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Ehrungen von haupt- und ehrenamtlicher Arbeit

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Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

DRESDEN - Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat am 7. Dezember 2017 elf Bürgerinnen und Bürgern aus Sachsen stellvertretend für den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreicht . Bei dieser feierlichen Zeremonie in der Sächsischen Staatskanzlei würdigte der Regierungschef das herausragende Engagement der Geehrten. „Es beeindruckt mich immer wieder, wie vielfältig, wie nah bei den Menschen, mit wie viel Überzeugung und Herzblut, und mit wie viel Mut und Willen Sie sich für andere einsetzen“, sagte Tillich.

„Mir war es als Ministerpräsident immer wichtig, dieses Engagement sichtbar zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass dies auch weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben unserer Zeit gehört. Sie alle bringen sich mit Ihrem Engagement in außerordentlicher Weise ein. Mein Wunsch und meine Bitte an Sie ist: Bleiben Sie so engagiert. Denn Sie sind ein Vorbild für andere.“

Pfarrer i.R. Hans-Christoph Werneburg (68) aus Dresden

Als „Polizeipfarrer der ersten Stunde“ machte sich der Gemeindepfarrer Hans-Christoph Werneburg verdient. Im Mittelpunkt seines Wirkens stand dabei stets das Wohl der Gesellschaft, der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen sowie Hinterbliebenen. Seit 1996 leistete er als einer der ersten evangelischen Polizeiseelsorger in der sächsischen Polizei Aufbauarbeit und das über viele Jahre. So unterstützte er Beamte in Extremsituationen, etwa während des Hochwassers 2002 im Freistaat Sachsen. Er kümmerte sich um Angehörige und Kollegen von Bediensteten, die zu Schaden gekommen waren oder sich in besonderen Gefährdungslagen befanden. Mit der 2002 ins Leben gerufenen Notfallseelsorge gründete er zudem ein Netzwerk aus 18 Pfarrerinnen und Pfarrern, das die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit begleitet und Menschen in akuten seelischen Notfällen beisteht. In Erinnerung an die Bediensteten der sächsischen Polizei und der Bundespolizeidirektion Pirna, die im Dienst ihr Leben verloren haben, organisiert er zudem seit 2009 ökumenische Gedenkgottesdienste.

Mit dem Bundesverdienstorden werden Personen geehrt, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Von Beginn an war es für Stanislaw Tillich wichtig, die Übergabe immer selbst und im Rahmen einer festlichen Veranstaltung vorzunehmen. Mit der heutigen Ehrung und damit der letzten seiner Amtszeit hat er insgesamt 118 außergewöhnlich engagierte Sachsen mit dem Bundesverdienstorden und 132 mit dem Sächsischen Verdienstorden ausgezeichnet.


Auszeichnung für ehrenamtlich tätige Bürger aus Sachsen

Ehrenamtlich tätige Bürger aus ganz Sachsen waren am letzten Sonnabend, 2. Dezember, zu einer Feierstunde in den Sächsischen Landtag eingeladen worden. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler ehrte die engagierten Sachsen gemeinsam mit Sozialministerin Barbara Klepsch mit einem Empfang im Parlament.

„Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder so viele stille Helfer auszeichnen können: Das sind Menschen, die nicht darauf warten, dass sie der Staat oder ein Arbeitgeber beauftragt, sondern die selbst anpacken und unser Sachsen ein bisschen besser machen. Sie verdienen die Anerkennung der Gesellschaft für ihren oft zeitaufwändigen und mühevollen Einsatz – und diese bringen wir stellvertretend an diesem Tag im Landtag zum Ausdruck“, sagt Landtagspräsident Dr. Rößler.

Ein funktionierender Staat sei Aufgabe der Politik, aber besonders lebenswert werde ein Land, wenn sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren. „Sie fördern Talente, helfen benachteiligten Menschen oder machen zusätzliche Angebote für Jugendliche ebenso wie für Senioren“, so Rößler.

Und Sachsens Sozialministerin Klepsch fügt hinzu: „Ihr Engagement ist der Beleg dafür, dass unser Gemeinwesen lebendig ist.“

Ausgezeichnet werden Personen, die sich in hervorzuhebender Weise im sozialen und karitativen Bereich verdient gemacht haben.

Unter den 53 geehrten Personen war auch Karla Groschwitz aus Lengenfeld dabei. Beachtung fand ihre Mitwirkung in der Landeskonferenz der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen sowie in der Arbeitsgemeinschaft Kirche für Demokratie sowie ihr überregionales Engagement als EKD-Synodale.
Weiterhin wurde Katrin Spenke aus Crottendorf , Mitgründerin des Kriseninterventions- und Notfallseelsorgeteam Annaberg e. V., geehrt. Sie ist Kirchvorsteherin und arbeitet in verschiedenen Bereichen der Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz mit und engagiert sich im Vereinsleben von Annaberg-Buchholz.

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