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Buß- und Bettag in Sachsen


18. November 2019

Gesprächsforum zum Ende der FriedensDekade „friedensklima“

DRESDEN - Wie gewohnt liegt der Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag, in diesem Jahr fällt er auf den 20. November. Dieser nur im Freistaat Sachsen arbeitsfreie Feiertag thematisiert die Frage der Schuld und des christlichen Umgangs damit in Buße, Beichte und Gebet. Er soll Anlass zur Reflexion des eigenen Handelns sein und dazu ermutigen, neue Wege im Leben einzuschlagen. Neben der persönlichen Dimension greift der Buß- und Bettag auch immer aktuelle Fragestellungen auf. An diesem Tag endet die FriedensDekade, die in diesem Jahr unter dem Motto „friedensklima“ gestanden hat. Kirchgemeinden laden am Ende der FriedensDekade und zum Buß- und Bettag zu Gottesdiensten und Konzerten ein.

Unter der Überschrift „Natur – Umwelt – Mensch. Geht die Schöpfung so weiter?“ veranstaltete die Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde in Leipzig-Gohlis fünf Gottesdienste mit prominenten Kanzelrednern. Zum Abschluss dieser Reihe steht am Buß- und Bettag um 14:00 Uhr ein Gesprächsforum im Gemeindehaus (Kirchplatz 9). Dabei soll im Rückblick auf verschiedene Kanzelreden nach praktischen Konsequenzen für einen Beitrag zur Schöpfungsverantwortung gefragt und gesucht werden. Vertreterinnen und Vertreter von ökologisch-sozialen Praxisprojekten aus dem Leipziger Raum werden zudem ihre Arbeit vorstellen und Anregungen für schöpfungsbezogenes Handeln geben. 

In Dresden laden am Abend zuvor, 19. November, die Katholische Jugend und die Evangelische Jugend um 20:00 Uhr zur "Nacht der Lichter" in die Herz-Jesu-Kirche ein, wo ebenfalls Gebete und Taizé-Gesänge im Mittelpunkt stehen.

Ökumenischer Festtag in Dresden

Die Initiative „Ökumenischer Weg“ veranstaltet gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Sachsen, dem Bistum Dresden-Meißen und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens einen Ökumenischen Festtag unter dem Motto #gemeinsamfuerzukunft. Eröffnet wird der Tag mit einem Ökumenischen Gottesdienst um 9:30 Uhr in der Kreuzkirche. Die Predigt hält Landesjugendpfarrer Georg Zimmermann, es singt der Kreuzchor. Beim anschließenden Imbiss im Haus an der Kreuzkirche besteht die Möglichkeit zur Begegnung sowie zum Kennenlernen verschiedener Initiativen, die sich mit Ständen präsentieren. Ab 12:30 Uhr können die Besucher an Workshops zu Themen wie Nachhaltigkeit im Alltag, verantwortlicher Konsum, Alternativen zum Wirtschaftswachstum, systemisches Konsensieren, christliches Friedenshandeln und Schulpartnerschaften teilnehmen. An den Workshops sind unter anderem Jugendliche von Fridays for Future, die AG Zukunft einkaufen, das Ökumenische Informationszentrum, die Initiative „anders wachsen“, die Ökumenische AG Kirche für Demokratie und Menschenrechte, das Christliche Friedensseminar Königswalde und das St. Benno-Gymnasium Dresden beteiligt. Abgeschlossen wird der Tag um 14:30 Uhr mit einem Impulsreferat von Burkhard Hose, Hochschulpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde Münster, und anschließendem Gespräch zum Thema „Seid laut! Für ein politisch engagiertes Christentum“.

Der Festtag ist als Rastpunkt auf dem „Ökumenischen Weg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ gedacht. Diese sächsische Initiative will die Themen des Konziliaren Prozesses wieder mehr in den Fokus der Kirchen und Gemeinden rücken und dabei die ökumenische Verbundenheit und das Miteinander der Generationen stärken.

Das vollständige Programm des Ökumenischen Festtages befindet sich hier: www.oekumenischerweg.de/oekumenischer-festtag/

Mit dem Tag begehen die Kirchen in Sachsen zugleich das Jubiläum „30 Jahre Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der DDR“. „Die damals behandelten Fragen haben tausende Menschen in Bewegung versetzt und bis heute nicht an Brisanz verloren“, heißt es in der Einladung zum Festtag. Nicht zuletzt die speziellen Erfahrungen und Anliegen aus dem Konziliaren Prozess waren Hintergrund, die Feiertagsregelung zum Buß- und Bettag ab 1995 in Sachsen bei zu behalten.

Weitere Gottesdienste und Konzerte am Nachmittag

In Chemnitz feiern 9:30 Uhr die Innenstadtgemeinden einen gemeinsamen Gottesdienst mit Pfarrerin Gabriele Führer und Pfarrer Dr. Christoph Herbst in der Jakobikirche. In der Dresdner Lukaskirche wird es 10:00 Uhr einen Salbungsgottesdienst und im erzgebirgischen Aue in der St.-Nicolaikirche einen Ökumenischen Gottesdienst geben.

Zeitgleich wird Prof. Dr. Zimmerling im Freiberger Dom beim Abendmahlsgottesdienst zum Buß- und Bettag predigen. Die landeskirchliche Kollekte kommt, wie in anderen Gottesdiensten der Ökumene und der Auslandsarbeit der EKD zugute. Danach wird um 11:30 Uhr eine Themenführung durch den Kreuzgang angeboten.

Neben weiteren Vormittagsgottesdiensten in Dresdner Kirchgemeinden lädt um 14:30 Uhr das FORUM FRAUENKIRCHE zu einem Themennachmittag unter der Überschrift »Macht in der Mitte – die Aufgabe Deutschlands für Europa in der Welt« mit Prof. em. Dr. phil. Herfried Münkler in Kooperation mit dem Johann-Amos-Comenius-Club Sachsen e.V.

In Dresden erklingt um 16:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche „Der Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Unter Leitung von Elke Voigt und Karsten Voigt musizieren Solisten, der Dresdner Bachchor und der Chor der Neuen Kantorei St. Afra Meißen mit der Elbland Philharmonie Sachsen.

In der Leipziger Thomaskirchgemeinde findet am 20. November neben dem 9:30-Uhr-Sakramentsgottesdienst und um 17:00 Uhr ein Konzert mit Musik von Johann Sebastian Bach, Jan Dismas Zelenka und Johann Schelle statt. Das Sächsische Barockorchester begleitet Solisten sowie den Kammerchor „Concerto Vocale“ unter Leitung von Gotthold Schwarz.

Zur gleichen Zeit stehen das Requiem von Andrew Lloyd Webber sowie das Requiem von Gabriel Fauré in der Paul-Gerhardt-Kirche Connewitz (Selneckerstraße) auf dem Programm. Neben Solisten sind auch die Singakademie Chemnitz und das Leipziger Symphonieorchester unter der Leitung von Andreas Pabst beteiligt.

In der Auenkirche Markkleeberg–Ost (Kirchstraße 27) kommen ebenfalls um 17:00 Uhr die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz zu Gehör. Unter Leitung von Kantorin Susanne Blache singen die Kantorei sowie Gesangssolisten, die instrumental von Violine, Klavier und Orgel begleitet werden.

ARD-Fernsehgottesdienst zum Buß- und Bettag

Unter dem Motto „Alles egal – oder hast du noch Träume?“ überträgt das Erste Deutsche Fernsehen um 10:00 Uhr einen Gottesdienst mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD, aus St. Matthäus in München. Darin geht es um den Hintergrund des evangelischen Feiertags, der seit 25 Jahren kein gesetzlicher mehr ist. Dabei sollen die Fragen: Wie leben wir? Und wie könnten wir leben? zum Nachdenken anregen. Wir versuchen unser Mögliches, geben unser Bestes – und kommen gleichzeitig an Grenzen. Immer wieder fühlen wir uns überfordert. Und dann kann einem und einer schnell vieles egal werden. Wie können wir uns Träume und Hoffnung bewahren und unser Leben in seiner Begrenztheit annehmen? Gottes Güte bewegt zur Umkehr, zu einem neuen Blick auf unser Leben. 

Rück- und Ausblick auf dem Weg des Lebens
Motiv der diesjährigen FriedensDekade zum Motto "friedensklima"
Logo der Initiative "Ökumenischer Weg"
Freiberger Dom

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