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Berggottesdienst ohne Gemeinde


19. Juli 2020

Berggottesdienst findet statt, aber nur über Bildschirm erlebbar

SCHNEEBERG – Der Bergstreittag am 22. Juli im ergebirgischen Schneeberg wird in diesem Jahr ohne die üblichen Höhepunkte auskommen müssen. Der Bergumzug als auch das Volksfest wurden coronabedingt abgesagt. Somit werden Berg-, Hütten- und Knappschaftsvereine keine Parade anführen. Der traditionelle Berggottesdienst findet aber am Abend um 19:00 Uhr wie gewohnt in der St. Wolfgangskirche statt, allerdings als geschlossene Veranstaltung für die ansonsten mit 3.000 Besuchern gefüllte Kirche.

Auch in diesem Jahr wird sie gefüllt sein, aber mit viel Platz zwischen den Vertretern des Schneeberger Musikcorps, Abordnungen der Schneeberger Bergparade und Bläsern des Posaunenchores St. Wolfgang und dem Bergchor. Pfarrer Frank Meinel wird in der großen gotischen Hallenkirche die Predigt halten.

Damit trotzdem möglichst viele Menschen am Traditionsgottesdienst in St. Wolfgang Anteil nehmen können, wird er durch die Stadtverwaltung live im Internet übertragen sowie vom Erzgebirgsfernsehen aufgenommen und am Sonnabend und Sonntag mehrmals ausgestrahlt. Außerdem finden noch weitere Angebote wie Stadtführungen und Bergwerksbesichtigung an diesem Tag für Besucher statt.

Der Bergstreittag geht zurück auf zwei erfolgreiche Lohnstreiks unter Bergleuten in den Jahren 1496 und 1498. Der Tag war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein regionaler Feiertag. Sein Proprium schafft eine Verbindung zwischen der sozialen Mündigkeit und Solidarität der Bergarbeiter im Erzgebirge des 16. Jahrhunderts in der Reformationszeit und dem christlichen Glauben, der bis heute im Erzgebirge verwurzelt ist.

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