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Für Leib und Seele im Dresdner Haus der Kirche


29. März 2020

Das Angebot trifft auf Interesse und Dankbarkeit der Kundschaft

DRESDEN – Das Haus der Kirche (Dreikönigskirche) in der Dresdner Neustadt ist eine Kirche auf dem Wege. Trotz Corona-Krise hält es seine Türen zwischen 11:00 und 14:00 Uhr an der dortigen Hauptstraße offen, um Menschen mit Essen zu versorgen oder einen Besuch im Kirchraum zu ermöglichen. Ein Seelsorger steht in dieser Zeit für Gespräche zur Verfügung. Trotz Ausgangsbeschränkung und Versammlungsverbot gehen Menschen ihrer Arbeit nach, vertreten sich mittags die Beine oder steuern gezielt einen Raum an, der ihren aufgewühlten Gedanken dieser Tage Orientierung bietet.

Die Mitarbeitenden im großen Kirchengebäude mit integriertem Tagungszentrum, Café und Ausstellungsräumen spüren nun in doppelter Hinsicht die einschränkenden Folgen der Epidemie. Im Kirchraum können derzeit keine Gottesdienste oder Konzerte stattfinden und das Haus fällt als Veranstalter für Tagungen, Ausstellungen und Themenabende komplett aus. „Das Veranstaltungsgeschäft ruht“, beschreibt  Geschäftsführerin Kerstin Hörster knapp die Situation. Trotzdem habe man sich zusammen mit den Mitarbeitenden auf ein Konzept geeinigt, das Menschen in der Mittagszeitzeit einen Anlaufpunkt bietet und den Beschäftigten im Haus eine Perspektive.

So gibt es seit letzter Woche eine Sonderregelung mit der verschärften Auflage von Hygieneregeln, dass die Essenversorgung primär nicht mehr für die Mahlzeit an den Tischen, sondern über die Ausgabe von Essen in Transportboxen erfolgt. Sie verweist auf das Interesse und die Dankbarkeit der Kunden. „So hat sich die Kundschaft aus verständlichen Gründen um ein Drittel reduziert, aber wieder mit leicht steigender Tendenz“, resümiert Hörster.

Auf dem einen Treppenweg gehe es zur Essenausgabe und auf dem anderen Weg wieder nach draußen, um die Begegnung zu minimieren. Die Menschen zeigten sich gegenüber dem Küchenpersonal dankbar für eine warme Mahlzeit, so die Geschäftsführerin. Das sei für alle motivierend. Daher möchte sie nicht in Traurigkeit verfallen, sondern vielmehr Menschen auf dem Wege Räume für ihr seelisches und leibliches Wohl offen halten.

Eingang zum Haus der Kirche geöffnet
Kennzeichnung auf dem Boden vor der Essenausgabe

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