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Besondere Konzerte am Wochenende


07. November 2019

Kirchweih und Jubiläen geben weitere Anlässe vor 

CROSTAU/OL. - Zum historischen Kirchweihtag vor 150 Jahren spielt der Chemnitzer Kreuzkantor Steffen Walther am 9. November um 16:00 Uhr ein Konzert an der Silbermann-Orgel. Werke von Frescobaldi, Muffat und Buxtehude führen hin bis zu Johann Sebastian Bach, dem berühmtesten Organisten und Komponisten des Barock und Zeitgenossen Gottfried Silbermanns. Aber auch der 30. Jahrestag des Mauerfalls und der Öffnung der innerdeutschen Grenze findet musikalischen Niederschlag im Programm.  

An die Teilung Deutschlands erinnert das Blattgold am Crostauer Orgelgehäuse. Da in der DDR kein Blattgold für die 1981/82 endlich vorgenommene barocke Ausstaffierung der Orgel erhältlich war, sammelte ein in Crostau gebürtiger Pfarrer, der in Weiden in der Oberpfalz amtierte, dort Spenden. Er sandte das erstandene Blattgold in 120 wertversiegelten Kouverts mit 10 mg/ m³ an 120 Haushalte in der Kirchgemeinde Crostau. Dieses Blattgold ziert heute noch die Orgel und verweist gleichzeitig auf das nie abgebrochene Miteinander vieler Menschen über die Teilung hinweg. 

Orchestergründung 

AUGUSTUSBURG – In der Augustusburger St. Petrikirche gründet sich am kommenden Wochenende die „Junge Philharmonie Augustusburg“. Die Gründungskonzerte finden am Sonnabend um 17:00 Uhr und am Sonntag um 18:00 Uhr statt. Auf dem Programm stehen Werke von Peter I. Tschaikowsky („Romeo & Julia“) und die  Fantasie-Ouvertüre für Orchester sowie von Edvard Grieg das Klavierkonzert a-Moll für Klavier und Orchester. 

Mit der Gründung der Jungen Philharmonie Augustusburg bekommt die Erzgebirgsstadt ihr eigenes Orchester. Studenten der sächsischen Musikhochschulen, Akademisten, Absolventen und ausgewählte junge Talente aus der Region musizieren gemeinsam auf höchstem Niveau und holen damit unter der Leitung von Kirchenmusiker Pascal Kaufmann die große Sinfonik in den Ort unterhalb des monumentalen Jagd- und Lustschlosses aus der Renaissancezeit.  

25 Jahre Evangelischer Posaunendienst 

DRESDEN – Ein Festkonzert unter dem Titel "Verleih uns Frieden gnädiglich" anlässlich des 25. Bestehens des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland (EPiD) e.V. macht am 9. November um 17:00 Uhr in der Dresdner Annenkirche Station. Das Ensemble wird auch im Rahmen der beginnenden EKD-Synode in Dresden am Samstag zum ‚Sächsischen Abend‘ der Landeskirche und des Freistaates Sachsen in der Dreikönigskirche musizieren. 

Das Ensemble der  Landesposaunenwartinnen und Landesposaunenwarte in Deutschland musiziert unter Leitung von Prof. Thomas Clamor. Neben Vertonungen der Friedensbitte von Heinrich Schütz, Felix Mendelssohn Bartholdy, Oliver Groenewald und Matthias Nagel erklingt Instrumentalmusik von Giovanni Gabrieli, Frigyes Hidas, Stefan Mey und Werner Petersen. Im Zentrum des Konzertes steht eine Uraufführung. Dieter Wendel hat zu diesem Anlass eine fünfsätzige Suite "Psalm Musik" für großes Blechbläserensemble geschrieben. 

Der Evangelische Posaunendienst in Deutschland ist ein Dachverband für alles, was im weitesten Sinne mit evangelischen Posaunenchören zu tun hat. Er repräsentiert damit – noch vor den singenden Chören – die größte musikalische Laienbewegung in Deutschland und vertritt aktuell etwa 117.000 Bläserinnen und Bläser.  

REQUIEM von Francesco Durante

LEIPZIG - Am Samstagabend führt das Junge Mitteldeutsche Barockensemble um 20:00 Uhr in der Leipziger Thomaskirche erstmals das "Requiem" von Francesco Durante auf. Das "Requiem" in c-Moll von Francesco Durante, das er für die Trauerfeierlichkeiten am 15. September 1746 anlässlich des Todes von Philipp V. von Spanien schrieb und durch den Chor der päpstlichen Kapelle musiziert wurde, gilt als die bedeutendste Requiem-Vertonung mit Orchester aus dem 18. Jahrhundert und ist in mehr als 50 Manuskripten überliefert.  

Erst Ende 2018 erschien es erstmalig im Leipziger Peters-Verlag als gedrucktes Werk. Ergänzt werden soll dieses rund fünfzigminütige Werk mit der Bearbeitung einer Missa in c-Moll von Francesco Durante, welche Johann Sebastian Bach in seiner Amtszeit als Leipziger Thomaskantor nachweislich mehrfach aufführte und somit auch die Bedeutung Francesco Durantes für die Musik des 18. Jahrhunderts bestärkt. 

Literaturkonzert über das Leben und den Tod 

DRESDEN - In der Dresdner Frauenkirche erklingt am 9. November ebenfalls um 20:00 Uhr in der Unterkirche ein Literaturkonzert über das Leben und den Tod. Ein tief emotionaler Abend verbindet Rezitation und Musik und lässt ein Rilke-Melodram mit der Musik von Viktor Ullmann verschmelzen. Sprecher Christian Brückner verleiht den widerstrebenden Gedanken von jugendlichem Lebenshunger und Todesfürchten Ausdruck; Daniel Heide am Klavier gibt der Komposition Ullmanns Raum. Viktor Ullmann (1898 –1944) verwendete in sensibler Verknappung die Handlung aus Rilkes Erzählung für seine im Konzentrationslager Theresienstadt skizzierte Komposition. 

Veranstaltungstipp für Sonntag, 10. November: 

Konzert und volles Geläut zum Knauthainer Kirchweihfest 

LEIPZIG - Die Gemeinde der Knauthainer Hoffnungskirche 8Seumestr. 1319 Leipzig  feiert am Sonntag ab 14:00 Uhr ihr Kirchweihfest. Ein besonderes Ereignis wird dabei das erste Vollgeläut der Glocken nach der Erneuerung der gesamten Glockenläuteanlage sein.

Den musikalischen Höhepunkt des Festtages gestaltet ab 16:00 Uhr der Leipziger Frauenchor „Fräulein A. Kapella“ in der Hoffnungskirche. Die 17 Frauen singen seit 2008 unter der Leitung von Elke Heiwoldt und Jana Stefanek Lieder aus Rock, Pop und Jazz, Chansons und Volkslieder aus aller Welt. 

Ensemble für »Alte Musik« in Sebnitz zu Gast  

SEBNITZ - Zum vorletzten Konzert der Sebnitzer Reihe MUSIK IN PETER-PAUL in diesem Jahr wird am Sonntag, 10. November; um 17:00 Uhr in der Ev.-Luth. Stadtkirche Alte Musik auf historischen Instrumenten zu erleben sein. Ein hochkarätiges Ensemble für »Alte Musik« gestaltet das Kooperationskonzert mit den 21. Tschechisch-Deutschen Kulturtagen. Zu erleben ist die Atmosphäre eines Musiksalons aus der Barockzeit mit einem kammermusikalischen Programm. 

Mitte des 18.  Jahrhunderts traf der alte, »galante« Stil auf die neuen, progressiven Trends aus Mannheim und Wien. Unter dem Titel »Salon Allemand« lädt ein Barockquartett mit Jiří Berger (Traversflöte), Adéla Drechsel (Violine), Hana Berger (Cembalo) – allesamt ehemalige Stipendiaten der Brücke/Most-Stiftung – und Diethard Krause (Barockcello/Viola da Gamba) dazu ein, der Atmosphäre eines Musiksalons aus dieser Zeit nachzuspüren. Es erklingen Werke von Johann Joachim Quantz, Franz Benda, Carl Friedrich Abel und Georg Philipp Telemann.

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