Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Gebete für die Einheit der Christen


10. Januar 2020

Allianzgebetswoche, Ökumenische Gebetswoche und Bibelwoche  

DRESDEN - Mit Beginn des neuen Jahres und bis in die Passionszeit hinein befassen sich Christen unterschiedlicher Konfession verstärkt mit der Bibel und dem Gebet. Auch in sächsischen Kirchgemeinden prägen Gebets- und Bibelwochen die Zeit bis zum Osterfest. Vom 12. bis 19. Januar findet die internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz (EA) statt (Allianzgebetswoche).  

In zahlreichen Gemeinden der Landeskirche, des Gemeinschaftsverbandes und der Freikirchen wird zu gemeinsamen, meist im räumlichen Wechsel, täglichen Abendveranstaltungen eingeladen. Eine Textvorlage der Evangelischen Allianz wurde für dieses Jahr in Spanien und Portugal erarbeitet. Die Gebetswoche steht unter dem Motto „Wo gehöre ich hin?“ und wird am 19. Januar häufig mit einem Abendmahlsgottesdienst abgeschlossen.  

Zum Ende der Allianzgebetswoche beginnt die Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen, die auf eine über 100-jährige Geschichte zurückschaut. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit jedes Jahr vom 18. bis 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert. Die Texte für die Gebetswoche für die Einheit der Christen 2020 kommen aus Malta.  

Das Thema „Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich“ bezieht sich auf die Apostelgeschichte (28,2): der Apostel Paulus und seine Mitreisenden erleiden Schiffbruch auf Malta. Die Schiffbrüchigen werden von der einheimischen Bevölkerung gastfreundlich aufgenommen und versorgt. Die maltesischen Christinnen und Christen sehen in dieser Geschichte die Wurzeln des christlichen Glaubens und der christlichen Gemeinde auf ihrer Insel. Daran erinnern sie jedes Jahr am 10. Januar mit einem eigenen Festtag. 

Die Geschichte vom Schiffbruch des Paulus wurde von der internationalen Vorbereitungsgruppe für die Gebetswoche in den Kontext von Flucht und Migration gestellt. Für die acht Tage stellen die Meditationen und der Gottesdienst das gewählte Thema in den Mittelpunkt. Zur Vertiefung der Reflexion über Einheit und Gerechtigkeit wurden die Themen der einzelnen Tage bewusst so ausgewählt, dass sie jeweils einen Aspekt des Ringens um Gerechtigkeit illustrieren.  

Die Ökumenische Bibelwoche hat zwar keinen festen Termin, aber häufig wird der Ökumenische Bibelsonntag, in diesem Jahr am 26. Januar, in den Gemeinden zum Anlass genommen, sieben Themenabende gestalten. Unter dem Leitwort „Vergesst nicht ...“ geht es an den Abenden um Zugänge zum Deuteronomium (5. Buch Mose). Dazu sind Materialien zur Ökumenischen Bibelwoche 2019/2020 erschienen.  

Im Mittelpunkt der Bibelwoche steht somit ein Buch des Alten Testaments, das vielen Menschen in der heutigen Zeit unbekannt und fremd ist. Die Ökumenische Bibelwoche zeigt, dass das Deuteronomium viel mehr ist: ein „Evangelium“, das die leidenschaftliche Beziehung zwischen Gott und Mensch auf dem Herzen hat, ein Geschichtswerk, dass Identität für die Zukunft formuliert, und ein Text, der Antworten auf die Fragen einer schnelllebigen und technisierten Welt geben kann. 

Die Bibelwoche entstand bereits in den 1930er Jahren und ist eine der ältesten Traditionen der Bibellesebewegung im deutschsprachigen Raum. An sieben Abenden einer Woche beschäftigten sich Christen intensiv mit Texten aus einem biblischen Buch. Seit mehr als 50 Jahren beteiligen sich an der ursprünglich evangelischen Initiative auch zahlreiche Gemeinden anderer Konfessionen. Und seit rund 25 Jahren wird die Bibelwoche als Ökumenische Bibelwoche durchgeführt.

Teilen Sie diese Seite