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Fachtag zu Gemeindearbeit mit Migranten


14. Januar 2017

Hilfe im Alltag beim Zusammenleben von Christen unterschiedlicher Herkunft

CHEMNITZ – Mit Vorträgen und Workshops greift ein Fachtag in Chemnitz am 16. Januar die anstehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit der Integration von Migranten in das kirchgemeindliche Leben auf. Während es beim Eintreffen geflüchteter Menschen zunächst um praktische Hilfe ging, stehen seit einiger Zeit zunehmend Fragen zu Taufbegehren, Asylverfahren, Glaubenskursen und interreligiösen Begegnungen im Vordergrund.

Da Kirchgemeinden nur teilweise auf entsprechende Erfahrungen verweisen können, sind haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, Mitarbeitende aus der kirchlichen  Flüchtlingsarbeit und Interessierte zu diesem fachlichen Austausch eingeladen. Die Resonanz auf das Treffen ist hoch. Die Tagung ist mit 87 Teilnehmenden ausgebucht.

Am Tagungsort im 'Ev. Freizeitheim Röhrsdorfer Park' (Rehgartenweg 1) führen vier Vorträge in rechtliche und religiöse Fragestellungen ein. So werden Thomas Ewald, Referent in der Außenstelle Chemnitz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Bedeutung von Taufe und Konversion für Asylverfahren erläutern und der landeskirchliche Beauftragte für Weltanschauungs- und Sektenfragen, Dr. Harald Lamprecht, über die Vielzahl von Religionen in den Herkunftsländern informieren, während Pfarrer Stephan Brenner aus Chemnitz auf die Herausforderung für die christliche Glaubensprägung und eigene Sprachfähigkeit verweist.

Nachmittags schließen sich Workshops an, die in Gesprächsgruppen die Themenbereiche der Vorträge vertiefen, einen Erfahrungsaustausch ermöglichen und damit praktische Beispiele in einen breiteren Kontext stellen. Den Workshops sind jeweils Impulse u.a. von Rechtsanwältin Dr. Kati Lang (Dresden), Dr. Harald Lamprecht, Superintendent i.R. Wolfgang Müller (Kamenz) und Pfarrer Jens Buschbeck (Zwickau) vorangestellt.

An der Vorbereitung und Durchführung des Fachtages sind auch der landeskirchliche Ausländerbeauftragte Albrecht Engelmann und Kirchenrat Dr. Martin Teubner aktiv beteiligt. Ziel des Fachtages ist es, Kirchgemeinden Hilfestellung zu geben, wie der Alltag des Zusammenlebens von Christen unterschiedlicher Herkunft in den Gemeindehäusern und Kirchen gestaltet werden kann.

Flüchtlingshilfe der Landeskirche

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