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Gebete für die Einheit der Christen


16. Januar 2019

Allianz-Gebetswoche, Ökumenische Gebetswoche und Bibelwoche

DRESDEN - Mit Beginn des neuen Jahres und bis in die Passionszeit hinein befassen sich Christen unterschiedlicher Konfession verstärkt mit der Bibel und dem Gebet. Auch in sächsischen Kirchgemeinden prägen Gebets- und Bibelwochen die Zeit bis zum Osterfest. Derzeit findet die am 13. Januar begonnene internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz statt. In zahlreichen Gemeinden der Landeskirche, des Gemeinschaftsverbandes und der Freikirchen wird zu gemeinsamen, meist im räumlichen Wechsel, täglichen Abendveranstaltungen eingeladen. Die diesjährige Gebetswoche steht unter dem Motto „Einheit leben lernen“ und wird am 20. Januar häufig mit einem Abendmahlsgottesdienst abgeschlossen.

Zum Ende der Allianzgebetswoche beginnt die Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen, die auf eine über 100-jährige Geschichte zurückschaut. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr vom 18. bis 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert. Das diesjährige Thema der Gebetswoche bis zum so genannten Ökumenischen Bibelsonntag am 27. Januar nimmt Bezug auf das alttestamentliche Bibelwort „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen“ (Deuteronomium/5 Mose 16,20a). Die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2019 wurde von Gläubigen aus Indonesien vorbereitet.

Die Meditationen für die acht Tage und der Gottesdienst stellen das gewählte Thema in den Mittelpunkt. Zur Vertiefung der Reflexion über Einheit und Gerechtigkeit wurden die Themen der einzelnen Tage bewusst so ausgewählt, dass sie jeweils einen Aspekt des Ringens um Gerechtigkeit illustrieren.
Die Kollekte der Gebetswoche ist in diesem Jahr für drei soziale Projekte in drei Ländern bestimmt. In Griechenland soll die soziale Inklusion von Roma-Jugendlichen und in Ägypten die berufliche Bildung für Menschen mit geistiger Behinderung unterstützt werden sowie in Guatemala die Lebensbedingungen und Rechte für die indigene Bevölkerung verbessert werden.

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen hat eine zentrale Bedeutung für die geistliche Verbundenheit der Kirchen und verbindet über alle Grenzen hinweg Konfessionen und Kulturen. Seit 1968 werden die jährlichen Themen und Texte von einer gemeinsamen Kommission der Römisch-katholischen Kirche und Ökumenischen Rates der Kirchen erarbeitet. Als Vorlage dient ein Entwurf, der jedes Jahr aus einem anderen Land stammt und ein biblisches Leitthema in den Mittelpunkt stellt.
Im September letzten Jahr wurde seitens des Landeskirchenamtes auf die Gebetswoche, das diesjährige Anliegen, die Situation der Christen in Indonesien sowie auf das bereit gestellte Material für die Gemeindearbeit hingewiesen.

Parallel zur Gebetswoche und auf den Bibelsonntag Ende Januar bezogen, laden ebenfalls zahlreiche Kirchgemeinden zur Ökumenischen Bibelwoche ein. In der Bibelwoche dreht sich alles um den Philipperbrief des Paulus. Dieser neutestamentliche Bericht besticht durch seine Themenvielfalt: Verfolgung und Freude, Liebe und Gemeinschaft, christliche Gesinnung, Furcht und Vertrauen, Geben und Nehmen, irdisches Wirken und himmlische Heimat. Unter dem Titel „Mit Paulus glauben“ begibt sich die Bibelwoche auf eine Reise durch den Philipperbrief, in dem auch die persönlichen und emotionalen Seiten seines Verfassers erkennbar werden. Das veröffentlichte Material wird von der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste, der Deutschen Bibelgesellschaft Stuttgart und dem Katholischen Bibelwerk Stuttgart herausgegeben.

www.oekumene-ack.de/themen/geistliche-oekumene/gebetswoche/2019/

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