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„Buch der Erinnerung“ anlässlich des Shoa-Gedenktags


26. Januar 2018

Kaddisch wird durch Rabbiner Alexander Nachama gesprochen

DRESDEN - Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar, findet am Montag, 29. Januar, von 12:00 bis 16:00 Uhr vor der Gedenktafel der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt wieder die traditionelle Namenslesung der in der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden und Sinti und Roma statt. Es lesen Dresdner Schüler und Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Vertreter der Stadt und Politiker. Zum Abschluss um 16:00 Uhr wird das Kaddisch durch den Gemeinderabbiner Alexander Nachama gesprochen.

Die 1.953 Namen der ermordeten oder verschollenen Dresdner Jüdinnen und Juden sind dem im Jahr 2006 erschienenen "Buch der Erinnerung" entnommen. Von den über 7.000 durch die Rassegesetze verfolgten Juden in Dresden und den umliegenden Orten sind im "Buch der Erinnerung" diejenigen genannt, von denen sicher nachgewiesen werden konnte, dass sie in einem Konzentrationslager ums Leben kamen, sich das Leben nahmen oder nach der Deportation als verschollen gelten.

Das Buch liegt während der Lesung im Kirchencafé aus, dort kann man noch mehr über ihr Leben und Schicksal nachlesen, miteinander ins Gespräch kommen und sich bei Kaffee und Tee aufwärmen.
Die Lesungen begannen 1999 in Dresden während der Forschungsarbeiten zum Buch. Veranstalter sind die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V., der Ev.-Luth. Kirchenbezirk Dresden-Mitte, die Kreuzkirchgemeinde und das Ökumenische Informationszentrum e.V., mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Wort der Kirchenleitung zum gemeinsamen Weg von Juden und Christen

Gedenktafel Bahnhof DD-Neustadt (Foto: Rainer Oettel)
Gedenktafel am Bahnhof Dresden-Neustadt an die Deportationen

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