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Amerikanischer Bischof beendete Besuch in Sachsen


23. August 2019

Partnerschaftsbeziehung mit Northeastern Pennsylvania Synod

DRESDEN – Bischof Dr. Samuel Zeiser aus Allentown (USA) beendet am heutigen Freitag, 23. August, seinen achttägigen Besuch in Sachsen. Insbesondere war er im Kirchenbezirk Löbau-Zittau zu Gast, weil es hier eine langjährige Partnerschaftsbeziehung mit der Northeastern Pennsylvania Synod (PA) gibt. Alle zwei Jahre finden Partnertreffen statt.

Nach seiner Ankunft in Dresden und vor seinem Besuchsprogramm im Kirchenbezirk predigte Bischof Dr. Zeiser am 18. August in der Dresdner Kreuzkirche im Rahmen der Predigtreihe „Europa und die Kirchen“, in der leitende Geistliche aus Partnerkirchen der sächsischen Landeskirche in den jeweiligen Sonntagsgottesdiensten zu Gast waren, so aus Tschechien, Russland und zuletzt mit Dr. Zeiser aus den USA. Nach mehreren Pfarrämtern, Lehrtätigkeit am Muhlenberg College und als Senior-Pastor der Christ Lutheran Church, Allentown, wurde er 2008 als Bischof der Synode gewählt.

In seiner Predigt in der Kreuzkirche setzte der Bischof die biblischen Darstellungen über das Himmelreich bei Johannes dem Täufer und bei Jesus in Beziehung zu einer wachsenden ökumenischen Zusammenarbeit zwischen den konfessionsverschiedenen Kirchen in Pennsylvania und der Evangelisch-Lutherischen Kirche Amerikas (ELCA), die früher nicht denkbar und möglich gewesen sei.

Jetzt gebe es Vertreter der jeweiligen Kirchen mit Dienstaufträgen in der Partnerkirche und in diesem Jahr sei in einer Gesamtkirchlichen Versammlung  eine religionsübergreifende Grundsatzerklärung verabschiedet worden. Aus diesen geschwisterlichen ökumenischen Bemühungen der ELCA würden sich auch Zusammenführungen zu europäischen Kircheneinrichtungen ergeben. Diese Bemühungen werden „im Stillen die Mission der Kirchen in den kommenden Jahrzehnten“ prägen, so Dr. Zeiser.

Die Weiterreise führte ihn zum Partnerkirchenbezirk Löbau-Zittau mit Besuchen in den Evangelischen Zinzendorfschulen Herrnhut, dem Klinikum Oberlausitzer Bergland, in der Kirche zum Heiligen Kreuz in Zittau mit dem Großen Zittauer Fastentuch und Ortsbesichtigungen in Görlitz, Oybin und Großhennersdorf.
Von diesem Dorf in der Oberlausitz war Pastor Heinrich Melchior Mühlenberg 1742 nach Nordamerika aufgebrochen und wurde dort zum Gründungsvater der lutherischen Kirche Amerikas, wo er bis heute hoch verehrt wird. Zu den Gastgebern in der Oberlausitz gehörten Superintendentin Antje Pech, der Verantwortliche für Partnerschaftsarbeit, Pfarrer Thomas Markert (Kemnitz), Kirchenmusikdirektor Christian Kühne, der Leiter der Arbeitsstelle „Kinder Jugend Bildung“, Tobias Richter, sowie Pfarrerin Jill Vogt von der Herrnhuter Brüdergemeine. Außerdem gab es einen Abend der Begegnung mit der Partnerschaftsgruppe des Kirchenbezirks.

Am Donnerstag, 22. August, kam es zur Begegnung mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing. Mit dem Referenten für ökumenische Beziehungen im Landeskirchenamt, Oberkirchenrat Friedemann Oehme, wurde Bischof Dr. Zeiser zu einem Ausflug mit der Sächsischen Dampfschifffahrt eingeladen. Während der Fahrt gab es genügend Zeit die Schönheiten des Elbtals zu besichtigen, aber auch die Gespräche über die ökumenische Zusammenarbeit und die aktuelle Situation in den USA zu vertiefen. Für das kommende Jahr ist der Besuch einer Partnerschaftsgruppe aus Pennsylvania in Sachsen geplant.

Beide Bischöfe vor dem Lutherdenkmal in Dresden
Bischof Dr. Samuel Zeiser
Ev. Zinzendorfschule - Besuch in einer Klasse
Schiffsfahrt nach Pillnitz und zurück

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