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In besonderer Weise verfolgter Christen gedenken


09. März 2017

Wochenspruch: „Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit!“
Psalm 25, 6

DRESDEN – Landesbischof Dr. Carsten Rentzing hat sich mit einem Pastoralbrief vor dem Sonntag Reminiscere, 12. März, an die Pfarrerinnen und Pfarrer der  sächsischen Landeskirche gewandt, um sie zu „ermuntern in den Gottesdiensten der verfolgten Glaubensgeschwister in besonderer Weise zu gedenken“. Er sei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dankbar dafür, dass sie seit einigen Jahren am Sonntag Reminiscere zum Gebet für die verfolgte Christenheit aufrufe. „Unsere Möglichkeiten mögen hier begrenzt sein. Aber wir können diese Verfolgung immerhin öffentlich anprangern. Und genau das sollten wir auch tun“, schrieb der Landesbischof angesichts von Berichten geflüchteter Christen.

Er bezog sich auf Menschen die verfolgt waren und mit denen er sprach. Sie hätten zwar alles verloren und Grund zu resignieren, aber dennoch vertrauten sie auf Gottes Barmherzigkeit, die sie nach eigener Aussage rettete. Schilderungen eines Flüchtlings aus dessen Heimat empfand Dr. Rentzing als „furchterregend“. „Ich erschrak allerdings auch darüber, dass ich bis dahin so wenig Notiz von den Geschehnissen in seiner Heimat genommen hatte. Wissen wir, dass große Teile des orientalischen Christentums an ihren angestammten Orten einem Vernichtungsfeldzug ausgesetzt sind?“, zeigt er sich angesichts der Realität erschreckt. „Wissen wir nicht mehr, dass das Leid unserer Geschwister nicht ohne Auswirkungen auf uns selbst bleiben kann?“

Wegen des unerschütterlichen Glaubens der geflüchteten Christen, ihr Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit, sei der Landesbischof davon überzeugt, „dass unsere Kirche in den vergangenen Monaten zum Instrument der Barmherzigkeit Gottes wurde, indem wir Menschen, die Opfer der Unbarmherzigkeit der Welt wurden, halfen und ihnen beistanden. Diese Hilfe galt allen Menschen, ganz unabhängig von ihrer Glaubenseinstellung.“

Dr. Rentzing ging in seinem Schreiben auch auf die momentane Situation in der sächsischen Landeskirche ein, in der der Zwang zum Sparen und die Notwendigkeit, sich von Gewohntem zu verabschieden, als unbarmherzig empfunden werde. Resignation sei aber „eine Form des fehlenden Glaubens“. Für ihn sei die Botschaft von Gottes Barmherzigkeit die Quelle aller Zuversicht. Daher sei die segensreiche Auswirkung auf geflüchtete Menschen, abhängig von der erbetenen Fürbitte, eine segensreiche Auswirkung „auf uns selbst“.  „Ich bin gewiss, dass so auch unser eigenes Vertrauen in Gottes Barmherzigkeit und seine Wege mit uns gestärkt würde“, so Landesbischof Dr. Rentzing.

EKD Themenmaterial zu Fürbitte für verfolgte Christen

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