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Dom und Klang


25. Juni 2020

Informative Reihe und wieder Musiken am Donnerstagabend

FREIBERG – Neben vielen anderen Orten gehen auch die kirchenmusikalischen Formate im Freiberger Dom in einen verschlankten Normalmodus. Das heißt, der Rhythmus hält wieder Einzug, allerdings unter Zugangseinschränkungen und Hygieneschutzregeln. So erklingen jeden Donnerstag um 20:00 Uhr in der Sommerzeit die bedeutenden Silbermann-Orgeln des Freiberger Domes für eine Stunde und die Organisten bieten abwechslungsreichen Musikgenuss im einmaligen Ambiente des kunsthistorisch bedeutenden Domes.

Am heutigen Donnerstag, 25. Juni, gibt  der Dresdner Kreuzorganist Holger Gehring ein Konzert an den Silbermann-Orgeln des Freiberger Domes. Das Programm verbindet Werke von Nicolas de Grigny, Johann Sebastian Bach, außerdem von Felix Mendelssohn Bartholdy und August Wilhelm Bach. Der jung verstorbene französische Organist und Komponist Grigny war großer Bewunderer Johann Sebastian Bachs. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke zunächst in Vergessenheit und erlebten u. a. durch Mendelssohn-Bartholdy eine Renaissance, denn er führte erstmals die Matthäus-Passion wieder auf. August Wilhelm Bach, stammt zwar nicht aus der J.S. Bach-Familie, war jedoch in Berlin tätig und Lehrer Mendelssohns.

Für das Konzert am nächsten Donnerstag, 2. Juli, um 20:00 Uhr hat Domorganist Albrecht Koch ein Programm mit Orgelmusik aus dem Umfeld Johann Sebastian Bachs zusammengestellt, darunter eine Choralbearbeitung Dieterich Buxtehudes, dem berühmtesten Vertreter der Norddeutschen Orgelschule und musikalischen Vorbild Bachs. Bach ging eigens zu Fuß von Arnstadt nach Lübeck, um sich bei dem dort wirkenden Buxtehude weiterzubilden. Es folgt eine Komposition von Johann Ludwig Krebs, der unter Thomaskantor Johann Sebastian Bach Schüler an der Thomasschule in Leipzig, Privatschüler, Notenkopist und jahrelanger Freund des damaligen Kantors war. Mit der Toccata und Fuge d-Moll des berühmtesten der Bach-Söhne, nämlich Carl Philipp Emanuel Bach führt die musikalische Linie des Abends zurück in die Bachfamilie. Das Programm wird mit einer modernen Komposition Willy Burkhards ergänzt.

Dom und Klang

„Denn er hat seinen Engeln befohlen…“ heißt es in der Reihe Dom und Klang am Sonnabend, 4. Juli, um 17:30 Uhr im Freiberger Dom. Der beliebte Vers aus Psalm 91 wurde vielfach vertont, dient als Taufspruch oder Segenswunsch. Dabei ist die Rede von Engeln, die im Auftrag Gottes den Menschen behüten und schützen sollen. Im Freiberger Dom sind eine Vielzahl von Engeln an den Kunstwerken dargestellt. Engel haben konkrete Aufgaben, überbringen Botschaften, loben Gott oder kämpfen sogar. So unterschiedlich ihr Wirken ist, so unterschiedlich sind sie auch an Kunstwerken dargestellt, häufig als Jünglinge oder junge Männer, aber auch als Kinder, bekleidet oder unbekleidet und in der Regel mit Flügeln.

Domführerin Sabine Lohmann erläutert in der Veranstaltung, welche Bedeutung den Engeln, die im Dom zu finden sind zukommt. Musikalisch wird der Abend mit Lautenmusik durch den Dresdner Lautensiten Heiko Schmiedel begleitet.

Geboren 1962 in Dresden, erlernte Heiko Schmiedel zunächst autodidaktisch das Spiel auf der Klassischen Gitarre und erhielt folgend Unterricht bei Walter Wirsig und Charlotte Kühn am „Heinrich Schütz Konservatorium“ in Dresden. Es folgte die entscheidende Hinwendung zur Laute. Von 1993 bis 1996 studierte er bei Wolfgang Katschner an der Dresdner Musikhochschule und an der Leipziger Musikhochschule ab 1999 bei Björn Colell und Frank Pschichholz. Seit 1994 wirkte Heiko Schmiedel bei einer Vielzahl von Konzerten und Aufnahmen namhafter Ensembles mit. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen runden sein künstlerisches Schaffen ab. Heiko Schmiedel lernte in Lautenbaukursen den Lautenbau und fertigte bis 2006 selbst Instrumente.

Für die nächste Veranstaltung in der Reihe „Dom und Klang“ wird zum Sonnabend, 1. August,  eingeladen. Dann wird die einzigartige Tulpen-Kanzel im Freiberger Dom in der Kunstbetrachtung von Elisabeth Seidler im Mittelpunkt stehen. An der Orgel spielt Dietrich Wagler.
Das gesamte Programm an Veranstaltungen im Freiberger Dom ist unter www.freiberger-dom.de  zu finden.

Engel an der großen Silbermann-Orgel im Freiberger Dom

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