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Archäologische Funde an Leipziger Nikolaikirche


17. August 2025

Neu aufgefundene Gebeine fast vollständig erhalten

LEIPZIG - Seit Juni dieses Jahres finden an der Nikolaikirche umfangreiche Grabungsarbeiten statt. Hintergrund ist die Sanierung des Sockels, die Schürfungen bis teilweise zur Fundamentsohle der Kirche notwendig macht. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen betreut das Landesamt für Archäologie Sachsen baubegleitend die Tiefbauarbeiten.

Bei früheren Baumaßnahmen im Bereich des Nikolaikirchhofes wurden bereits Bestattungen des in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts aufgelassenen Friedhofs festgestellt. Neben gestörten Gräbern wurden während der aktuellen Bautätigkeiten auch ungestörte Bestattungen dokumentiert. Die fast vollständigen Gebeine wurden geborgen und werden durch Anthropologen auf Geschlecht und mögliche Krankheiten untersucht. Des Weiteren fanden sich Reste von Gruftanlagen sowie Teile der Fundamente von barockzeitlichen Kapellen und Logen.

Die archäologischen Tätigkeiten werden voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein. Die geöffneten Gruben an der Ostseite der Nikolaikirche werden nach der Reinigung der Sockelzone und der archäologischen Untersuchung mit sogenanntem Flüssigboden verfüllt. Mit diesem sich selbst verdichtenden Material erhalten die Kirchenfundamente eine substanzschonende Hülle. Die Baumaßnahme wurde aufgrund der verstärkt in das Mauerwerk eindringenden Feuchtigkeit notwendig.

Archäologe bei Ausgrabungen
Pfarrer Bernhard Stief (oben) und Mitarbeiterin von Peter Hiptmair (unten) vom Landesamt für Archäologie mit Fund an der Sockelschürfung.

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