Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Gottesdienst zur Verabschiedung von Dr. Peter Meis


01. Dezember 2018

Die Herrlichkeit Gottes bleibe inmitten der Umbrüche des Lebens

DRESDEN – Mit einem Festgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche am Abend des 30. November 2018 wurde Oberlandeskirchenrat Dr. Peter Meis in den Ruhestand verabschiedet. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing würdigte 42 Jahre hauptamtlichen Dienst des Theologen in der sächsischen Landeskirche, der mit dem Vikariat und der Pfarrstelle im ostsächsischen Oberseifersdorf begann.

Zuvor hielt Dr. Meis die Predigt im Gottesdienst, der musikalisch von Solisten und dem Chor der Hochschule für Kirchenmusik Dresden und von der Sächsischen Posaunenmission ausgestaltet wurde. „Es gibt kein Anfangen ohne aufzuhören und kein Aufhören ohne anzufangen“, verwies Dr. Meis auf Abläufe im Leben, die ganzheitlich zu sehen seien. Dabei versuche man auch, Gebrochenheit zu kitten.

Dabei gehe es darum, Menschen auszuhalten und das Leben zu bejahen. Im Aufhören liege auch häufig etwas Schönes, wie bei einem Sonnenuntergang. Grenzen würden sich ändern, aber diese Herrlichkeit des Aufbruchs bedeute auch Schwere. Mose schien die Verantwortung zu schwer, so wie uns die Verantwortung angesichts der Veränderungen als zu schwer empfunden würde, so Dr. Meis.

Neben dem Licht der Erschütterung gebe es aber auch „ein warmes Licht der guten Erfahrung“. „Wie lieblich sind die Tasten des Smartphone! Ja, man könne abhängig werden, stolpern und abstürzen, oder, eine Nachricht kann im positiven Sinne „das Herz hüpfen lassen“. Jesus wisse, wie oft wir mühselig und belastet seien. Er schenke Ruhe und erquicke im Leben. Für den Theologen bleibe die Herrlichkeit Gottes inmitten der Umbrüche des Lebens.

Nach der Entpflichtung vom Dienst als Oberlandeskirchenrat durch den Präsidenten des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, hob der Landesbischof einige Stationen aus dem Dienstleben von Dr. Meis hervor. So, dessen Wechsel vom Gemeindepfarrdienst in das Stadtjugendpfarramt Dresden und ab 1988 die Dozenten- und Professorentätigkeit in Moritzburg, bevor er 2006 das Superintendentenamt im Kirchenbezirk Dresden Mitte übernahm.

Dr. Rentzing betonte insbesondere dessen Dienst im Landeskirchenamt in den letzten sieben Jahren. In einigen Dingen sei man zwar nicht immer einig gewesen, aber es habe „keinen einzigen Augenblick gegeben, wo ich nicht wachsam und aufmerksam zugehört habe“, so der Landesbischof. In den letzten drei Jahren war Dr. Meis im Amt des Dezernenten für theologische Grundsatzfragen dessen Stellvertreter.  Nach dem Gottesdienst ging es in das Haus an der Kreuzkirche zu einer Grußstunde mit zahlreichen Kollegen und Weggefährten von Dr. Meis.

Gottesdienst Verabschiedung Dr. Meis
Segen in der Kreuzkirche durch Landesbischof Dr. Rentzing
Dr. Peter Meis predigt in der Kreuzkirche
Überreichung der Festschrift während der Grußstunde
Präsident Dr. Johannes Kimme (r.) überreicht eine Festschrift anlässlich des Ruhestandes unter dem Titel "Verkündigung durch Begegnung. Kirche sein, leiten und prägen", hrsg. vom Landeskirchenamt, mit zahlreichen Autoren

Teilen Sie diese Seite