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In Sachsens Kirchgemeinden wird gewählt


08. September 2020

Neue Kirchenvorstände leiten die Kirchgemeinden für die nächsten sechs Jahre

DRESDEN – Aller sechs Jahre werden in den Kirchgemeinden in Sachsen neue Kirchenvorstände gewählt. Am 13. September 2020 ist es wieder soweit: Alle Gemeindeglieder sind dazu aufgerufen, sich in ihren Kirchgemeinden an die Wahlurnen zu begeben und die Kreuze bei den Kandidatinnen und Kandidaten zu machen, die sie gern in das Leitungsgremium ihrer Kirchgemeinde wählen möchten. Aus organisatorischen Gründen nutzen einige Gemeinden auch den Ausweichwahltermin am 20. September.

Alle gewählten und berufenen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher werden am 1. Advent (29. November 2020) in Gottesdiensten feierlich in ihr Amt eingeführt. Damit beginnt auch offiziell die neue Amtszeit der neuen Kirchenvorstände, die sechs Jahre beträgt.

Das Motto der diesjährigen Kirchenvorstandswahlen ist bewusst offen gehalten: „Kirche ist…*“. Es macht deutlich, dass Kirche von ganz verschiedenen Menschen, ihren Erfahrungen und Perspektiven geprägt ist. Und es ermutigt, die eigenen Perspektiven in die Leitung einer Kirchgemeinde einzubringen und andere Perspektiven wahr- und ernstzunehmen.

In den letzten Wochen haben sich in den 550 Kirchgemeinden und Kirchspielen der sächsischen Landeskirche die Kandidatinnen und Kandidaten in Gemeindeveranstaltungen, auf Plakaten oder im Gemeindebrief den Gemeindegliedern vorgestellt. Landesbischof Tobias Bilz würdigt ihre Bereitschaft zur Kandidatur: „Mit Freude und großem Respekt bedanke ich mich bei allen Kandidatinnen und Kandidaten dafür, dass sie sich für dieses so wichtige Leitungsamt in unseren Kirchgemeinden zur Verfügung stellen Und ich wünsche mir, dass viele Gemeindeglieder sich an den Wahlen beteiligen und damit auch die Bereitschaft der Kandidierenden würdigen.“

Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder ab 14 Jahren – die Konfirmation ist dabei die Voraussetzung. Da in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie viele Konfirmationen vom Frühjahr in den Herbst oder das nächste Jahr verschoben wurden, gibt es eine Ausnahmeregelung. Danach sind alle verbindlich zur Konfirmation angemeldeten Konfirmandinnen und Konfirmanden des aktuellen Konfirmationsjahrgangs wahlberechtigt.

Und auch die  Wahlen selbst werden in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie unter besonderen Schutzvorkehrungen statt-finden müssen. Dazu haben alle Kirchgemeinden gesonderte Hinweise erhalten. Wie bei den letzten Kirchenvorstandswahlen gibt es auch diesmal die Möglichkeit der Briefwahl, die jedoch rechtzeitig beantragt werden muss.

Innerhalb von drei Wochen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses berufen die gewählten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher in einer ersten Sitzung weitere Mitglieder des Kirchenvorstandes. Bei der Berufung soll die Vielgestaltigkeit des kirchlichen Lebens und die Aufgaben der Kirchgemeinde berücksichtigt werden. Um eine angemessene Vertretung junger Menschen im Kirchenvorstand sicherzustellen, ist erstmals ein Berufungsplatz für eine Person zwischen 16 und 27 Jahren vorgesehen, sofern sich unter den Gewählten noch keine befindet.

Ein Kirchenvorstand besteht – in Abhängigkeit von der Anzahl der Gemeindeglieder – aus fünf bis maximal sechzehn Kirchen-vorsteherinnen und Kirchenvorstehern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Diese übernehmen ehrenamtlich die geistliche und organisatorische Leitung ihrer Kirchgemeinde. Alles, was für die Kirchgemeinde wichtig ist, wird im Kirchenvorstand besprochen, verhandelt und beschlossen. Hierzu zählen neben Fragen des Gemeindelebens beispielsweise auch Bauaufgaben und die Anstellung und Begleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Weiter Informationen zum Kirchenvorstand in Sachsen.

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