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Diakonisseneinsegnung in der Diakonissenanstalt


07. Juni 2021

Einsegnung zur Diakonisse eine Bestätigung ihrer bisherigen Lebenswege 

DRESDEN – In der Diakonissenhauskirche Dresden wurden am gestrigen Sonntag, 6. Juni, Schwester Elisabeth Rau und Schwester Sylvia Bommert von Rektor Stephan Siegmund zu Diakonissen eingesegnet. Es war die erste Diakonisseneinsegnung seit über 25 Jahren im Dresdner Mutterhaus der Diakonissenanstalt.

Schwester Elisabeth Rau und Schwester Sylvia Bommert sind „Diakonissen neuer Form“. Bisher hatten Diakonissen mit ihrer Einsegnung Ehelosigkeit (Verzicht auf eigene Familie), Gütergemeinschaft (Verwaltung des Gehaltes in einer gemeinsamen Kasse) und Sendungsbereitschaft (Dienst an einem der Leitung abgesprochenen Ort) zugesagt. Die neue Form der Diakonisse macht sich nicht mehr an der Lebensform, sondern an der diakonisch-theologischen Ausbildung fest.

Die beiden am Sonntag eingesegneten Schwestern absolvierten eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung am Philippusinstitut in Moritzburg. Außerdem sind sie schon einige Jahre Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft der Diakonissenanstalt Dresden. Dass sich Schwester Elisabeth und Schwester Sylvia zukünftig Diakonisse nennen dürfen, verdanken sie dem 2019 durch die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche Sachsen geänderten Diakonengesetzes (gültig seit 1. Januar 2020). Dieses sieht vor, dass Gemeinschaften in sächsischen Diakonissenhäusern für ihre Diakoninnen auch die Bezeichnung „Diakonisse“ nutzen dürfen.

Oberin Schwester Esther Selle freut sich, dass damit der Begriff der Diakonisse erhalten bleibt. Sie ergänzt: „Ich bin dankbar, dass die Landessynode 2019 den Weg dafür freigemacht und das Diakonengesetz entsprechend geändert hat. Die Diakonissen neuer Form sind außerdem ein Zeichen für unsere Veränderungsbereitschaft als Diakonissen. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass meine älteren Mitschwestern, die auf eine eigene Familie verzichtet haben und sich lebenslang für ein Taschengeld dort einsetzen ließen, wo sie gebraucht wurden, diesen Schritt mitgehen und Diakonissen akzeptieren, für die diese traditionellen Vereinbarungen nicht mehr gelten. Ich hoffe, es wird in Zukunft noch mehr Diakonissen neuer Form geben – Frauen, die sich mit oder ohne Familie, auf dem Campus oder in der Stadt lebend zur Diakonisse qualifizieren lassen und das Erbe der Schwesternschaft in der Zukunft aufleuchten lassen – und damit dafür sorgen, dass es im DIAKO weiter Diakonissen gibt.“

Für Schwester Elisabeth Rau (Leiterin der Senioreneinrichtung Altenzentrum Schwanenhaus) und Schwester Sylvia Bommert (Leiterin des Gästehauses der Diakonissenanstalt Dresden) ist die Einsegnung zur Diakonisse eine Bestätigung ihrer bisherigen Lebenswege als Christinnen und ein Zeichen der verbindlichen Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Zukünftig werden sie als Diakonissen weitere Aufgaben übernehmen, wie die Verantwortung für Gebetszeiten und das Halten von Andachten oder Gottesdiensten.

Diakonissenhaus Dresden

(v.v.l.) Prof. Dr. Thomas Knittel (Vorsteher Diakonenhaus Moritzburg), Prädikantin Christina Kreher, Diakonisse Sr. Sylvia Bommert, Diakonisse Sr. Elisabeth Rau, Prof. Martin Steinhäuser. (h.v.l.) Rektor Stephan Siegmund, Oberin Sr. Esther Selle

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