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Ausstellung über Geschichte der Ostafrika-Mission


11. Mai 2018

125 Jahre lutherische Mission am Kilimanjaro

DRESDEN – Eine Ausstellung im Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens in Dresden erinnert an die Missionare der Leipziger Mission, die 1893 zu ihrer ersten Missionsexpedition in das damalige Deutsch-Ostafrika aufbrachen. Die lutherische Kirche im heutigen Tansania erwuchs mit ihren Diözesen zur zweitgrößten Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbundes.

Anlässlich dieses Jubiläums hat das Leipziger Missionswerk eine Wanderausstellung mit zwölf Roll-Ups entwickelt, die auf ihrer ersten Station ab 14. Mai im Atrium des Landeskirchenamtes (Lukasstraße 6) der Öffentlichkeit zugänglich ist. Zur Eröffnung am 9. Mai erinnerte sich Dr. Johannes Kimme, Präsident des Landeskirchenamtes, an seine Kindheit als Sohn des damaligen Missionsdirektors an die Räumlichkeiten des Missionshauses und die Geschichten über die Partnerländer der Mission, insbesondere auch an Tanganjika, dem späteren Tansania. Umso mehr freue es ihn, hier nun diese Ausstellung des Leipziger Missionswerks eröffnen zu können.

Der heutige Missionsdirektor, Pfarrer Ravinder Salooja, erläuterte anhand einer Karte den Weg des damaligen Missionsteams von der Küste in das Landesinnere. Er sprach seinen Dank an die Mitarbeiter aus, die die Ausstellung konzipiert und realisiert haben und verwies auf die Möglichkeit die Ausstellung ausleihen zu können. Die nächste Station sei eine Gemeinde im Vogtland.

Salooja erwähnte ein Zitat des Missionsdirektors Karl von Schwartz, das den Missionaren auf den Weg gegeben wurde: "Denkt daran, dass ihr dem Reich Gottes und nicht dem Kaiserreich dient". Das sei zwar ein toller Ausspruch, aber man könne nicht so tun und sagen „wir beten mal und das Andere geht uns nichts an“. Spätestens mit der Niederschlagung des Angriffs auf die Boma von Mahenge durch die Schutztruppe sei klar gewesen, dass man sich nicht vom gesellschaftlichen Umfeld lösen könne, so Salooja. Damals wurden in diesem Zusammenhang auch zwei Missionare getötet.

Der Aussendegottesdienst der ersten vier Missionare fand am 24. Mai 1893 in der Leipziger Nikolaikirche statt. Daraufhin brachen Gerhard Althaus, Albin Böhme, Robert Faßmann und Emil Müller ins Ungewisse auf. Unterwegs stieß noch der „Expeditionsleiter“, der Indienmissionar Traugott Päßler, zur Gruppe dazu. Im Kilimanjaro-Gebiet entstanden Missionsstationen mit Schulen und Krankenstationen.

Zur Geschichte der Mission in Ostafrika

Direktor Ravinder Salooja (r.) und Präsident Dr. Johannes Kimme
Präsident Dr. Johannes Kimme (l.) und Direktor Ravinder Salooja

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