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Gottesdienste und Andachten im Livestream


21. März 2020

Kirche findet neue Wege digitaler Verkündigung

DRESDEN – Aufgrund der aktuellen Lage hat die Landeskirche alle Kirchgemeinden dringend gebeten, auf Gottesdienste in der aktuellen Situation zu verzichten. Aus Rücksicht aufeinander und im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus sollten andere Formen der Verkündigung und gelebten Gemeinschaft gefunden werden.

Am letzten Sonntag, 15. März, organisierte die Landeskirche eine Stream aus der Kirche in Kleinolbersdorf bei Chemnitz mit Landesbischof Tobias Bilz. Er führte in der Predigt aus, dass gerade in Zeiten der Verunsicherung der Blick auf Jesus Christus Zuversicht und Orientierung gebe. „Gottesdienste sind unverzichtbar. Sie sind das Zentrum kirchlichen Lebens. Deshalb wollen wir in der Passions- und Osterzeit mit Hilfe neuer Medien ein verlässliches Gottesdienstangebot seitens der Landeskirche machen“, so Bilz.

Sowohl die Landeskirche selbst als auch viele Kirchgemeinden bieten am kommenden Sonntag im Livestream übertragene Gottesdienste an und laden dazu ein, diese von zu Hause aus mitzufeiern. Der Landeskirchliche Web-Gottesdienst wird um 11:00 Uhr aus der Chemnitzer Schloßkirche übertragen. Pfarrer Dr. Christoph Herbst wird den Gottesdienst und die Predigt halten und Kantor Siegfried Petri wird ihn musikalisch an der Orgel begleiten.

Auch für die darauffolgenden Sonntage sind bereits Web-Gottesdienste durch die Landeskirche geplant. „Dabei konzentrieren wir uns auf Dresden, um Reisewege kurz zu halten“, sagt der Landesbischof. Dazu werde sich ein Kreis von Predigerinnen und Predigern absprechen, die mit wenigen Haupt- und Ehrenamtlichen den Gottesdienst vor Mikrophon und Kamera gestalten. So wird in Dresden am Sonntag, 29. März, ein Gottesdienst aus der Diakonissenhauskirche und am 5. April aus der Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt übertragen.

In Dresden bietet am 22. März die Ev.-Luth. Philippus-Kirchgemeinde im Kirchspiel Dresden West um 10:00 Uhr ein Livestream-Gottesdienste auf YouTube unter Philippus KG an. Im vergleichbaren Format der Fernsehgottesdienste wird im Erzgebirge das Stadtfernsehen von AB TV (Annaberg-Buchholz TV) um 11:00 Uhr einen Ökumenischen Gottesdienst aus der berühmten St. Annenkirche aufzeichnen. In Leipziger Kirchgemeinden wird es mehrere Livestream-Gottesdienste und andere Angebote geben.

Infoportal: https://engagiert.evlks.de/mitteilungen/kirchliches-leben-in-zeiten-der-coronavirus-pandemie/

Wenn die Versammlungsfreiheit eingeschränkt ist, geht Gemeinschaft verloren. Das gilt auch für die Gottesdienste. Jede Woche versammeln sich in den Gemeinden der sächsischen Landeskirche durchschnittlich rund 50.000 Menschen. Wenn das jetzt nicht möglich ist, kann eine virtuelle Gemeinschaft im Netz eine neue Erfahrung sein. Die Gemeinde vor dem Bildschirm hat die Möglichkeit, im Chat eigene Gedanken zu äußern. Der Gottesdienstablauf ist ebenfalls online verfügbar. Er kann auf dem Bildschirm aufgerufen oder vorab ausgedruckt werden, damit auch in den Wohnzimmern gemeinsames Beten und Singen möglich ist.
Auch an Angeboten für Kinder wird gearbeitet.

Die Kirchgemeinde Dresden-Ost bietet zudem zweimal in der Woche eine Andacht über den gemeindeeigenen Youtube-Kanal, während in Radebeul bei Dresden Kirchenmusikdirektor Gottfried Trepte den mehr als 100 Mitgliedern seiner Radebeuler Kantorei zur eigentlichen Probezeit einen kurzen Impuls oder ein Notenblatt zum Üben zuschickt. „Das stärkt das Gefühl von Zusammengehörigkeit,“ so Trepte. Andere Kirchenmusiker verweisen auf den kommenden Sonntag, 22. März. Dann soll um 18:00 Uhr bundesweit jeder vom Fenster oder Balkon aus Musik machen können – zur Freude und Ermutigung der Menschen ringsum. Das ist ein Angebot der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Plattform „Digitale Kirche“.

Auf der Seite „kirchevonzuhause.de“ sowie in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #kirchevonzuhause sind viele dieser Angebote zusammengestellt und werden laufend aktualisiert. Trotz der Einschränkungen im öffentlichen Leben wird die evangelische Kirche ihre Seelsorgeangebote aufrechterhalten. Dies geschieht zum einen über online-Formate aber auch über klassische Angebote wie die Telefonseelsorge. Außerdem bieten und organisieren Pfarrer und Pfarrerinnen selbst Kontakte über Telefon an. So wird in Dresden-Bühlau für eine Telefonpartnerschaft geworben und im ostsächsischen Kittlitz bietet eine Pfarrerin eine Telefonnummer fürs Seelenwohl an.

www.evangelisch.de/inhalte/167178/15-03-2020/corona-wo-digitale-kirche-jetzt-stattfindet-gottesdienste

Schloßbergmuseum und Kirche in Chemnitz

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