Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Ausstellungen über Zeichen und Porträts


08. Juli 2018

»Geistige Zeichen setzen!«

DRESDEN – Ausstellungen in der Dresdner Kreuzkirche und der Dreikönigskirche befassen sich mit Menschen, die gestaltend Anteil nahmen am Geschehen um sie herum. Engagiert in der Kirchenkunst hinterließ der Holz- und Steinbildhauer Friedrich Press (1904-1990) Spuren, die über das Sakrale hinausgehen. »Geistige Zeichen setzen!« heißt treffend die Präsentation von Skulpturen und Zeichnungen im Haus der Kirche (Dreikönigskirche).

Die Ausstellung dieser Werke gibt einen Überblick seiner letzten 30 Schaffensjahre. Die gezeigten Leihgaben des Diözesanmuseums (Museum am Dom) in Würzburg vermitteln seinen künstlerischen Anspruch zur Formenreduktion, um damit geistige Zeichen zu setzen. Friedrich Press arbeitete als freischaffender Künstler und erregte mit seinen Werken große Aufmerksamkeit.

So galt seine Kunst bei den Nationalsozialisten als „entartet“ und er erhielt damals zunächst keine öffentlichen Aufträge mehr. 1946 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft in das zerstörte Dresden zurück und widmete sich nach wenigen öffentlichen Aufträgen hauptsächlich der Sakralkunst und Kirchenraumgestaltung. Er gestaltete über 40 katholische und evangelische Kirchen in beiden deutschen Staaten.

Dreikönigskirche

»Seinen Ort finden«

Eine Ausstellung der Friedensbibliothek, des Antikriegsmuseums Berlin, präsentiert in der Ausstellungskapelle der Kreuzkirche Porträts von engagierten Menschen, die sich den jeweiligen Zeit-Strömungen widersetzten und die Außergewöhnliches leisteten. Zu Unrecht sind sie nur noch sehr wenigen bekannt. Dabei haben sie Wesentliches zu sagen: Auch um heute bestehen zu können, braucht jeder Mensch seinen eigenen Ort, eine besondere  Aufgabe, einen Traum, etwas, das ihn erfüllt und stark macht.

Vorgestellt werden u.a. der tschechische  Fotograf Josef Sudek (1896– 1976),  der Lebensreformer und Kriegsgegner Hans Paasche (1881–1920), der österreichische Kriegsdienstverweigerer Franz Jägerstätter (1907–1943) und die jüdische Lehrerin und Begründerin der Montessori-Pädagogik in Deutschland, Clara Grunwald (1877– 1943). Das Werk, das sie hinterlassen, ist ihr Leben und die persönliche Konsequenz, mit der sie ihren Ort in der Welt fanden.
Diese Wanderausstellung ist noch in Dresden bis zum 31. August zu sehen.

Kreuzkirche

Blick in die Ausstellung in der Dreikönigskirche
Ausstellungsraum im Foyer der Dreikönigskirche mit Werken von Friedrich Press

Teilen Sie diese Seite