Mitteilung
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Ehrungen für gemeinnütziges Engagement
17. Oktober 2021
Sächsischer Bürgerpreis 2021
DRESDEN - Zum elften Mal ist in Dresden der Sächsische Bürgerpreis verliehen worden. Gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden und der Kulturstiftung Dresden der Commerzbank würdigte der Freistaat Sachsen am 14. Oktober Vereine, Initiativen oder Einzelpersonen für ihren herausragenden Einsatz für die Demokratie, Heimat und Umwelt sowie andere Menschen bei uns und weltweit.
Stellvertretend für die zahlreichen Menschen, die sich in Sachsen ehrenamtlich engagieren, zeichneten die Stifter des Preises in insgesamt fünf Kategorien Personen oder Initiativen aus. In jeder Kategorie wurden 5.000 Euro von den Stiftern bereitgestellt.
Miteinander stärken – Land gestalten (Demokratie)
Menschen helfen – Gemeinsinn stiften (Menschen)
Traditionen pflegen – Geschichte verstehen (Heimat)
Schöpfung bewahren – Natur schützen (Umwelt)
Global denken – lokal handeln (Welt)
„Allen, die sich mit viel Herzblut ehrenamtlich einbringen, die sich bürgerschaftlich engagieren, gebührt großer Dank“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer, der in der Kategorie Gemeinsinn stiften auch die langjährige Initiative „Kirche im Laden e.V.“ (Vogtland) auszeichnete. »Suchet der Stadt Bestes« (Jeremia 29,7) ist der Leitspruch des kirchlichen Projektes, dessen Angebote Beratung, Bildung und Begegnung vereinen.
Dafür wurden im Stadtzentrum von Falkenstein Räumlichkeiten angemietet, die einen Ort für Mission, Seelsorge und Daseinsbegleitung bieten. Der Verein baut Brücken zwischen Kirche und Stadtgesellschaft; es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Mitwirkung. Auch soziale Fürsorge wird betrieben, so gibt es eine wöchentliche Ausgabe von Lebensmitteln an Bedürftige.
Dazu sagte Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche Dresden: „Mit der Bürgerpreisverleihung in der Frauenkirche Dresden sagen wir den Geehrten und Nominierten stellvertretend für alle, die sich im Dienst der Gemeinschaft selbstlos engagieren, Dank.“
Die Vorschläge zur Nominierung reichten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei den jeweiligen Landräten ein. Auch kirchliche Stellen sind vorschlagsberechtigt. Die Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte nominierten die Initiativen oder Personen, die dann gebeten wurden, eine Projektbeschreibung an die Sächsische Staatskanzlei zu senden. Daraufhin wählte eine unabhängige Jury die Preisträger in den fünf Kategorien aus den nominierten Projekten, Initiativen und Einzelpersonen aus.
Verleihung der Annen-Medaille
Eine weitere Ehrung des Freistaates Sachsen erfolgte in Dresden durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. So verlieh Sozialministerin Petra Köpping die Annen-Medaille 2021 an 21 Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich engagieren. Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin »Anna von Sachsen« (1532-1585) gestiftet. Sie wird dieses Jahr zum 26. Mal verliehen.
»Obwohl uns die Coronavirus-Pandemie noch immer anderen Menschen mit Distanz begegnen lässt und uns Maßnahmen zum Fremd- und Eigenschutz auferlegt, gibt es Engagierte, die auf ihre Mitmenschen zugehen und sich für das Glück der anderen einsetzen«, sagte Sozialministerin Petra Köpping anlässlich der Verleihung der Annen-Medaille.
Seit mehr als zwanzig Jahren schon zeichnet der Freistaat Menschen mit der Annen-Medaille aus, die sich in überdurchschnittlicher Weise für das Gemeinwesen in Sachsen einsetzen, die mit ihrem Engagement andere Mitbürgerinnen und Mitbürger begeistern und inspirieren, ihnen helfen, sie unterstützen und fördern.
Unter den Geehrten befinden sich auch Personen aus dem kirchlich-diakonischen Bereich, darunter Ursula Altmann aus Markkleeberg, die sich seit über neun Jahren im Kirchenvorstand engagiert, dabei insbesondere im Diakoniekreis. 2015 war sie eine der Mitbegründerinnen des »Willkommenscafés« für Flüchtlinge, das bis zum Pandemieausbruch monatlich der Treffpunkt für Familien mit Migrationshintergrund war. Auch heute engagiert sie sich in der Nachhilfe für Kinder mit Migrationshintergrund.
»Wir brauchen Menschen, die sich für andere einsetzen, denn ohne sie wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Im gegenseitigen Zuwenden haben aufkommender Egoismus, Ausgrenzung und Zerstrittenheit deutlich weniger Chancen«, so Sozialministerin Köpping weiter.
Seit mittlerweile elf Jahren wird diese Festveranstaltung durch das Gymnasium Dresden-Bühlau getragen. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums haben für die Ehrenamtlichen in einem Unterrichtsprojekt jeweils eine Laudatio erarbeitet und diese auf der Festveranstaltung präsentiert. Für die musikalische Umrahmung sorgten auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums.
Die Annen-Medaille ist aus Meißner Porzellan gefertigt und trägt auf der Vorderseite die Worte »helfen, pflegen, fördern«. Auf der Rückseite sind die Worte »miteinander leben, füreinander da sein« eingeprägt.