Mitteilungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Mitteilung

Bereich

Adventszeit beginnt


27. November 2019

Zeit der Erwartung in Sachsen mit traditionellen Höhepunkten

DRESDEN - Mit dem 1. Adventssonntag (1. Dezember) beginnt das neue Kirchenjahr. Die Adventszeit – lateinisch Ankunft – ist für Christen eine Zeit der Erwartung und der Vorbereitung auf die Ankunft Gottes auf Erden, die mit der Geburt Jesu zu Weihnachten gefeiert wird. In den Kirchgemeinden der sächsischen Landeskirche finden in dieser Zeit zahlreiche kirchenmusikalische Veranstaltungen statt. Am beliebtesten ist das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das neben anderen Werken über 60 Mal zur Aufführung kommt.

Adventsfeiern für Kinder und Familien, Krippenausstellungen und die Sorge um hilfsbedürftige Menschen gehören auch in diese Zeit. In Sachsen ist die Adventszeit durch die besondere kirchenmusikalische Tradition bestimmt, die sowohl von den vielen sächsischen Kantoreien als auch von den beiden berühmten Knabenchören in Dresden und Leipzig gepflegt wird. Der Dresdner Kreuzchor und die Leipziger Thomaner führen traditionell Bachs Weihnachtsoratorium auf und bieten Weihnachtsliederabende zum Mitsingen an.

In Dresden wird am 27. November der Striezelmarkt auf dem Altmarkt mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Kreuzkirche eröffnet. Am Sonnabend, 30. November, stimmt um 17:00 Uhr der Dresdner Kreuzchor mit dem Philharmonischen Kammerorchester auf den Advent ein. Um 20:00 Uhr feiern in der Kreuzkirche die Evangelische Jugend in Dresden und die Mitarbeitenden des Stadtjugendpfarramtes ihren traditionellen Adventsjugendgottesdienst.

Ein Tag zuvor eröffnet der ‚Neustädter Advent‘ mit einem abendlichen Konzert in der Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23). Vom 29. November an ist im selben Haus die Fotoausstellung „WEIHNACHTEN 1900 - 1945 | Das Fotoalbum der Wagners“ zu sehen. Mit den Fotos, auf denen sich das Berliner Ehepaar Anna und Richard Wagner 40 Jahre lang alljährlich vor dem Weihnachtsbaum und dem sorgfältig arrangierten Gabentisch abgelichtet hatte, hinterließ es der Nachwelt ein seltenes Zeugnis. Ebenfalls im Haus der Kirche lädt am 7. und 8. Dezember der beliebte ‚Faire Weihnachtsmarkt‘ mit nachhaltigen und fair gehandelten Produkten regionaler Händler ein.

In Chemnitz öffnet am 29. November die Krippenausstellung in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi. Das Evangelische Forum und die Stadtbibliothek Chemnitz laden ab dem 28. November zum 12. LESEADVENT ein. An vier Donnerstagen lesen in der Stadtbibliothek (DAStietz, Moritzstraße 7) jeweils um 17:00 Uhr Chemnitzer Persönlichkeiten Texte zum Thema Ankunft bzw. Advent vor und werden zu ihren Lesegewohnheiten und ihren aktuellen Projekten befragt.

Kirchenmusik und Adventsmärkte

In vielen Kirchgemeinden stimmen weitere Kirchenchöre am Sonnabend und Sonntag auf den Advent ein. Am Sonntagnachmittag gibt es häufig Adventsandachten und -vespern. Neben den Veranstaltungen in den Kirchen organisieren zahlreiche Initiativen kleine Adventsmärkte in Kirchennähe. Solche haben beispielsweise in einigen Leipziger Kirchgemeinden eine gute Tradition, indem sie in dieser Zeit ein alternatives, individuelles Angebot und einen Treffpunkt im Stadtteil darstellen.

Besucher können an Verkaufsständen mit Advents- und Weihnachtsschmuck, Keramik, Textilem und fair Gehandeltem stöbern. Kulinarische Köstlichkeiten von Weihnachtsbäckerei über Fettbemmen, Kesselgulasch, Pralinen, Kaffee, Glühwein und anderem mehr laden zum Verweilen in gemütlicher Atmosphäre ein. Darüber hinaus stehen Musik, die Einladung zum Mitsingen von Adventsliedern und Bastelangebote für Kinder auf dem Programm.

In Leipzig findet traditionell das Lichterfest mit Adventsmarkt am 1. Advent ab 13:00 Uhr vor der Apostelkirche Großzschocher statt. Auf dem Kirchberg an der Gnadenkirche in Leipzig-Wahren wird zur gleichen Zeit zu einem bunten Programm zum Adventsmarkt eingeladen. Am 7. Dezember öffnet um 14:30 Uhr an der St. Laurentiuskirche der Markranstädter Weihnachtsmarkt.

Der Panitzscher Nikolausmarkt am 7. und 8. Dezember lädt bereits zum 22. Mal Groß und Klein zu einem abwechslungsreichen Bummel in adventlicher Atmosphäre ein. Am 7. Dezember bietet auch der 13. Alternative Adventsmarkt an der Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz u.a. Verkaufsstände, Kulturprogramm, Adventscafé, Bastelangebote und Puppenspiel.

In der Leipziger Nikolaikirche sind am 6. Dezember um 16:30 Uhr vor allem Kinder zu einer ökumenischen Nikolausandacht eingeladen. Zudem gestalten an den Adventssonntagen Bläserkreise, Leipziger Kirchgemeinden und am 1. Advent der Chor der Diakoniemitarbeitenden jeweils um 15:00 Uhr ein 30-minütiges Programm auf der Bühne des großen Weihnachtsmarktes am Alten Rathaus im Leipziger Zentrum.

BROT FÜR DIE WELT und sächsische Stollenpfennig-Initiative

Die große evangelische Spendenaktion BROT FÜR DIE WELT wird wie jedes Jahr am 1. Advent eröffnet. Für Sachsen startet die 61. Aktion von Brot für die Welt am 1. Dezember um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche von Zöblitz bei Marienberg. Sie steht nochmals unter dem Motto „Hunger nach Gerechtigkeit“. Die Predigt hält Diakonie-Direktor Dietrich Bauer.

Unterstützt wird die bundesweite Spendensammlung speziell in Sachsen durch die Initiative ‚Stollenpfennig‘ der Diakonie und des hiesigen Bäckerhandwerks, die mit 1.350 Sammelbüchsen in 530 in Hauptgeschäften und Filialen durchgeführt wird. Die 26. Aktion Stollenpfennig wird am Donnerstag, 28. November, in der 1. Leipziger Brotschule des Backhauses Wentzlaff eröffnet. In den letzten 25 Jahren kamen über 600.000 Euro durch die Kleingeldsammlung zusammen. In der Advents- und Weihnachtszeit des letzten Jahres wurden fast 30.000 Euro gesammelt.

Adventskalender, Kerzen, Kranz und Sternenglanz

Ebenfalls dem Kennenlernen und der Gemeinschaft dienen vielerorts die „Lebendigen Adventskalender“. Dabei öffnet sich jeweils für einen Adventsabend ein „Türchen“ zu Häusern und Wohnungen, wo Menschen zum Liedersingen, Geschichtenhören und zum Bewundern von Advents- und Weihnachtsschmuck zusammenkommen. Die Stationen durch den Adventskalender hängen in den Kirchgemeinden aus. Der Herrnhuter Stern gehört vielerorts zum Wegweiser durch die Advents- und Weihnachtszeit.

Die Weihnachtspyramide ist vor allem im Erzgebirge ein Symbol für die Weihnachtszeit. Traditionell werden am Anfang der Adventszeit in den einzelnen Orten die im Freien stehenden Pyramiden feierlich unter musikalischer Begleitung der Posaunenchöre angeschoben.

Der Dresdner ‚Neustädter Adventskalender‘ ist wieder im Handel, der nach über 20 Jahren mittlerweile „Kultstatus“ für Liebhaber hat. Juliane Hackbeil hat ihn wieder liebevoll und ideenreich gestaltet. Natürlich sind auch die filigran gezeichneten Straßenverläufe, Läden und Kultureinrichtungen der Dresdner Neustadt, aber auch der Blick zur Altstädter Seite, zahlreich vertreten und fangen das bunte Flair des Stadtviertels ein. Auch den drei Heiligen Königen begegnet man auf dem Weg zum Goldenen Reiter. 

Über die verbleibende Adventszeit bis zur Weihnachtlichen Vesper vor der Dresdner Frauenkirche am 23. Dezember und den Christvespern am 24. Dezember, werden noch zahlreiche musikalische Werke europäischer Chor- und Instrumentalmusik mit Blick auf Weihnachten aufgeführt, aber auch Adventsfeiern in den Kirchgemeinden organisiert sowie Veranstaltungen für Menschen, die alleine sind oder denen es körperlich und seelisch schlecht geht.

Foto: Rainer Oettel
Foto: Quader
Weihnachtsausstellung in Chemnitz mit Weihnachtsberg
Annaberger Weihnachtsmarkt
(v.l.n.r.) Diakonie-Direktor OKR Dietrich Bauer - Peter Wentzlaff , Chef des Backhauses Wentzlaff - Gerit Schleusener; Leiterin des Leipziger Sozialprojekts TeeKeller „Queller“, an das der Stollenpfennig übergeben wurde - Roland Ermer, Landesobermeister der Bäckerinnung, und Helmut Pestner, Referent von Brot für die Welt.

Teilen Sie diese Seite