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Jugendwerkstatt Zschopau startet erneut


28. September 2023

Freistaat Sachsen erteilt positiven Fördermittelbescheid

ZSCHOPAU - Im Herbst 2022 stoppte der Freistaat Sachsen die Finanzierung der Jugendwerkstatt in Zschopau durch die Sächsische Aufbaubank (SAB). Bereits seit 2010 besteht das Projekt der Kirchlichen Erwerbslosenhilfe Zschopau (KEZ). Am 1. Oktober 2023 startet dieses Angebot zur beruflichen Integration junger Menschen erneut. Gefördert wird es mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond.

Thomas Friedemann, Leiter der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau, und sein Team bemühten sich in den vergangenen Monaten aktiv um eine Wiedereröffnung der Jugendwerkstatt. „Wir danken dem Landkreis Erzgebirgskreis, dem CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Markert sowie dem Kirchenbezirk Marienberg und der Diakonie Sachsen für die vielfältige Unterstützung. Gerade im ländlichen Raum fehlen Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene, die noch nicht den Sprung ist Berufsleben geschafft haben“, sagt Friedemann.

Die jungen Menschen zwischen 14 und 27 Jahren erhalten im Projekt Einblick in unterschiedliche Berufsfelder. In der handwerklich-technischen Werkstatt erlernen sie Grundlagen der Holzbearbeitung und Landschaftspflege. In einem zweiten Bereich stehen haushaltsnahe Dienstleistungen, wie das Zubereiten von Speisen, Reinigungsarbeiten oder die Arbeit mit Textilien im Vordergrund.

Unter qualifizierter Anleitung von fünf Lehrkräften erwerben bis zu 16 Jugendliche bzw. junge Erwachsene neue Fähigkeiten und Kenntnisse. Am Ende erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Das Projekt richtet sich an sozial benachteiligte Jugendliche mit und ohne Schulabschluss, Schulverweigerer und junge Menschen, die ihre Berufsausbildung abgebrochen haben. Ein wesentlicher Bestandteil ist deshalb auch die sozialpädagogische Beratung und Begleitung. Die Teilnehmenden bleiben zischen vier Wochen bis zu zwei Jahren in der Jugendwerkstatt.

Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen freue sich, dass die Bemühungen der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Zschopau erfolgreich waren und dieses wichtige Projekt nun fortgesetzt werde. Nicht nur aufgrund des Fachkräftemangels seien Angebote wie das der Jugendwerkstatt so wertvoll. „Als Diakonie ist es unsere Aufgabe, junge Menschen zu begleiten und zu unterstützen. Dafür müssen finanziell tragfähige Konzepte geschaffen werden“, so der Diakonie-Chef.

Der nun erstellte Fördermittelbeschied gilt für 18 Monate. „Es wäre dringend erforderlich, diese Projekte endlich in eine Regelfinanzierung zu überführen. Nur so können wir vor Ort dauerhaft für die jungen Menschen da sein und die dafür benötigten Fachkräfte langfristig an uns binden“, fordert Bauer.

http://kez-zschopau.de/

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