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Absagen von größeren Veranstaltungen


29. April 2020

Anliegen der Treffen nicht an Gültigkeit und Bedeutung verloren

DRESDEN – Neben Absagen von zahllosen Gottesdiensten, Konzerten und besonderen Einzelveranstaltungen in den Kirchgemeinden durch die Corona-Pandemie, standen auch schnell größere Ereignisse auf der Kippe und mussten letztlich ebenfalls abgesagt werden. Alles spricht derzeit dafür, dass Großereignisse bis Ende August nicht stattfinden können.

Aus diesem Grund werden insbesondere Veranstaltungen nicht durchgeführt, die einen größeren Einzugsbereich von Mitwirkenden und Gästen zur Voraussetzung haben. Am 8. Mai, zum Gedenken an das Ende des 2. Weltkrieges vor 75. Jahren, sollte im Dreiländereck in Zittau ein Ökumenischer Gottesdienst unter Teilnahme von Gästen aus den schlesischen und böhmischen Nachbarregionen stattfinden. Die sächsische Landeskirche lud dazu ein, diesen Anlass mit Dankbarkeit für den Frieden in diesem Land und mit der Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung zu begehen. Dazu wurde für die Kirchgemeinden ein Materialheft erstellt. Trotz der Corona bedingten Absage hat das Anliegen nicht an Gültigkeit und Bedeutung verloren. Deshalb können eine Predigtmeditation, liturgische und musikalische Bausteine für einen Gottesdienst und auch Ideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Thema auch weiterhin als Anregungen für den Dienst in den Gemeinden anregen.

So trifft es auch die Christlichen Begegnungstage im österreichischen Graz, die vom 3.-5. Juli 2020 Christen aus Mittel- und Osteuropa zusammenführen sollten. Die protestantischen Diasporakirchen auf dieser Begegnung sollten auch hier ihre eigene Kultur, ihre Frömmigkeit und die Erfahrungen ihrer jüngsten Geschichte sichtbar werden lassen. Auch in Sachsen war eine Beteiligung geplant und dafür geworben worden. Dann waren aufgrund des Corona-Shutdowns das österreichische Vorbereitungsteam und der international besetzte Trägerkreis praktisch über Nacht nicht mehr arbeitsfähig. Eine grenzübergreifende Einladung zu den Veranstaltungen in die Kirchen und der Stadthalle in Graz war nicht mehr aufrecht zu erhalten. Die Veranstalter und die an der Vorbereitung Beteiligten zeigten ihr tiefes Bedauern für die Entscheidung. Derzeit steht noch nicht fest, wann und wo die nächsten Christlichen Begegnungstage stattfinden werden.

Ebenfalls abgesagt wurde der Begegnungstag für Aussiedler, der in diesem Jahr am 12. September nach Dippoldiswalde im Osterzgebirge einlud. Auch hier wurde die Absage sehr bedauert. Der nächste Aussiedlertag ist für den 28. August 2021 ebenfalls in Dippoldiswalde geplant. Dazu wird schon jetzt herzlich eingeladen. Gerade an diesem Tag wird des 80. Jahrestags des Stalin-Dekrets zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion gedacht. Das unverschuldete Leid der damaligen Russland-Deutschen prägte Generationen von Familien in der Verbannung, Zwangsarbeit und in den Jahren danach.

Gedenken am 8. Mai bleibt und mahnt!

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