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Engagiert „Mitfeiern! Die Reformation wird 500.“


31. Oktober 2017

Dresden feierte am Reformationstag auf dem Neumarkt an Luthers Denkmal

DRESDEN - „Die Reformation hat einen gesellschaftlichen Impuls gegeben, der bis heute nachwirkt“, so Superintendent Albrecht Nollau. Deshalb hatten die beiden evangelisch-lutherischen Kirchenbezirke gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und Vertretern anderer christlicher Konfessionen am Reformationstag, 31. Oktober, auf den Neumarkt zu einem Fest eingeladen. Nach den Reformationsgottesdiensten am Vormittag ging es am Nachmittag weiter unter dem Motto „Mitfeiern! Die Reformation wird 500.“

Das Martin-Luther-Denkmal von Ernst Rietschel wird an diesem Nachmittag zum Leben erwachen. Im Angesicht der Statur  interviewte Beate Damm, Schulpfarrerin am Dresdner Kreuzgymnasium, den bronzenen Reformator. Der Beitrag wurde im Vorfeld aufgezeichnet und auf der Leinwand übertragen. Ein liebevoll gestaltetes Bühnenprogramm präsentierte neben Bläsermusik Gospels und Spirituals durch einen Ökumenischen Gospelchor und einer Projektband.

Jan Deicke erzählte wahre und erfundene Geschichten über Martin Luther und seine Zeit. Moderator Stephan Bischof, Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Superintendent Albrecht Nollau schnitten auf einem Kuchenblech ein Reformationsbrot an, nach dem die Innungsbetriebe des Bäcker- und Konditorenhandwerks das wahrscheinlich größte Reformationsbrötchen der Welt auf einer Kutsche an den Neumarkt fuhren. Während dieser Hingucker nur aus Pappe war, gab es die echten Reformationsbrötchen in tausender Auflage für einen Euro ringsherum. Der Spendenerlös soll an die griechisch-evangelische Kirche in Serres/Zentralmakedonien gehen. Die kleine evangelische Gemeinde unterstützt seit 2015 Flüchtlinge. Sie selbst entstand nach dem griechisch-türkischen Krieg durch Umsiedlung griechischer Flüchtlinge aus der heutigen Türkei. Sie wird durch das Gustav-Adolf-Werk Sachsen e. V. begleitet.

Rund um die Bühne und das Luther-Denkmal standen außerdem fünf Themenzelte zum Schauen, Schwatzen und Ausprobieren. Sie trugen Titel wie „Muße und Musik“, „Leben, lieben, hoffen“ oder „Hilfe von nebenan“ und zeigten beispielhaft etwas von der generationsübergreifenden kirchlichen Arbeit in Dresden. Die Themenzelte wurden gestaltet von der Evangelischen Studierendengemeinde, der Krankenhausseelsorge, der Kirchenmusik, der Evangelischen Jugend, der Diakonie-Stadtmission Dresden, dem Sächsischen Epilepsiezentrum in Kleinwachau, der Diakonissenanstalt und dem Referat „anders wachsen“ im Ökumenischen Informationszentrum.

Auch die Frauenkirche brachte sich in die Gestaltung des Reformationsfesttages ein. So stand die Kirche bei freiem Eintritt allen offen, die bei Wort und Orgelklang mehr über den typisch lutherischen Sakralbau erfahren wollten.  

Das Fest bildet den Höhepunkt eines prall gefüllten Tages: In der Kreuzkirche wird am Morgen eine Kinder-Kirchennacht enden, bei der sich 100 Kinder mit einem Musical und verschiedenen erlebnispädagogischen Angeboten auf die Spuren Martin-Luthers begeben.

Bild: Viele Menschen vor der Bühne auf dem Neumarkt
Viele Zuschauer und Besucher hatte der Nachmittag zwischen Lutherdenkmal und Bühne vor der Frauenkirche

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