Bombardierung und Zerstörung der englischen Stadt Coventry im Jahr 1940 durch die deutsche Luftwaffe (sog. "Coventry Blitz")  jährt sich am morgigen Sonnabend, 14. November, zum 80. Mal.

In der Folge der Bombardierung entstand die sogenannte Nagelkreuzgemeinschaft, eine internationale Gebetsgemeinschaft, die sich in ihren Zentren vor Ort für Versöhnung und Frieden einsetzt. Ihre Symbole sind das Nagelkreuz, geschmiedet aus drei Zimmermannsnägeln aus der zerstörten Kathedrale von Coventry, sowie das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Worte "Vater, vergib" im Zentrum hat.

Im Oktober 2020 beschloss die Ev.-luth. Kirchgemeinde St.-Jakobi-Kreuz in Chemnitz, die Initiative für die Gründung eines Nagelkreuzzentrums in Chemnitz zu ergreifen. Seit Jahren wird in der Jakobikirche Chemnitz im Mittagsgebet am Freitag das Coventry-Gebet gesprochen; zudem gibt es deutliche Parallelen zwischen den Geschichten der Städte Coventry und Chemnitz im Zweiten Weltkrieg als auch der beiden Kirchen, der Kathedrale von Coventry und der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi Chemnitz.

Während die Chemnitzer Jakobikirche lange nach Kriegsende jetzt wieder rekonstruiert, restauriert und in Gänze nutzbar ist, blieb die frühere Kathedrale von Coventry als Ruine Mahnmal für Krieg und Zerstörung. Neben ihr wurde eine neue Kathedrale errichtet.

Mit ihrer Initiative erhofft die Chemnitzer Kirchgemeinde, in Zukunft noch deutlicher und konkreter für Versöhnung und Frieden zwischen Menschen, in Familien, in der Stadt und dem Land eintreten und arbeiten zu können. Dazu sind die Gemeinden und Interessierte aller christlichen Konfessionen eingeladen und aufgerufen, sich einzubringen und Teil des Ökumenischen Nagelkreuzzentrums Chemnitz zu werden.

www.nagelkreuz.org

Nagelkreuz in der Dresdner Busmannkapelle am Platz der früheren und zerstörten Sophienkirche

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